Shortcuts: BANSHEE – Season 1; BREAKING BAD – Season 2; ABRAHAM LINCOLN VAMPIRJÄGER [2012]

Banshee – Season 1

banshee1_01Ein neuer Sheriff ist in der Stadt – und was für einer! Ein Ex-Sträfling, der nur die Identität des an seinem ersten Tag ermordeten Sheriffs annimmt, um vor seinem Ex-Partner Rabbit unterzutauchen, dem er vor seiner Inhaftierung Diamenten gestohlen hatte. Das es auch ansonsten in der kleinen Stadt Banshee nicht all zu ruhig ist, davon ist schnell auszugehen. Eine kompromisslose Action-Serie mit einer absurd hoch anmutenden Anzahl von Sex-Szenen und expliziter Gewalt, dabei aber auch noch spannend (aber auch weniger komplex, als man zuerst meint). So ganz sauber scheint in dieser kleinen Stadt schließlich niemand zu sein. Das der ausstrahlende Sender Cinemax zu HBO gehört, macht sich bemerkbar, dass die Serie von den Machern von „True Blood“ ist, hier nur als Info, über die Aussagekraft dieser Info kann ich nichts sagen. Wenn Rodriguez und Tarantino eine Serie machen würden, es wäre „Banshee“.
kritik85_xb

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DER VORNAME [2012]

dervorname_01Der Wahl eines Namens für sein Kind ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Schließlich muss dieser Mensch sein Leben lang damit herumlaufen, Namen, die anfangs niedlich klingen oder den eigenen Status betonen sollen, können dem Kind zukünftig zum Verhängnis werden – nicht nur während der Schulzeit. Namen wie „Gandalf-Merlin“ können da schon zur Belastung werden – von der damaligen Kevin-Welle brauchen wir ja nicht zu sprechen. Aber dann gibt es natürlich noch Vornamen, die rein geschichtlich betrachtet schon negativ belegt sind, würde man bei Personen dieses Names doch immer an den berüchtigten Namensvetter denken. Osama zum Beispiel. Und dann wird es ein Problem.
(Spoilerfrei – der Name wird hier nicht genannt!)

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Shortcuts: 21 JUMP STREET [2012]; COMMUNITY – Season 1; DAWN OF THE DEAD [2004]

21 Jump Street

21jumpstreet1_01Kino-Neuverfilmungen von Serien sind ja so eine Sache, die meistens nach hinten los geht. Viel mit der Serie haben sie meist nicht zu tun und so enttäuschen sie dann doch relativ häufig. Während der erste Teil von „Charlys Angels“ noch recht spaßig war, war der zweite Teil doch ziemlich Mist. Auch das „A-Team“ war nicht so der Überflieger. „21 Jump Street“ hat nun den Vorteil, dass ich die Serie so gut wie gar nicht kenne, von einzelnen Ausschnitten einmal abgesehen, so dass der Film für sich allein stand – was erstaunlich gut funktionierte, macht er doch keinesfalls den Fehler, sich selbst zu ernst zu nehmen, ganz im Gegenteil wird hier mit der Erwartungshaltung des Zuschauers gespielt, und sei es bei der Frage, wann denn endlich mal was explodiert. Auch die Einführung des Captains ist gelungen, wo er selber gesteht dass ihnen nichts besseres eingefallen ist als eine Neuauflage. Herrlich albern und abgedreht, aber nicht zu platt: „21 Jump Street“ habe ich bestimmt nicht zum letzten Mal gesehen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
kritik

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Shortcuts: ICE AGE 4 [2012]; CHERNOBYL DIARIES [2012]; DÜSTERE LEGENDEN [1998]

Ice Age 4

IceAge4_01Scrat verursacht die kontinentale Plattenverschiebung und darum wird Manni von seiner Familie getrennt. Das bedeutet mal wieder noch mehr neue Nebenfiguren, eine belangloser als die andere, selbst Sids Oma hätte man eigentlich noch „böser“ oder besser gesagt verbitterter darstellen müssen. Qualitativ von Teil 1 meilenweit entfernt, schippert „Ice Age 4“ im wahrsten Sinne des Wortes in die Belanglosigkeit. Alles wirkt wie schon mal dagewesen, die ganze Moral-von-der-Geschicht ist auch nicht gerade innovativ, die Piraten sind nervig (gabs die eigentlich schon vor der Verschiebung der Erdplatten, oder hat sich die Gang innerhalb einer halben Stunde gebildet??). Dem ganzen die Krone setzt der Abspann auf, wo wieder einmal alle Beteiligten singen und tanzen dürfen. Ja, auch die Bösen. Wäre Scrat nicht gewesen, ich hätte nicht zu Ende geschaut.
kritik5_xb

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VIELLEICHT LIEBER MORGEN [2012]

„There are people who forget what it’s like to be 16 when they turn 17.“

VielleichtLieberMorgen_01„Vielleicht lieber morgen“, „The Perks of beeing a Wallflower“, „Das also ist mein Leben“ – wie man den Film bzw. die Geschichte dahinter auch nennen mag – ist, ich nehme es vorweg, einer DER zu Unrecht untergegangenen Filme des Jahres 2012. Ob das nun, wie von einigen vermutet, einzig am unglücklichen deutschen Titel liegt, sei mal dahingestellt. Aber, um Stephen Chboskys Hauptfigur Charlie in abgewandelter Form zu zitieren: Der Film macht glücklich und traurig zugleich und ich versuche jetzt mal herauszufinden, wie das eigentlich sein kann.

