Shortcuts: TRUE DETECTIVE – Season 1

truedetective1_01Danke, HBO, dass wenigstens Ihr Euren Serien noch einen richtigen Vorspann gönnt und nicht nur kurz der Titel eingeblendet wird. Denn völlig egal, wie gut die nächste Folge „True Detective“ werden würde: Alleine für die Titelsequenz lohnt sich das Einschalten, immer wieder, sorgt sie doch sowohl visuell als auch akustisch für die perfekte Einstimmung in diese düstere und trostlose Thriller-Serie die weniger den Fall, als viel mehr die beiden ermittelnden Cops in den Mittelpunkt rückt, die beide auf unterschiedliche Weisen kaputt sind. Der eine, der scheinbar gefühlskalt nichts mehr vom Leben erwartet und der andere, auf dem ersten Blick glückliche Familienvater, der aber auch abseits des heimischen Bettes bei dem Anblick von zwei Brüsten schwach wird (It’s not porn – it’s HBO!). Das ist atmosphärisch dicht, Aufmerksamkeit fordernd und in stimmigen Bildern gefilmt und kurz gesagt besser als so mancher Thriller aus dem Kino.
kritik

APP [2013]

app_01Wer auch nur hin und wieder die Champions League im ZDF verfolgt der weiß, wie toll die Mainzer die Idee des „Second Screen“ finden. Zusätzliche Infos zum jeweiligen Spiel auf dem Handy oder Laptop, mit Statistiken und ähnlichem Gedöns – „Webtribüne“ nennen die das da. Da ist es nur logisch, dass ein Film wie „App“ seine Premiere auf diesem Sender feiert – „der erste Kinofilm mit Second-Screen“. Vorzustellen hat man sich das so: Vor dem Film installiert man sich die App zum Film auf seinem Smartphone und startet sie bei Filmbeginn, über die Tonsignale des laufenden Films werden dann diverse Aktionen auf dem Handy gestartet, die das Filmerlebniss noch bereichern sollen. Und damit meine ich kein Bonusmaterial oder Audiokommentare. Ob das funktioniert? Beim ersten Versuch meldete die App noch frech, dass sie ja wohl merken würde, dass ich den Film gerade NICHT schaue (obwohl er lief), beim zweiten Versuch klappte es reibungslos. Und? Wie wars?

Read More

THE FOUNTAIN [2006]; DIE FIRMA [1993]; COMMUNITY – Season 2

The Fountain

thefountain_01Lange schon stand „The Fountain“ bei mir auf der berühmten Liste, endlich bot sich zum einen mal die Möglichkeit, zum anderen war ich vermeintlich auch in der richtigen Stimmung für den Film. Darren Aronofsky – dessen „Black Swan“ alleine thematisch wenig für mich war, dessen „The Wrestler“ mich dafür (trotz der Thematik) um so mehr begeisterte – schuf hier einen bildgewaltigen Film, in dem es um nicht weniger als das (ewige) Leben, den Tod, die Wiedergeburt und all sowas geht. Und bei dem sich wieder bestätigt hat, was ich schon bei „2001“ schrieb: Dieser ganze verschwurbelte esoterische Quatsch ist nichts für mich. „The Fountain“ ist immer dann am besten, wenn er auf dem Boden der Tatsachen bleibt. Oder anders gesagt: Zwei Zeitebenen hätten durchaus gereicht. Da musste Hugh Jackman nicht noch zwingend in einer Blase durchs Weltall fliegen und seinen Baum streicheln. Damit Ihr’s nicht mehr schreiben müsst: Ich hab den Film in all seiner Genialität wohl nur nicht verstanden.
kritik

Read More

ALL BEAUTY MUST DIE [2010]

allbeautymustdie_01Als ich den Film anstellte und in diesem der Satz fiel, wie schön der von Kirsten Dunst gespielte Charakter doch wäre, wurde ich direkt gefragt ob ich das auch so sehe, sie wäre doch schließlich der Grund, warum ich den Film angestellt habe. Haltlose Unterstellung, natürlich, war es doch in diesem Fall Ryan Gosling, wenn auch aus anderen Gründen als dies bei Frau Dunst der Fall gewesen wäre. Tatsächlich aber halte ich Herrn Gosling für einen talentierten jungen Mann wegen dem es sich schon mal lohnen kann, einen Film anzustellen. Ob es sich hier auch gelohnt hat? Andere Kritiken verneinen dies mehr oder weniger, aber vielleicht seh ich das ja anders.

