Das aktuelle Interview! Heute: Xander

xanderWofür die Altpapiersammlung doch auch jetzt noch gut sein kann: Dadurch hatte ich „damals“ beim Medienjournal einen Artikel gefunden, in welchem sich der Wulf einfach mal selber interviewt. Da ich das für eine gute Idee halte und dieser Text dann im Anschluss eventuell auch auf meine „About“-Seite wandert, nutze ich die Gunst der Stunde, klaue mir die Idee und sogar einige der Fragen und nenne das dann investigativen Journalismus. Und wer weiß, wohin die Reise führt? Niemand wird mehr davor sicher sein, in Zukunft eine Mail mit einer Interviewanfrage zu erhalten, um die Leute hinter dem Link in meiner Blogroll vorzustellen…


F: Hallo Xander (X)! Übermorgen wird dein Filmblog „Xanders Blog“ (aka „at the movies“) fünf Jahre alt. Wie kam es dazu, dass du überhaupt unter die Blogger gegangen bist? Meines Wissens gab es da doch im Vorfeld kaum Berührungspunkte.

X: Hallo Fragesteller (F)! Das ist so nicht ganz richtig. Ich war schon länger bei WordPress angemeldet, es gab schon einen Versuch, einen Blog zu betreiben, das ist dann aber eingeschlafen – bis Januar 2008. Fünf Jahre ist natürlich eine lange Zeit, und so ein ums andere Mal war ich auch kurz davor, das Blog dicht zu machen. Angefangen hat es zu einer Zeit, in der ich unter der Woche arbeitsbedingt in eine anderen Stadt wohnte, quasi ganz alleine in der Fremde. Da es seinerzeit aber kein Leben neben der Firma gab, blieb abends nur mehr Zeit, vielleicht noch’n Film zu gucken und das Internet auswendig zu lernen. Da ich aber dort auch niemanden kannte, das Arbeitsverhältnis für mich persönlich schon sehr früh als zeitlich begrenzt eingeordnet hatte und somit auch keine Motivation hatte, mich unters Volk zu mischen, gab es auch niemanden, dem ich meine Meinung zu den Filmen aufzwingen konnte. Außer – Sie ahnen es – das Internet.

F: Und wie sieht diese Grundidee aus, sprich worum geht es bei „Xanders Blog“?

X: Wie gesagt: Die Grundidee war, meine Meinung zu den gesehenen Filmen niederzuschreiben. Aber am Anfang war ich da noch etwas größenwahnsinnig und wollte auch aktuelle News aus Film & Fernsehen reinpacken, sowie persönliche Meinungen zu allem Möglichen, „atm“ sollte zu den ganz Großen gehören. Das hat sich dann aber schnell gelegt. Weshalb es ja mittlerweile auch „Xanders Blog“ heißt.

F: Und unter welchem Motto agiert der Blog?

X: Das Motto war (und ist) „Filme. TV. Sowas.“. Womit eigentlich jedes Thema abgedeckt ist und ich mich nicht starr auf Filme konzentrieren muss. Das „m“ bei „atm“ konnte schließlich auch für „Music“ oder ganz allgemein „Media“ stehen. Und mit dem neuen Blognamen ist das Thema ja eh völlig egal.

F: Das klingt ja alles furchtbar aufregend… Kannst du dich an das Thema deines allerersten Beitrages erinnern?

X: Der erste Beitrag war eine abgewandelte Form des Standard-Wordpress-Artikels „Hello World“ – nur das es bei mir hieß „Auf geht’s“ und das Thema des Blogs vorgab. Zum Thema gab’s dann erst was mit dem dritten Eintrag – wie könnte es anders sein: „Doctor Who“. Und an dem Tag wurde ich auch erst Fan der Serie! Quasi ein historisches Ereignis.

F: Kannst du denn abschätzen, wie viele Artikel seither erschienen sind?

X: Mit diesem Interview müssten es um die 1.189 Artikel sein, keine Ahnung, wieviele davon Filmkritiken sind – so um die 400 vielleicht? Sie können ja mal zählen.

F: Und wird bei dir auch fleißig kommentiert? Kannst du uns sagen, wie viele Kommentare „atm2“ bzw. „xb“ bisher zählt?

X: Über 5.980 mal wurde hier kommentiert (also ca. 5 Kommentare pro Artikel), und ich bin für jeden einzelnen Kommentar dankbar.

F: Und sprichst du eine besondere Zielgruppe an oder hast deinen Blog dahingehend konzipiert?

X: Ich habe keine anvisierte Zielgruppe, hier kann kommen und lesen wer möchte und wems gefällt. Da ich allerdings nicht alles an Filmen gucke, werden sich auch vermutlich nicht alle hier wiederfinden.

F: Wie oft hat sich denn dein Blog schon von Grund auf verändert, beispielsweise im Rahmen eines Theme-Wechsels?

