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MAN OF STEEL 3D [2013]

manofsteel_01Nachdem die Tage des Donners (Richard) bzw. nachdem die Ära Christopher Reeves im blauen Strampler gezählt war, wurde es ruhig um den außerirdischen Tausendsassa. Erst 2006 durfte sich Bryan Singer am Urhelden versuchen, nachdem er ja schon die X-Men zum Erfolg führte. Das dies aber kein Freifahrtsschein war für einen super Superman-Film, zeigte sich recht deutlich: “Superman Returns” enttäuschte auf ganzer Linie, kein Wunder also, dass wieder einmal Ruhe einkehrte. Eines Tages nun belebte Christopher Nolan “Batman” und lieferte eine zumindest vom Erfolg her grandiose Trilogie ab, und wenn noch etwas aus Clark Kents Abenteuern zu machen sein sollte, dann doch wohl mit Nolan als Drehbuchautor an Bord?

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Shortcuts: COLOMBIANA [2011]; DICK TRACY [1990]

Colombiana

Colombiana _01Luc Besson und seine starken, aber verletzlichen Frauen: Nikita, Mathilda, das 5. Element, Jeanne D’Arc, Cataleya. Wenn auch sein Werk viel mehr Filme mit unterschiedlichen Handlungen umfasst, so sind es doch diese Frauen, zu denen er immer wieder zurückkehrt – sie aber auch immer anders verortet: Die Gegenwart, die Zukunft, die Vergangenheit, Weltraum, Frankreich, Kolumbien: Sich diesen Frauen in den Weg zu stellen, sei niemandem geraten, egal wann oder wo. Bei “Colombiana” hat er, auch wenn es ein harter Rachethriller sein soll, das Menschliche übersehen, insbesondere für Cataleya entwickelt der Zuschauer keinerlei Mitgefühl, scheint sie doch selber auch nichts zu fühlen und schon als Kind ein eiskalter Racheengel zu sein, dem keinerlei Fehler unterlaufen. Schade, ein zweiter “Léon” ist dieser Film bei weitem nicht, dafür sind auch die Actionszenen viel zu hektisch geschnitten, so dass diese eher lächerlich wirken.
Ein Film der stark beginnt aber ebenso stark abbaut.
kritik

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DAREDEVIL – DIRECTORS CUT [2005]

daredevil_01Wer sich dazu entschließt, Superheld zu werden, entschließt sich im Grunde im gleichen Atemzug für den frühzeitigen Tod seiner Eltern. Oder anders: Der frühzeitige Tod der Eltern ist ja oft ausschlaggebend für die Entscheidung, Superheld zu werden. Das ist zwar keine neue Erkenntniss, haben doch die wenigsten Helden ein glückliches Familienleben und eine frohe Kindheit gehabt, aber trotzdem sollte es noch einmal erwähnt werden – all zu oft treffen junge Leute eine Berufswahl, deren Konsequzen sie nicht im Vorfeld bedacht haben. Das dieses Schicksal aber nicht immer nur Superhelden betrifft sondern manchmal auch ihre Gegenspieler, kommt auch schon mal vor, unter anderem hier. Womit wir in “Daredevil” schon mal zwei Klischees abgedeckt hätten. Mal gucken, was noch so auf uns zu kommt.

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IRON MAN 3 (3D) [2013]

ironman3_01Von allen Superhelden des filmischen Marvel-Universums gefällt mir “Iron Man” noch am besten, wie meine letzten Kritiken zu den letzten Marvel-Filmen vermutlich deutlich gemacht haben. So habe ich selbstverständlich die ersten beiden Teile überbewertet und so gefiel es mir natürlich auch sehr gut, dass Iron Man in “The Avengers” eine führende Rolle übernehmen durfte. Jetzt also Film 1 nach den Rächern und die bereits zweite Fortsetzung, von der ich inständig gehofft hatte, dass sie das Niveau der Vorgänger hält. Nicht so wie beispielsweise “Spider-Man“, der im dritten Teil doch stark nachgelassen hatte.

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Kurzkritiken: SPIDER-MAN 1-3 [2002 - 2007]; THE AMAZING SPIDER-MAN [2012]

“Du bist größer als du aussiehst!” – “Ich geh geduckt.”