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MERIDA – LEGENDE DER HIGHLANDS [2012]

merida_01Bei Pixar-Filmen weiß man in der Regel was einen erwartet – Übernahme von Disney hin oder her, groß geändert hat sich eher nichts. Top Animationen, witzige Charaktere und Geschichten, zumeist frei von Kitsch und Klischees, aber trotzdem nicht frei von Gefühlen. Selbst bei Fortsetzungen wie bei der „Toy Story„-Reihe gelingt es dem Studio, die Qualität hoch zu halten. Es gab also bisher keinerlei Ausreißer nach unten – wobei ich „Cars 2“ als einzigen Film neben „Merida“ noch nicht gesesehen hatte. Ihr seht also: Ich hatte hohe Erwartungen in „Merida“ – trotz der ersten weiblichen Hauptrolle eines Pixar-Films und trotz zu erwartender Prinzessinen-Story, die doch im Vorfeld sehr nach Disney-Märchen roch.

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DIE BOURNE-REIHE: IDENTITÄT / VERSCHWÖRUNG / ULTIMATUM / VERMÄCHTNIS [2002-2012]

„Wer ist Jason Bourne?“

Diese Frage musste sich Matt Damon 2002 in dem Film Die Bourne Identität nicht als erster stellen, denn bereits 1988 war Richard Chamberlain auf der Suche nach seiner Vergangenheit. Da die Sichtung dieses Zweiteilers jedoch schon zu lange her ist und die Erinnerung erst noch wieder aufgefrischt werden muss, beschäftigen wir uns vorab schon mal mit den Bournes neueren Baujahres.

Die Bourne Identität [2002]

diebourneidentitat_012002 war es soweit: Matt Damon durfte sein Gedächtnis verlieren und seine Version eines ahnungslosen Jason Bourne abgeben. Herausgekommen ist ein bodenständiger Agententhriller, der versucht halbwegs realistisch zu wirken – was größtenteils auch funktioniert. Wenn es einem zunächst auch schwer fällt, Matt Damon den knallharten Spezialagenten abzukaufen, fällt einem das im Laufe des Filmes immer leichter. Viel schlimmer finde ich da allerdings die Besetzung von Franka Potente, welche wohl hauptsächlich die deutschen bzw. europäischen Zuschauer ins Kino locken sollte (der einzige Grund, warum ja auch hin und wieder Til Schweiger in Hollywoodfilmen auftaucht). Bis auf die Treppenhausszene also ein spannender, glaubwürdiger Film, bei dem man auch in actionreicheren Momenten nie die Übersicht verliert oder den Kopf auf die Tischkante schlagen müsste.
kritik

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FRAKTUS [2012]

fraktus_01Es gibt sie noch, diese Filme, von denen man im Vorfeld nie etwas gehört hat und die einem dann wärmstens empfohlen werden. Oft sind es dann ja deutsche Filme, wo man dann reflexartig sagt, ok, das hat Gründe warum man da nichts von hört, aber die Erfahrung zeigt ja: Der deutsche Film an sich ist oftmals besser als sein Ruf und so viel mehr als nur die Filme des Joshua Zenker. Und wenn nun dieser ominöse „deutsche Film“ auf das Genre der Mockumentary trifft? Nun, dann heißt das Ergebnis nicht zwangsläufig „Stromberg“, sondern dann kommt auch mal sowas wie „Fraktus“ dabei heraus. Und man ärgert sich, dass der Film bisher an einem vorbeigegangen ist.

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Shortcuts: TÜRKISCH FÜR ANFÄNGER (2012); FAST FIVE (2011); FAST & FURIOUS 6 (2013)

Türkisch für Anfänger

türkisch1_01Ich kannte die Serie nicht, ich hatte keine Ahnung worum es überhaupt geht, und ich wurde positiv überrascht. Eine erfrischende, deutsche Liebeskomödie abseits vom Schweiger-Kitsch, deren Ausgang zwar vorhersehbar ist, aber in welcher Liebeskomödie ist das nicht so. Die Charaktere sind zwar stereotyp, der türkische Macho muss sich nicht mal großartig ändern, um das Mädchen zu kriegen und überhaupt besteht der Film fast nur aus Comicfiguren, aber das ist für diese 100 Minuten egal, denn trotz ein paar Längen im Mittelteil mit seinen unvermeidlichen sentimentalen Szenen sprüht der Rest des Films vor Charme und pointierten Onelinern, welche man einer öffentlich-rechtlichen Produktion so gar nicht zugetraut hätte. Und wenn man dann noch liest, dass die Serie in fast allen Punkten besser sein soll, dann ist das ja das nächste, was man angehen sollte.
kritik

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