DER HOBBIT – EINE UNERWARTETE REISE (EXTENDED EDITION) [2012] + SMAUGS EINÖDE (ZS) [2013]

Das hier ist die zweite, erweiterte Fassung der Original-Kritik, welche Ihr hier nachlesen könnt.

Willkommen zurück in Mittelerde! Der Hobbit ist zurück im Heimkino, und dieses Mal durfte er sogar noch ein paar Minuten länger bleiben als mit der Kinofassung. Mittlerweile hat sich auch meine Einstellung zum Film geändert. Habe ich ihn vorher noch als direkte Umsetzung des Buches gesehen – als welche er (im Vergleich zu „Herr der Ringe„) gescheitert ist, sehe ich das ganze nun etwas lockerer – und sehe auch den Zusammenhang zu den Anhängen zu „Herr der Ringe“. Aber dennoch: Die Hauptkritikpunkte sind geblieben. Und keine Sorge: Spoiler sind gekennzeichnet.

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Shortcuts: ONLY GOD FORGIVES [2013]; THE PLACE BEYOND THE PINES [2012]; DAS IST DAS ENDE [2013]

ONLY GOD FORGIVES [2013]
ogf_01Nicolas Winding Refn war mir vor „Drive“ – wie könnte es anders sein – kein Begriff. Ich hatte keine Ahnung, welche Art von Film mich bei ihm in der Regel erwartet, ich wusste im Anschluss nur: „Drive“ war super, keine Frage also, dass ich auch „Only God Forgives“ früher oder später gucken muss. Und dann auch wieder mit Ryan Gosling, kann ja so viel auch nicht schiefgehen, denkt man sich dann ja. Ja, denkste: „Only God Forgives“ will mit jeder Szene Kunst sein, jede Einstellung ein Postermotiv, die Bilder sollen mehr aussagen als die Dialoge – von denen es auch nicht so viele gibt. Bedeutungsschwangere Blicke, Karaoke singende Thailänder und wieder stoische Blicke. Geredet wird nicht viel, bewegt wird sich auch nicht viel, alles spielt sich exakt in der Bildmitte ab. Das soll viel aussagen, tut es aber nicht, da es zu gewollt ist. Man kann da viel reininterpretieren, muss man aber nicht. „Only God Forgives“ ist der ambitionierteste und gleichzeitig bedeutungsloseste Film den ich in der letzten Zeit gesehen habe. Schicke Bilder, gute Schauspieler, die aber über die gesamte Laufzeit nur gelangweilt in der Gegend rumgucken: Ne.
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96 HOURS – TAKEN 2 (Extended Cut) [2012]

taken2_01„Ja Mensch“, wird sich der deutsche Verleih gedacht haben, „doch noch ne Fortsetzung, und die hat nicht mal nen eigenständigen Namen. Und die hat nicht mal im Ansatz einen Bezug zu unseren 96 Stunden, die der deutsche Kinobesucher aber nun mal braucht, um den Film toll zu finden. Na, dann heißt der Film halt ’96 Hours – Taken 2′. ’96 Hours 2′ klingt ja schließlich auch blöd.“. So oder ähnlich mag das gewesen sein, damals, als sich die Fortsetzung von Liam Neesons Rachefilm ankündigte. Und man hatte schon die Befürchtung: So dumm die Entscheidung war, einem Film mit englischem Titel für den deutschen Markt einen neuen englischen Titel zu verpassen, so dumm könnte eine Fortsetzung zu diesem schon für einen Teil relativ inhaltsleeren Actioner werden. Den ersten Teil fand ich gut – rasant, actionreich, geradlinig, wenn auch mit ohne Story – aber das ist ja immer so eine Sache mit Fortsetzungen. Kennt man ja.