X: Einen Theme-Wechsel gab es tatsächlich erst ein Mal – und deshalb stand ja auch die „2“ im Titel hinter „atm“. Eine grundlegende Änderung an sich gab es aber nicht. Ich ändere gerne den Header, aber das wird dem einen oder anderen bestimmt schon aufgefallen sein. Wer einmal live erleben möchte, wie es hier früher aussah, und das nicht nur anhand von Screenshots, dem empfehle ich diese Seite: http://t.co/jyZrgf20. Und erwähnte ich schon, dass sich der Name des Blogs geändert hat?

F: Gibt es auch regelmäßige Serien und Aktionen auf dem Blog?

X: Ich würde nicht sagen regelmäßig – eher „wiederkehrend“. Da wär zum einen das „Earth Quiz“, was (nach meinem Empfinden) gerne angenommen wird. Zum anderen noch ein paar andere Quiz-Varianten, die Reihe „Gut gesagt“ mit Filmzitaten sowie Film- oder serienbezogene Beiträge, meist zu „Star Wars“, „Star Trek“ oder auch „Doctor Who“. Und, nicht zu vergessen: „Gesucht und… gefunden?“, die lustigsten Suchbegriffe, mit denen mein Blog gefunden wurde.

F: Und wie steht man bei dir zu Gastautoren?

X: Wer möchte – gerne! Ist ja auch eine Säule der Qualitätsoffensive.

F: Kommen wir zum Ende. Möchtest du noch etwas abschließend zu deinem Blog sagen? Was bringt uns die Zukunft?

X: So bald wird sich eigentlich nichts ändern, die größten Änderungen (Theme & Name) sind vollzogen, jetzt kann ich mich für’s erste wieder auf’s Wesentliche konzentrieren…

F: Abschließende Frage: Wie stehst du zu den „Vier Thesen zur deutschen Film-Blogosphäre„?

X: Kann ich nur teilweise zustimmen. Vielleicht gibt es keine bis zum Anschlag vernetzte Film-Blogosphäre – die ich allerdings auch nicht zwingend brauche. Ein Austausch findet auch so statt – meine Blogroll ist ständig im Wandel, man entdeckt häufig neue Blogs, dafür werden andere eingestellt – und durch (wenn auch von meiner Seite seltene) Kommentare und auch Facebook und Twitter findet ja ein Austausch statt. Vielleicht ist dies nur ein so genannter kleiner „Cluster“, es gibt ja hunderte mehr (deutsche) Filmblogs, aber mehr will ich auch gar nicht. Ich habe keine Lust, mich 24 Stunden am Tag um mein Netzwerk zu kümmern, zumal ich ja auch nur einen kleinen Hobbyblog betreibe. Ich verfolge ja nicht mal die „großen“ Blogs wie die Filmfreunde, und auch Moviepilot nutze ich nur für mich, denn je mehr Filme man bewertet, desto zutreffender werden tatsächlich die Vorhersagen. Schlussfolgerung: Ich brauch auch kein „Leitmedium“, von dem, schlimmstenfalls, dann ja doch nur alle abschreiben oder sich schlimmstenfalls in ihrer Meinung beeinflussen lassen.

F: Xander, ich danke dir für deine Zeit und die erschöpfenden Auskünfte und wünsche dir weiterhin viel Erfolg!

X: Vielen Dank, da nicht für!

23 Kommentare

  1. bullion · Januar 23, 2013

    Schönes Interview! Scheint mir als wären sich Interviewer und Interviewee sehr einig gewesen…😉

    Ich finde übrigens auch, dass „wir hier“ durchaus eine vernetzte Film-Blogosphäre bilden – wenn natürlich auch nur ein kleiner Bereich vom großen Ganzen, doch immerhin… und da die meisten „von uns“ hobbymäßig bloggen kommt eh kein Neid o.ä. auf. Finde ich super!

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    • Xander · Januar 23, 2013

      Also wer auf den anderen neidisch ist und nur auf die „Quoten“ aus ist geht auch falsch an die Sache ran. Und ich behaupte mal, das würde man merken.

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  2. _Garfield · Januar 23, 2013

    Wunderbare Idee! War sehr interessant. Freue mich auf weitere Interviews.🙂

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    • Xander · Januar 23, 2013

      Dann überlege ich mir mal wer als nächstes dran ist…🙂

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  3. Dos Corazones · Januar 23, 2013

    Ja, so ein Interview mit mir selbst habe ich auch schon mal für das Blog durchgeführt. Ist ne ganz witzige Sache.

    Und vielen Dank für den Link zu dem Internet-Archive. Das kannte ich noch gar nicht. Da konnte ich zum Teil zu meinem Entsetzen feststellen, wie mein Blog durch verschiedenste Themes gewandert ist.

