Kritik: KEINOHRHASEN




„Ich trink Ouzo. Was machst du so?“

Ludo hat ein Problem: Da er es mit seinem letzten Auftrag als Paparazzo etwas übertrieben hat, wird er zu 300 Sozialstunden im Kinderhort verurteilt. Dort lernt er Anna kennen – die er als Kind immer gehänselt hat. Anna hat ihm dies nie verziehen und macht im das Leben im Hort zur Hölle. Bis beide merken, dass sie sich vielleicht doch ein klein wenig leiden können…


Eigentlich mag ich Til Schweiger ja nicht so wirklich. Irgendwie spielt er alle seine Rollen ziemlich gleich und vertraut darauf, dass seine Spielweise einfach zu jeder Rolle passt – was aber im Grunde nur in Filmen wie „Wo ist Fred“ oder „Keinohrhasen“, um mal neuere Beispiele zu nennen. „Der Eisbär“ war zwar im Grunde auch ganz gut, aber da war seine Leistung nicht ganz so überzeugend. In „Keinohrhasen“ kann er seine Rolle als Frauenheld voll und ganz ausleben und ich kann mir vorstellen, dass dies auch ganz gut zieht. Wobei Nora Tschirner meiner Meinung nach – aber lassen wir das.

Der Film überzeugt aber nicht nur bei den Darstellern (was bei dem Massenauflauf an bekannten Gesichtern wohl auch fatal wäre), sondern irgendwie auch in fast allen anderen Punkten. Kein Gag ist dem Film zu schade, um ihn auszulassen, keine Spur vom trockenen deutschen Kino, wie man es zu kennen glaubt, sogar an einen hippen Soundtrack wurde gedacht (auch wenn der meiner Meinung nach auf der DVD im Surround-Sound die Stimmen etwas überlagert…). Kein Film also, der einen mit ernsthaften Beziehungskrisen überfällt, das wir hierzulande ja gerne gemacht. Und wenn etwas witzig sein sollte, wurde damals ja so lange darüber geredet, bis es einfach nicht mehr witzig war. Hier also, wie gesagt, nicht so.

Hier aber, das sei auch gesagt, sollte man keine großen Erwartungen an Story oder Logik stellen, in diesem Punkt ist „Keinohrhasen“ ne klassische Liebeskomödie ohne Anspruch. Und woher Anna wissen will, wie sich Ludo im Bett anhört, obwohl sie sich zuletzt als Kind gesehen haben, wird auf ewig ein Rätsel bleiben.

Trotz dessen: „Keinohrhasen“ hat den Erfolg verdient und wenn die Fortsetzung mindestens genauso gut wird, dann freu ich mich drauf!


(YouTube)


Update:
Dieser Film könnte Euch gefallen, wenn Ihr Folgendes mögt:
„Wo ist Fred?“, die Grundstory von Liebeskomödien, Schauspielerkinder

6 Kommentare

  1. lalia · September 3, 2008

    hm, mal schaun… ist schon ein reiner Liebesfilm, oder? Ich hab ziemlich wenig Romantik in meinem DVD-Schrank ^^#

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  2. Xander · September 3, 2008

    Hm, ja nich nur. Schon hauptsächlich Komödie bei dem sich die beiden (natürlich) am Ende kriegen. Aber schon sehr lustig. So richtig übertrieben kitschig romantisch wirds eigentlich nicht. Meiner Meinung nach.

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