Serienkritik: DEAD LIKE ME / SO GUT WIE TOT – Season 2

Vielleicht lag es daran, dass so lange Zeit zwischen den Sichtungen der beiden Staffeln vergangen ist, jedenfalls brauchte ich auch bei Season 2 so meine Zeit, um wieder mit der Serie warm zu werden. Es hatte sich zwar wenig geändert – George arbeitet auch imme noch bei „Happy Time“, doch vielleicht war dass das Problem. Georges ständige Monologe aus dem Off über Nichtigkeiten und zu wenig Fortschritt in der Geschichte.

Der Wendepunkt war dann „The Escape Artist“, die in meinen Augen wieder alles hatte, was die Serie auszeichnete: Jeder Seelensammler bekam genug Raum um seine Stärken (und Schwächen) auszuspielen was natürlich gleichbedeutend damit ist, dass der Humor nicht zu kurz kam. Auch Georges Familiengeschichte wirkte diesmal nicht aufgesetzt sondern dank ihrer Oma (die endlich mal etwas Leben in dieses depressive Haus brachte) wurde das etwas aufgelockert. Heimlicher Star der Serie ist ja sowieso Mason, und das hat er in dieser Episode wieder gezeigt.

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Trailer: PROJECT X

Ich hab keine Ahnung, was genau Todd Philipps uns da zeigt: Eine Party-Mockumentary? Könnte cool und völlig abgefahren werden, könnte aber auch voll in die Uhr gehen. Die Musik ist auf jeden Fall mehr als ok, von daher…

Kritik: DER KLEINE NICK [2010]

Was gab es für ein großes Hallo als es damals hieß, „Der Herr der Ringe“ wird verfilmt. Als unverfilmbar galt das Werk. Der Großteil der Fans jedoch konnte von Peter Jackson zufriedengestellt werden. Viel schwieriger als die detailierten Abenteuer Frodos in Mittelerde war für mich jedoch die Vorstellung, dass „Der kleine Nick“ verfilmt werden sollte. Nicht nur, dass Nick in all seinen Abenteuern als Ich-Erzähler auftritt, mit all seinen teilweisen naiven Sichtweisen und kindlicher Logik, die Geschichten sind für mich auch untrennbar mit den Zeichnungen Sempés verbunden. Ich war gespannt, wie das als Real-Verfilmung funktionieren sollte, vor allem die „Massen-Szenen“, in denen sich alle Jungs gegenseitig eins auf die Nase geben (außer Adalbert, weil der eine Brille trägt). Der Trailer wirkte damals ganz ok, ins Kino hab ichs nicht geschafft, nun also die Sichtung im Heimkino, und bei solchen Komödien ist das ja auch völlig ok.

Joachim ist entsetzt: Er hat ein kleines Brüderchen bekommen und fühlt sich nun völlig vernachlässigt. Als er dann eines Tages nicht in die Schule kommt, ist für Nick und die anderen Jungs die Sache klar: Joachim wurde im Wald ausgesetzt, da für ihn kein Platz mehr ist. Dann macht Nick eine schreckliche Entdeckung: Seine Eltern zeigen scheinbar die gleichen Symptome wie Joachims Eltern, kurz bevor sein Brüderchen da war. Er bekommt es mit der Angst zu tun: Was, wenn er nun auch ein Brüderchen bekommt und ebenfalls im Wald ausgesetzt wird? Das gilt es zu verhindern, und so heckt er mit seinen Kumpels einen Plan aus…

