Teaser: HANGOVER PART 2

Der erste Teil wurde (ja, auch von mir, im Nachhinein betrachtet) ziemlich überbewertet, und der Teaser zum zweiten ist mal so herrlich nichtssagend und gewollt auf cool getrimmt. Und das Einzige was mir dazu einfällt: Was soll das mit dem Affen???


Kinostart soll der 02. Juni 2011 sein.

A Boy With Glasses – Penguin Song

„My friends they told me not to go, but I think I really like it here.
There’s plenty of fish and chips and beer and I really love watching TV.“

Heute verweise ich mal von vorneherein auf die Quelle – gefunden habe ich folgendes Video beim Graval, und das hebe ich mal extra hervor, denn nicht nur das ich auch das Eingangszitat bei ihm geklaut hab (und er aus dem Lied, klar), sondern allen Anschein nach bekennt auch er sich offen zu Pinguinen, und das verdient Anerkennung.

P.S.: Und wenn Ihr schon nicht aufgrund des Pinguinlieds auf den Link zu seiner Seite klickt, oder weil ich Euch das empfehle, dann vielleicht wenn ich Euch sage, dass es da ab und an mal Lesbencontent gibt.

Kritik: 127 STUNDEN [2011]

Eigentlich konnte bei dem Film 127 Stunden mit Danny Boyle als Regisseur ja gar nichts schief gehen. Wenn ich von all seinen Filmen auch nur Trainspotting, 28 Days Later und Sunshine gesehen habe, so sind diese doch allesamt ziemlich super. Bei Slumdog Millionaire gehe ich auch erst einmal davon aus, bis mir eine Sichtung das Gegenteil beweist. Natürlich war die Umsetzung der Geschichte von Aron Ralston bestimmt nicht einfach, geht es doch, vereinfacht gesagt, nur darum, wie er 127 Stunden mit seiner Hand in einer Felsspalte feststeckt. Wie soll das einen Spielfilm füllen?

Man sollte denken, dass dann eben die Vorgeschichte Zeit in Anspruch nimmt, oder, wer den Ausgang der Geschichte nicht kennt, dass nebenbei noch von einer Suchaktion erzählt wird – nichts dergleichen. Recht schnell sind sowohl Aron als auch der Zuschauer im Canyon gefangen, und die Geschehnisse im Vorfeld scheinen weit weg. Der Film beginn in der lauten, bunten und hektischen Stadt, was uns Boyle mittels Splitscreen dreimal so deutlich machen will (und was ihm auch gelingt). Ist Aron erst mal eingeklemmt, kehrt fürs erste Ruhe ein. Und eine Ansicht auf seine Situation aus der Vogelperspektive macht deutlich, dass er echt in der Scheiße sitzt.

Und das zeigt man am besten, in dem man den Zuschauer an Arons Empfindungen teilhaben lässt, sie visualisiert. Dabei sind es nicht einmal die Schmerzen, auf die der Film – bis es zum Unausweichlichen kommt – kaum eingeht. Es ist beispielsweise der Durst und die drohende Wasserknappheit, die einem mehr als deutlich gemacht wird, der sich einschleichende Wahnsinn, wenn Aron halluziniert oder sich selber interviewt, inkl. Applaus und Publikumsgelächter vom Tonband. Und es sind Flashbacks (oder Halluzinationen?) von früher, seiner Exfreundin, seiner Familie, durch die man dem Protagonisten, der einem bis dato verhältnismäßig egal war, etwas näher kommt. Er wird einem nicht sympathisch, aber man wünscht ihm auch nicht den Tod. Und wenn der „Hollywood Reporter“ schreibt: „Jon Harris‘ Schnitt ist makellos“ möchte man hinzufügen: Der hatte ja auch besseres Schneidewerkzeug zur Verfügung als Aron.

127 Stunden ist ein großartiger Film. Es ist wirklich sehr lange her, das ich das letzte mal im Kino so von der intensiven Atmosphäre, die der Film aufbaut, mitgerissen wurde. Die Leistung Francos sowie die audiovisuelle Umsetzung lassen den Zuschauer mitlachen, mitbangen und sogar leichte Phantomschmerzen im rechten Arm verspüren. Wir hätten an dem Abend auch 72 Stunden mit Russell Crowe gucken können. Was 55 Stunden doch für einen Unterschied machen können: Denn DEN Film hätte man am nächsten Morgen bestimmt wieder vergessen. Bei 127 Stunden wird das nicht so schnell geschehen.

Kurzkritik: OFFSET [2006]

Brîndușa Herghelegiu (welch ein klangvoller Name!) ist Sekretärin und Dolmetscherin in der Druckerei von Nicu Iorga in Rumänien. Nebenbei ist sie aber auch noch seine Liebhaberin. Und dann kommt ja alles wie es kommen muss: Sie verliebt sich in einen deutschen Drucktechniker (das sind sowieso die Schlimmsten!) und will ihn gar heiraten. Das kann Iorga natürlich nicht auf sich sitzen lassen und macht einen auf Pate, den im Osten sind sowieso alle kriminell und holen gleich ihre Brüder, was Iorga dann auch im übertragenen Sinne tut. Des Technikers Eltern (ihr merkt schon, ich hab seinen Namen vergessen und bin zu faul zum nachschauen) sind derweil auch in Rumänien eingetroffen und wollen am liebsten gleich wieder weg, weil schön ist es ja nur zu Hause, aber immerhin, den Flughafen, den haben „wir“ ja gebaut.

