KICK-ASS 2 [2013]

KickAss2_01Ganz normale Menschen verkleiden sich als Superhelden und bekämpfen Verbrechen? Klingt nach einem guten Stoff für eine Komödie und wurde auch gut umgesetzt, damals, mit „Kick-Ass“. Das war lustig, brutal, anarchisch, kurz gesagt: Super. Eine Fortsetzung war dabei nur eine Frage der Zeit, wo es ja dank der Comic-Vorlage auch noch Stoff genug gibt. Endlich feierte also auch ich ein Wiedersehen mit Kick-Ass und Hit-Girl, doch dabei sollte es nicht bleiben: Ganz wie bei den Superhelden-Vorbildern von Marvel oder DC wird auch hier eine Vereinigung von Helden gegründet, „Justice Forever“ und somit lernen wir noch einige Helden des Alltags mehr kennen, inklusive ihres bösen Gegenspielers, dem „Motherfucker“ – der aber auch ein alter Bekannter ist.


Ach, ich kann mit dem Wichtigsten nicht länger warten: „Kick Ass 2“ hat mich enttäuscht. Nach dem Prinzip „eine Fortsetzung ist ein Selbstläufer“ hat man das Gefühl, ein gewisser Gewaltgrad und jede Menge infantiler Fäkalhumor werden die Sache schon richten. Wobei eben diese Mischung bei einem FSK 18-Film nicht nur seltsam ist, sondern auch der Hauptgrund für sein Scheitern – neben der Tatsache, dass der Film unnötig sentimal und gefühlsduselig ist, was doch einiges an Tempo und Dynamik aus der Geschichte nimmt. Zudem nimmt sich der Film – im Gegensatz zum Erstling – dann doch etwas zu ernst. Ob gewollt oder nicht, manche Geschehnisse erinnern doch etwas sehr an die bekannten Vorgeschichten von bekannten Superhelden und somit hat man das Gefühl, man solle hier tatsächlich echten Helden zuschauen – die Prämisse dass es sich hier aber um ganz normale Leute im Kostüm handelt wird kaum genutzt. Stattdessen aber: „Erwachsenwerden mit Mindy“, eine Nebenhandlung, welche mitsamt Ihrer Auflösung mit dem Herumgekotze mehr als nur unnötig ist. Wann war es noch lustig, sich kotzende Menschen in einem Film anzuschauen – in den 90ern? Als man noch ein Kind war? Noch nie?

Und so wirkt das alles unausgegoren und nicht wirklich durchdacht. Fortsetzung ja – aber dann sollte man auch was Eigenständiges beitragen können, was „Kick Ass 2“ nur bedingt kann. Sicherlich hat auch dieser Film seine Momente – aber sie sind rarer gesät als noch im Vorgänger. Denn hier gilt größtenteils: Wenn die Geschichte nicht weiter weiß, muss entweder eine brutale Action-Sequenz her oder ein Fäkalwitz. Jim Carrey, der auf den ersten Blick „Watchmen“ entsprungen zu sein scheint, kann letztendlich dann doch nicht viel beitragen und bleibt hinter seinem Kostüm auch recht blass. So recht mag mir jetzt keine erinnerungswürdige Szene mit ihm einfallen, da geht es ihm dann aber ähnlich wie all den anderen Neuzugängen im Cast. Ob da jetzt Carrey oder sonstwer in der Uniform steckt – es ist egal.

Schade also – die Erwartungen waren groß, aber die Enttäuschung überwiegt. Überzogen brutal und infantil: „Kick-Ass 2“ kickt keine Ärsche sondern biedert sich größtenteils an den ersten Teil an.
kritik

3 Kommentare

  1. bullion · Juni 8, 2014

    Hmm, klingt eher so als müsste ich mich nicht beeilen, den noch zu schauen…

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    • Xander · Juni 8, 2014

      Es besteht ja immer noch die Chance das du das anders siehst. Für mich war es halt eine dieser Fortsetzungen, die es in der Form nicht gebraucht hätte.

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