Brian Michael Bendis, Steve McNiven, Sara Pichelli: GUARDIANS OF THE GALAXY – Band 1, 2, 3

guardians_01In dieser Woche war es soweit: Marvels bunt zusammengewürfelter Haufen von Weltraumhelden lief im Kino an. Die gab’s früher schon mal, waren mir – bis zur Filmankündigung – jedoch völlig unbekannt. Zeit also, die Jungs (und das Mädel) vor der Sichtung schon mal näher zu beleuchten, damit die Kennenlernphase im Kino schon mal entfällt und es gleich zur Sache gehen kann. Also, wenn Ihr versteht was ich meine. Und in den Comics geht es ziemlich zur Sache – sowohl, als auch.

Der erste Band dient dabei in erster Linie der Einführung der Charaktere. Dabei könnten die Guardians unterschiedlicher nicht sein, hervorzuheben wären da wohl zuerst einmal der Baum Groot und Waschbär Rocket, aber auch Peter Quill alias Star-Lord, Drax (der Zerstörer), Gamora und Iron Man sollten nicht unerwähnt bleiben. Gemeinsam haben sie es sich zum Ziel gesetzt, die Erde zu beschützen, welche (aus Gründen) von Peters Vater zum Abschuss freigegeben wurde.

Während uns Band 1 also die Vorgeschichte und den Auslöser der Geschehnisse präsentiert, wird das ganze im Folgenden in einen größeren Zusammenhang gequetscht, „Infinity“. Und DAS ist dann so in etwa, was ich hier angesprochen habe. Super Idee von Marvel, die Jungs gleich in den ersten Bänden ins Event mit einzubeziehen – während man eigentlich noch dabei ist, alle kennenzulernen, springt die gerade erst begonnene Geschichte schon, denn: „Weiter geht’s in Infinity Band 6“. Und zack befindet man sich zeitlich eben NACH den „Infinity“-Geschehnissen. Und ja, man kann es sich denken: Um den vollen Überblick zu haben, muss man querlesen. Mach ich aber nicht, denn hier geht es um die Guardians.

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Denn davon einmal abgesehen, gefallen mir die Charaktere schon sehr gut, vor allem (wie wahrscheinlich den meisten) Rocket, der genmanipulierte Waschbär, der einzige seiner Art (?). Dabei leben die Comics, zumindest bis jetzt, vor allem durch die Action und ihren Humor. Andauernd kracht es irgendwo, gibt es Prügeleien, und auch als Angela auftaucht gibt es erst was auf die Fresse bevor man sich anfreundet. Insofern gibt es – vom ersten Kapitel in Band eins einmal abgesehen – kaum ruhige Momente und vor allem in Band drei hat man eher das Gefühl einzelne Episoden präsentiert zu bekommen als eine durchgehende Geschichte.

Wahre Comic-Fans mögen jetzt bitte nachsichtig sein, was mich aber schon störte war wie unübersichtlich manche Panels angelegt wurden. Teilweise musste ich mich nach dem Umblättern erst einmal grob orientieren, ob die Geschichte jetzt über eine Doppelseite erzählt wird oder wie man lesen muss. Das mag so üblich sein (hier merkt man, dass ich nicht so die lebenslange Comic-Erfahrung habe), wirkte auf mich aber eher unübersichtlich und teilweise störend.

Abschließend lässt sich aber festhalten, dass „Guardians of the Galaxy“ großen Spaß macht, frische Charaktere präsentiert und unglaublich witzig ist. Wenn man sich an die Lesart gewöhnt hat und wenn man „Infinity“ mal außen vor lässt, erwarten uns glaube ich noch tolle Geschichten aus dem All – und hoffentlich auch mit mehr Iron Man, der hier nur ein relativ kurzes Gastspiel hat.
kritik75_xb

5 Kommentare

  1. Florian Lieb (@Flo_Lieb) · August 30, 2014

    Ich selbst lese ja keine Superhelden-Comics, da mir das zu House M.D. bzw. C.S.I. mäßig ist: Immer wieder dieselbe Schose. Bösewicht/Gefahr–Rettungsaktion–Rewind. Wobei das zugegeben am Anfang einer neuen Serie aufgrund seiner „Frische“ (obschon es letztlich ja auch wieder nur ein- und dasselbe in neuer Umgebung ist) noch nicht so akut sein mag. In diesem Fall finde ich Iron Man aber auch etwas „shoe-horned in“, um nochmal die Aufmerksamkeit mit nem bekannten Gesicht zu pimpen. Aber immerhin freut es mich, dass du Comics (auch noch englischsprachige) konsumierst🙂

    Thumbs up!

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    • Xander · August 30, 2014

      Ja, ne, war auf deutsch😉
      Also das Bild ist kein Scan meiner Ausgabe.

      Und für Comics bin ich immer zu haben, werden aber seltener mit einem Blogeintrag gewürdigt, mit Ausnahmen, dafür gibt’s ja hier die Kategorie „Comics“.

      Die Sache mit Iron Man ist auch keine Große, er ist anfangs eben dabei und irgendwann nicht mehr. Man hätte ihn durchaus weglassen können.

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  2. Pingback: GUARDIANS OF THE GALAXY [2014] |
  3. DEGL-TOONS · September 18, 2014

    Bendis‘ Guardians sind echt in Ordnung, wie das meiste von ihm. Bisher unerreicht finde ich allerdings die Reihe von Dan Abnett und Andy Lanning – die haben die Guardians zu dem gemacht was sie sind. So als kleiner Lesetipp😉

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    • Xander · September 22, 2014

      Ist notiert! Werd ich dann auch bestimmt irgendwann noch mal zu kommen😉

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