Es gibt viel zu wenige Filme über die Druckindustrie. Im Grunde ist mir nur einer bekannt, der hat das schon im Titel, das Druckverfahren, mit welchem in der Druckerei gedruckt wird, die den Ausgangspunkt der Geschichte bildet: Offset. Leider jedoch ist der Film mit deutscher Beteiligung entstanden, und so handelt es sich um ein steifes Liebesdrama, welches viel aussagen will, aber nur selten aus dem Mittelmaß heraussticht. Der bereits erwähnte Titel des Films ist dabei jedoch nur eine Mogelpackung, denn der Film könnte genausogut in einer kroatischen Nudel-Fabrik spielen, wo dann ein italinischer Pasta-Techniker eine Makaroni-Maschine installiert und sich in die Tochter des Dorfsherriffs verliebt, oder so ähnlich. Es handelt sich ja doch nur um eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund zweier sich fremder Kulturen, nur halt nicht als Komödie wie etwa bei Maria, ihm schmeckt’s nicht, sondern als Drama inkl. schweren Entscheidungen, auch in Hinblick der eigenen Kultur und Herkunft. Eben diese Herkunft kommt bei Offset dann auch nicht wirklich ohne Klischees aus und so ist es teilweise doch ganz schön anstrengend, dem Film zu folgen. Punkte gibt es für das Thema, Alexandra Maria Lara und ein zwei netten Szenen. Ansonsten ein wirklich schlechter Film.

Serienkritik: DOCTOR WHO Classic Series Season 1

Was für ein Kulturschock: Soeben die letzte Folge der vierten, neuen Season abgeschlossen, danach gleich die ersten Folgen überhaupt gesehen, so von damals, in Schwarzweiß, wie alles begann. Wer sich noch vage daran erinnert, ich hatte mal das Intro der Neuauflage im Vergleich zum alten gepostet (hier) – alleine an diesem merkt man (natürlich) schon einen Unterschied. Ansonsten ist die Show nicht wirklich gut gealtert. Schlechte Effekte hin oder her (im Grunde merkt man schon, das wohl bestimmt 90% im Studio gedreht wurde, auch die Außenaufnahmen), aber einen gut 70-jährigen als Doktor zu akzeptieren, den man vorher nur aus der Neuauflage kannte, das fällt schon etwas schwer. Doch gibt es auch inhaltlich Unterschiede?

Die beiden Lehrer Barbara Wright und Ian Chesterton machen sich Sorgen um ihre Schülerin Susan Foreman: Einerseits ist sie brilliant in manchen Fächern, hat aber von manchen, teils alltäglichen Dingen keine Ahnung. Außerdem lassen ihre Noten in letzter Zeit nach. Ein Gespräch der Lehrer mit ihrem Großvater, bei dem sie lebt, will sie aber nicht zulassen. Eines Tages beobachten die beiden Susan auf dem Weg nach Hause und sie stellen fest, dass sie auf dem Schrottplatz lebt – in einer Telefonzelle! Ihr Großvater nennt sich selber der Doktor, und da sie jetzt die Telefonzelle (die TARDIS) kennen, und wissen, dass sie von innen größer als von außen ist, will der Doktor sie nicht mehr gehen lassen – schließlich würde es die Geschichte der Menschheit verändern, wenn sie von solchen Dingen weiß. Um eine voreilige Flucht der beiden Lehrer zu verhindern, reist der Doktor überstürzt mit beiden in die Vergangenheit…
Fake Trailer:

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Shortcuts: OSS 117 – DER SPION, DER SICH LIEBTE [2006]; ER SELBST IST SICH GENUG [2009]; PULVERFASS BAHIA [1965]

Als 1953 der erste James Bond Roman „Casino Royal“ erschien, gab es sein französisches Pendant Hubert Bonisseur de la Bath alias OSS 117 schon vier Jahre. Insgesamt gibt es um die 255 Romane und Erzählungen um den Frauenschwarm des französischen Geheimdienstes und acht Filme, der letzte erschien 1971.

OSS 117 – DER SPION, DER SICH LIEBTE [2006]

2006 hat man sich wieder des Themas angenommen, wohl wissend, das ein ernstgemeinter Agentenfilm mit ähnlichen Elementen wie James Bond wohl unweigerlich Vergleiche nach sich ziehen würde – vielleicht hat man diesen Film deshalb als Parodie auf den Agentenfilm angelegt. Ich weiß zwar nicht, wie das andere Resultat ausgesehen hätte, als Parodie jedenfalls gefällt mir dieser OSS 118 sehr gut. Oliver Kalkofe, der für die Synchronisation zuständig war, hat jedenfalls ganze Arbeit geleistet und das Ganze nicht zu einer Ansammlung von Albernheiten verkommen lassen. OSS 117 ist zwar auf der einen Seite völlig bescheuert, leicht naiv und nicht grade feinfühlig, doch muss man sich andererseits nicht fragen, wie er an den Job gekommen ist, denn wenn es darauf ankommt, kriegt er immer noch die Kurve. Die Story würde in einem James Bond Universum ohne weiteres ernst genommen werden und so fühlt man sich irgendwie gleich heimisch. Es sind aber so manche Szenen, die einem in Erinnerung bleiben, wo man hinter her immer mal wieder sagen kann: „Oder das mit dem Licht im Hühnerstall, oder wo er das Lied gesungen hat, oder einmal, als er morgens vom Muezzin geweckt wurde…“ – das ginge ewig so weiter. Sehr lustiger Film, und sehr empfehlenswert. Wenn auch leicht bekloppt.


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Trailer: RUBBER

Nicht ernsthaft oder?
Ich mein – das kann doch nicht.
Und wer das jetzt für ne gute Idee hält, der findet auch die Killertomaten gut. Aber, beste Stelle im Trailer:
„Is it black?“


(via)