Kritik: 300


„Es ist nur ein Auge mein Herr. Die Götter waren so gütig mir ein zweites zu geben!“

Leonidas, König der Griechen, wird vom Herrscher Persiens, Xerxes, vor die Wahl gestellt: Sofortige Kapitulation oder der Tod. Da das Orakel Spartas allerdings eine Niederlage vorhersieht, verweigert ihm der Senat, offiziell in den Krieg zu ziehen. Und so begibt er sich mit einer „Leibwache“ aus 300 tapferen Spartanern auf „Wanderschaft“ – zufällig in Richtung der Perser…


„Und er hoffte, dass jeder freie Mann, der dort einmal stehen würde, in all den Jahrhunderten die noch kommen werden, ihre Stimmen von den uralten Felsen flüstern: Wanderer, kommst du nach Sparta, so sage, du habest uns hier liegen sehen, wie das Gesetz es befahl.“

Ruhm, Ehre, Tapferkeit und böse Perser. Darum geht eigentlich in diesem testosterongeschwängerten Film über den Feldzug des Leonidas, welcher zwar selber historisch nicht so wirklich belegt ist, aber wohl kaum so stattgefunden hat, wie es dieser Film (und der zugrunde liegende Comic) darstellen.

Halbnackte, eingeölte Muskelpakete in Unterhosen und Umhang kämpfen bis der Arzt (zu spät) kommt, und das sehr ausdauernd und gute zwei Stunden lang. Dabei werden ab und zu wichtige, pathetische Reden geschwungen, zur Abwechslung (und zur Abwechslung zwischendurch) auch nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch vor dem Senat, aber das ist eher Nebensache und dient wohl eher dazu, die Laufzeit etwas zu strecken, denn wirklich von Bedeutung ist das nicht.

Wem sowas und die so gut wie nicht vorhandene Story eher egal ist, der kann sich allerdings an den Effekten und der Optik erfreuen, die ist recht gut gelungen, auch wenn sie nach „Sin City“ kein Alleinstellungsmerkmal mehr darstellt. Recht schick ist es trotzdem, man sieht manchen Szenen die digitale Herkunft zwar an, aber das stört nicht großartig. Die Musik wirkt zwar teilweise etwas aufgesetzt („So, jetzt gehts hoch her, wir brauchen treibende Elektro-Sounds!“), könnte aber dennoch an manchen Stellen etwas bombastischer daherkommen.

Und so ist „300“ zwar nett anzusehen, bietet aber letztendlich nichts besonderes und dürfte wohl nur für pubertierende Jugendliche wirklich interessant sein, die nach dem Film nur noch „Endkrass, Alter!“ murmeln können. Der Film ist ja auch ab 16, das dürfte grade so hinhauen.

Und Leonidas sieht aus wie George Clooney mit Bart.

Dieser Film könnte euch gefallen, wenn ihr Folgendes mögt:
„Gladiator“, die Schlachten aus „Herr der Ringe“ in Zeitlupe, Blut (viel)

5 Kommentare

  1. sunrisedreamer · September 17, 2008

    Aber ich mag doch den Film 😦

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  2. Xander · September 18, 2008

    War ja auch nur MEINE Meinung… jedem seine eigene 😉

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