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  4. Wulf | Medienjournal · Januar 23, 2013

    Gekonnt geklaut werter Kollege!😉 Aber mir scheint auch, dass hier zwischen Interviewer und Interviewtem noch mehr Eintracht herrschte als bei mir – äh – uns. Jetzt weiß ich auch endlich was es mit der Namensänderung auf sich hat. Schön auch die Idee, die mittlerweile berühmt berüchtigten „vier Thesen“ mit einzubauen, das mit dem Leitmedium sehe ich ganz ähnlich, kann den Bedarf nach so etwas nicht wirklich ausmachen und finde auch, dass „wir hier“ (wie bullion so schön sagte) doch untereinander ganz prima vernetzt sind.

    Und die „Wayback Machine“ kannte ich zwar dem Namen nach, mir war aber nicht klar was die tolles kann, also auch von mir danke für den Link!

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  5. donpozuelo · Januar 24, 2013

    😀 Eine sehr schöne Idee. Find ich gut, dass sich mal jemand die Zeit genommen hat, die Person hinter Xander genauer zu beleuchten😉 Immer sehr aufschlussreich… und, wenn ich das jetzt vorab schon mal sagen: Wow, fünf Jahre. Respekt.

    Zu diesem Artikel über die deutsche Film-Blogosphäre: Der geistert ja in letzter Zeit bei so einigen Leuten herum. Und ich muss sagen, ich stimme dir zu. Ich finde auch, dass gerade „wir Kleinen“ untereinander ja schon ganz gut zusammen klicken. So entsteht auch eine kleine Community… die wird vielleicht nicht die Welt verändern, aber das wollen wir ja auch gar nicht. Halt nur über Filme quatschen!!! Und dafür reicht’s…

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    • Xander · Januar 24, 2013

      So sieht’s aus! Obwohl Welt verändern auch cool wäre.

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  6. Sebastian · Januar 24, 2013

    Interessantes Interview. Knappe 2000 Artikel sind schon echt ne Hausnummer, dass da kommt man sich irgendwie so grün hinter den Ohren vor😀. Und echt nett zu sehen, wie einig sich dieser „Cluster“ in Hinsicht auf die vier Thesen ist.

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    • Xander · Januar 25, 2013

      Da müsste man doch was draus machen können… Sich unter einem Dach zusammenschließen, der „1. Deutsche Film-Cluster“ oder sowas🙂

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  7. Sebastian · Januar 25, 2013

    Christian’s Foyer ist jetzt ja schon dabei und hat ´nen echt interessantes Facebook-Projekt (https://www.facebook.com/FilmBlogosphare) gestartet. Also gefruchtet hat´s wohl auf jeden Fall schon mal. Kickstart-Cluster😉

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    • Xander · Januar 25, 2013

      Na dann wird demnächst mal auf „Gefällt mir“ geklickt😉

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  8. Pingback: Die deutsche Film-Blogosphäre: Übersicht der Beiträge « Real Virtuality
  9. Pingback: Media Monday #83 « Xanders Blog – Filme.TV.Sowas.
  10. Denis · Januar 28, 2013

    Hi Xander, die Thesen haben immerhin auch dazu geführt, dass ich mein Couchmonster-Blog reanimiert habe. Und bei Entlüften der Blogroll landete ich statt bei At the movies bei Xanders Blog. Den Namen habe ich dann geändert … und du bist von der ersten Stelle der Blogroll auf die letzte gerutscht. Verdammtes Alphabet.

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    • Xander · Januar 28, 2013

      Ja, das hab ich nicht bedacht… du könntest ja mal ganz entgegen des Mainstreams deine Blogroll in umgekehrter Reihenfolge präsentieren, das hätte doch was!
      Na, jedenfalls werd ich dann wohl meine Blogroll auch aktualisieren müssen😉

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    • Denis · Januar 28, 2013

      Dieses verdammte Link-Widget will meinen Befehlen nicht gehorchen… du musst wohl untern bleiben.🙂

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    • Xander · Januar 28, 2013

      Wie im richtigen Leben, das Beste kommt zum Schluss🙂

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  11. Sebastian · Februar 7, 2013

    Dürfte ich das Interview für meine Blogvorstellungen nutzen? Deine Seite hätte ich nämlich auch gerne mit dabei🙂

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    • Xander · Februar 7, 2013

      Selbstverständlich! Bei weiteren Fragen – einfach ne Mail.

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    • Sebastian · Februar 7, 2013

      Super, danke🙂. Deine Fragen an dich selbst sind eigentlich schon so umfangreich, dass mir für den Moment nicht einmal mehr groß was anderes einfallen würde. Falls ich noch was habe, gebe ich Bescheid – ansonsten baue ich´s ein und gebe dir Bescheid, wenn´s veröffentlicht ist.

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