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DARK SHADOWS [2012]

darkshadows_01Tim Burton, Johnny Depp, Helena Bonham-Carter, Danny Elfman: Eine Kombination, die man so oder ähnlich schon kennt. Und zumindest wenn die zwei bis drei erstgenannten zusammen arbeiten, kommt da häufig was Gutes bei rum. Nicht immer – man denke da nur mal an „Alice im Wunderland“. Aber es kommt vor – siehe zuletzt „Sweeney Todd“. Doch kann man allen Optimisten die darauf hoffen, mit „Dark Shadows“ einen sehr guten Burton zu sehen gleich den Wind aus den Segeln nehmen: Dem ist nicht wirklich so. Immerhin ist er jedoch besser als „Alice“, was ja auch schon mal viel wert ist. Woran das liegt? Vielleicht weil ich vor der Sichtung schon völlig genervt war, weil sich bei der Blu Ray beim Filmstart das Bild-im-Bild Bonusmaterial nicht abstellen ließ, obwohl es laut Menü „aus“ war. Wem das ähnlich geht: Auch wenn es „aus“ ist, muss man’s erst „an“ stellen, um es dann wieder „aus“ zu stellen. Danke, Warner. Ging ja bestimmt nicht anders. Zurück zur Ausgangsfrage: Vielleicht lag’s aber auch am Film.

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OH BOY [2012]

ohboy_01Da sitzt man abends in seinem neu erworbenem Eigenheim auf dem Land, das Feuer lodert im Kamin, die Katze reckt sich neben einem auf dem Sofa und man schaut in Ruhe, welche Filme auf dem Festplattenreceiver noch zur Verfügung stehen. Dann entscheidet man sich für einen Film über einen jungen Mann, der mitten in Berlin eine kleine Sinnkrise durchmacht, ohne Geld, ohne Plan, ohne Kaffee. Und fragt sich, ob man da überhaupt mitreden kann. Ob man seine Sorgen nachvollziehen kann. Oder ob man ähnliches erlebt haben muss, um sich mit ihm zu identifizieren. Ob man ein Stadtkind sein muss. Und was soll ich sagen: Da sind die Sorgen relativ unbegründet. Der Weg ist das Ziel, die Vergangenheit eher nebensächlich, und solche Gedanken wie dieser junge Mann hat sich wohl schon jeder in ähnlicher Form in dem Alter gemacht. Aber noch viel mehr ist es sowieso ein Film über Berlin.

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SCHUTZENGEL [2012]

Schutzengel_01Ich gehöre ja nicht zu den Leuten, die prinzipiell etwas gegen Til Schweiger haben, auch wenn das modern ist. Ich fand „Der Eisbär“ gut, ich mag auch „Barfuss“, „Keinohrhasen“ ist jetzt auch kein Totalausfall, „Wo ist Fred?“ ist auch recht amüsant. Schweigers Problem ist einfach, dass er seine Rollen immer ähnlich anlegt, von Wandlungsfähigkeit kann man kaum sprechen. Und so sind seine Parts oftmals die schwächeren, die o.g. Filme ansonsten aber nicht so schlecht, wie sie gerne gemacht werden. Und die neueren sehen nicht nur gleich aus (Sepia FTW!), die Plakatgestaltungen sprechen oft schon Bände, wie innovativ die Filme dann tatsächlich sind. Jetzt also: „Schutzengel“. Mal nichts mit Romantik und Kitsch, dafür aber Action. Aber trotzdem mit viel Gefühl? Wenn das mal gut geht.

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LOOPER [2012]

looper_01Danke, „Elysium„, „Oblivion„, „Timeline„, „Pandorum“ und wie ihr alle heißt: Dank eurer Durchschnittlichkeit weiß man das Gute besser zu schätzen. Oder wird vielleicht weniger anspruchsvoll und ist eher zur Begeisterung bereit, man weiß es nicht. Was uns aber die Science-Fiction der letzten Jahre gelehrt hat: Es geht mehr und mehr um Action und Effekte und weniger um eine schlüssige Geschichte. Und von sowas geht man ja auch erst einmal aus, wenn man sich den Trailer zu „Looper“ anschaut. in welchem es ja auch an allen Ecken kracht und explodiert. Gefühlt mehr als in dem ganzen Film.

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