Bedeutungsschwangere Reden, Pathos, Kitsch und Teenie-Probleme: Der erste “Spider Man” von Raimie war so ein typischer, klischeebeladener Superheldenfilm, das ist mir jetzt erst aufgefallen. Beispielhaft sei hier zu erwähnen, dass es wohl kaum einen klassischen Superheldenfilm gibt, bei dem unser Held nicht in regnerischer Nacht einen im Auto davonjagenden Gangster verfolgt, dem schon die Polizei auf den Fersen ist. Vorgeschichte, Kräfteerlangung, Motivation (persönliches Drama), Antagonist: Alles ist hier schön vom Reißbrett skizziert und Parkers persönliches Drama kommt auch nicht zu kurz. Es geht um unerfüllte Liebe von jemandem, der Opfer bringen muss, für die Sache, für die er kämpft. Aber gleichzeitig auch um die Rivalität mit seinem besten Freund um eben jenes Mädchen, was sich aber (natürlich) schon längst in den kostümierten Kämpfer für das Gute verliebt hat. Fast alles, was gesagt wird, ist von tiefer Bedeutung, für den Helden (“Aus großer Kraft entsteht große Verantwortung”) als auch für die, die er liebt (“Ich werde immer dein Freund sein” – “Nur mein Freund?”). Konflikte werden vorbereitet (“Eines Tages wird Spider-Man dafür bezahlen!”) und aufgelöst (“Ich hatte einen Vater. Sein Name war Ben!”). Und doch: All das ist Raimi durchaus bewusst, so dass sein “Spider-Man” einfach nur unterhalten und keine realistische Charakterstudie sein will. Nur so ist schließlich auch zu erklären, dass Spider-Man in den animierten Sequenzen wie ein Gummiball auf Crack ohne Einfluss jeglicher Schwerkraft durch die Stadt hüpft. Und noch eines wird deutlich: Raimie erfüllt seinen “Spider-Man” mit Liebe. So kitschig sich das anhört: Man fühlt mit den Charakteren, man lacht mit ihnen, und was noch wichtiger: Man bangt um sie.

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Kritik: THE AVENGERS 3D [2012]

“Guys! I’m bringing the party to you!”

Natürlich ist es üblich, vor einem Film mehrere Teaser und Trailer rauszuhauen, um das Interesse an dem Film zu wecken, hochzuhalten, zu entfachen. Klappt manchmal gut, manchmal schlecht, und dann heißt es oft “Der Trailer war ja besser als der Film!”. Bei Marvel muss man sich des Risikos bewusst gewesen sein, brachte aber trotzdem gleich mehrere Trailer in Spielfilmlänge heraus, getarnt als eigenständige Spielfilme: “Der unglaubliche Hulk“, “Iron Man” 1 + 2, “Captain America” und “Thor“: Nichts bereitet besser auf einen Film vor als ein Film. Oder fünf Filme. Einen Vorteil hat diese Vorgehensweise aber durchaus: Dadurch erspart man sich eine womöglich langwierige Charaktereinführung im Hauptfilm und es kann gleich zur Sache gehen.

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Shortcuts: STARSHIP TROOPERS [1997]; BATTLE OF LOS ANGELES [2011]; DIE SCHLÜMPFE [2011]

Starship Troopers

Verhoevens Science-Fiction-Film, der einen Haufen Schönlinge aus ihre “OC California” Glitzerwelt direkt in den Krieg gegen außerirdische Bugs wirft. Zum Film selber braucht man vermutlich gar nichts zu sagen, aber was für mich neu war: Der Film selber zwar ungeschnitten, die deutsche Synchro ist jedoch enorm sinnverfälschend zensiert. Während im Original nur Soldaten als vollwertige Bürger gelten und z.B. Wahlrecht haben, wird dies in der deutschen Fassung vorsichtshalber umgangen, in dem immer nur von Soldaten geredet wird und Kinder beschützen und so. Das an einer Stelle davon die Rede ist, dass die Demokratie nichts taugt und pure Gewalt die Lösung ist – davon wollte man in Deutschland lieber nichts hören. Futter für alle OT-Verfechter, was schade ist, da die deutsche Synchro ansonsten als gelungen bezeichnet werden kann. Bei aktuellen Sichtungen übrigen sehr witzig: Neil Patrick Harris als Nachrichten-Offizier im Gestapo-Look. Suit up!

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