„Der kleine Nick“ spielt in einer steril überzeichneten Welt der 50er-60er-Jahre. Damals war die Welt noch in Ordnung und eines der größten Probleme ist da noch, wenn Nick für einen Schulaufsatz nicht weiß, was er später einmal werden will. Das Setting passt schon mal, denn zu der Zeit kamen ja auch die ersten Geschichten Nicks heraus. Wo es anfängt schwierig zu werden, sind die Charaktere. In den Büchern kennt man sie nur aus den Erzählungen von Nick. Ob das alles wirklich so ist, wie er es beschreibt weiß man nicht, denn Kinder sehen manche Dinge ja nun mal etwas anders, als sie tatsächlich sind, und dass macht ja auch mit den Charme aus. Für den Film jedoch muss man sich festlegen, denn obwohl Nick hier als Off-Sprecher agiert, entspringen die Bilder, die der Zuschauer zu sehen bekommt, nicht alleine seiner Sichtweise. Schließlich ist er nicht mal in allen Szenen anwesend, kann diese also auch nicht erzählen. Die überzeichneten Charaktere entsprechen jedoch trotzdem exakt denen aus den Büchern. Der dicke Otto, der immer am Essen ist, Chlodwig, der immer in der Ecke stehen muss oder Adalbert, der Klassenbeste – so kennt man sie, und so sieht man sie auch im Film. Und so hat jeder Charakter seine Momente (auch Nicks Eltern, die ganz andere Sorgen als die Kinder haben), und durch die Einbindung diverser Buch-Abenteuer fühlt man sich auch beständig an diese erinnert. Und doch fehlt irgendetwas, denn an den Charme der wuseligen Zeichnungen kommt leider keine der Kameraeinstellungen heran.

Man sollte Buchverfilmungen nicht immer an ihrer Vorlage messen. Wenn man diese jedoch kennt, ist es fast unmöglich, den Film fortwährend mit dieser zu vergleichen. Natürlich hat es ein Film schwer, sich mit den Büchern vom kleinen Nick zu messen, sind diese doch auf ihre eigene Art schwer umsetzbar. Doch kann man den Film auch als etwas Eigenständiges sehen, denn „Le Petit Nicolas“ dürfte auch all diejenigen unterhalten, die die Bücher nicht kennen. Im Grunde ist es ein Kinderfilm, an dem auch jung gebliebene Erwachsene ihren Spaß haben werden. Er besteht zwar nicht aus einer Ansammlung von Schenkelklopfern, doch beim Abspann sollte jeder ein Lächeln im Gesicht haben, denn man weiß, warum Nick anfangs keine Ahnung hat, was er werden soll: Eigentlich soll sich gar nichts verändern, denn es ist ja prima so, wie es jetzt ist. Auch wenn er am Ende einsieht, dass nicht jede Veränderung automatisch schlecht ist.

Kurzkritik: DOCTOR WHO – Season 4


Da wären wir nun, im Jahre vier der neuen Serie. Die letzte Staffel mit David Tennant als Doktor, die letzte Staffel mit Russell T. Davies als Produzenten. Da ich die fünfte Staffel noch nicht kenne: Wer weiß schon, wie oft der Doktor nach dieser Staffel noch die ganze Welt retten muss, um dem Publikum immer noch mehr zu bieten? Man sollte diese vierte Staffel also noch genießen, denn wenn Davies das Finale inszeniert, dann rockt das Haus. Oder so.

Zu allerst sollte man sich jedoch den oben stehenden Trailer mal ansehen. Für die Szene bei 1:06 bekommt die gesamte Staffel schon mal einen Sympathiebonuspunkt, egal, was da kommt. Rose ist (scheinbar) wieder da, und egal wie schlecht die Episoden sein würden: Zumindest bis dahin muss man also durchhalten. Was wiederum die Spannung erhöht. Und die Staffel aufwertet. Wie gesagt: Komme, was wolle.

Hatte ich zuerst schon meine Probleme mit Martha Jones in Staffel 3, fiel mir die Umgewöhnung auf Donna um so schwerer. Mein erster Eindruck war: Was für eine furchtbare, laute Person. Das sie ihre Momente (auch mit dem Doktor) hat und manches auch nur mit so einem Charakter funktionierte, so richtig warm wurde ich mit ihr nicht, auch wenn Ihr, besonders zum Ende der Staffel hin, eine immer wichtigere Aufgabe zuteil wurde. „Turn Left“ beispielsweise drehte sich fast nur um sie – und Rose, was das ganze erträglicher machte. Abgesehen von der ganzen Unlogik.

Ansonsten will ich mich hier einfach mal kurzfassen. Die Staffel bot solide Doctor-Who-Kost, so richtige Ausreißer gab es nicht – weder nach unten, noch nach oben. Das Finale war vielleicht etwas zu sehr over the top, hatte jedoch durchaus seine Momente. Insgesamt leider nicht ganz so gut wie die dritte Staffel, dafür gab es dort jedoch größere Schwankungen. Doch ist das immer noch Jammern auf hohem Niveau.