Read More

SCHUTZENGEL [2012]

Schutzengel_01Ich gehöre ja nicht zu den Leuten, die prinzipiell etwas gegen Til Schweiger haben, auch wenn das modern ist. Ich fand „Der Eisbär“ gut, ich mag auch „Barfuss“, „Keinohrhasen“ ist jetzt auch kein Totalausfall, „Wo ist Fred?“ ist auch recht amüsant. Schweigers Problem ist einfach, dass er seine Rollen immer ähnlich anlegt, von Wandlungsfähigkeit kann man kaum sprechen. Und so sind seine Parts oftmals die schwächeren, die o.g. Filme ansonsten aber nicht so schlecht, wie sie gerne gemacht werden. Und die neueren sehen nicht nur gleich aus (Sepia FTW!), die Plakatgestaltungen sprechen oft schon Bände, wie innovativ die Filme dann tatsächlich sind. Jetzt also: „Schutzengel“. Mal nichts mit Romantik und Kitsch, dafür aber Action. Aber trotzdem mit viel Gefühl? Wenn das mal gut geht.

Read More

LOOPER [2012]

looper_01Danke, „Elysium„, „Oblivion„, „Timeline„, „Pandorum“ und wie ihr alle heißt: Dank eurer Durchschnittlichkeit weiß man das Gute besser zu schätzen. Oder wird vielleicht weniger anspruchsvoll und ist eher zur Begeisterung bereit, man weiß es nicht. Was uns aber die Science-Fiction der letzten Jahre gelehrt hat: Es geht mehr und mehr um Action und Effekte und weniger um eine schlüssige Geschichte. Und von sowas geht man ja auch erst einmal aus, wenn man sich den Trailer zu „Looper“ anschaut. in welchem es ja auch an allen Ecken kracht und explodiert. Gefühlt mehr als in dem ganzen Film.

Read More

HIGH LANE [2009]

highlane_01Ich mag keine Bergsteigerfilme. Oder Taucherfilme. Oder sowas in der Richtung. Ich denk mir dann immer: Warum soll ich Angst um dich haben, selber Schuld, was machst du auch so’n Scheiß? Das war auch der Grund, warum ich „The Descent“ erst skeptisch gegenüberstand, welcher mich dann aber ganz schnell eines (sehr viel) Besseren belehrte. Und das ist auch der Grund, weshalb ich von „High Lane“ nicht all zu viel erwartete, dachte ich doch hier ein simples Bergsteiger-Drama zu sehen, alleine schon aufgrund der dummen deutschen Tagline „Schau nicht nach unten!“ und dem Werbetext auf der DVD „Wie Cliffhanger, nur realistischer“. Eines kann man jedoch hier schon verraten: Das mit dem Realismus, das vergessen wir mal ganz schnell wieder.
(Enthält leichte Spoiler)

Read More

ARGO [2012]

argo_01In den 80er Jahren war der Iran in Aufbruchstimnmung. Auch wenn die CIA die Situation in dem Land kurz zuvor als „fern einer Revolution“ einschätzte – der Geheimdienst sollte bald eines Besseren belehrt werden, wie ja auch im Film „Persepolis“ zu sehen ist. Der Schah wurde gestürzt, das Land war im Umbruch. Und während der Schah in den USA Unterschlupf fand, wollten die Iraner ihm in ihren Land den Prozess machen und forderten seine Auslieferung – teils mit drastischen Mitteln, wie etwa der Erstürmung der amerikanischen Botschaft und der Geiselnahme von über 50 diplomatischen Mitarbeitern. Sechs Leute konnten aus der Botschaft fliehen – und die CIA wollte sie aus dem Iran holen, bevor sie jemand findet…

Read More

Shortcuts: SUPERSHARK [2011]; SHARK NIGHT [2011]; OPEN WATER [2003]

Supershark

supershark_01Gesehen in der Reihe „Die schlechtesten Filme aller Zeiten„, wo ich also wusste, was mich erwartet und was den Unterhaltungswert durch die Kommentare von Kalkofe und Rütten durchaus steigerte. Objektiv betrachtet ist der Film dabei natürlich Schrott: Eine dämliche Geschichte, erzählt mit schlechten Schauspielern, billiger Ausstattung und bescheidenen Effekten, die an eine Grafikdemo der Playstation 1 erinnern. Wer mit so etwas trotzdem Spaß haben kann (und das kann ich), der wird auf seine Kosten kommen, ist das hier doch tatsächlich ein „Super-Hai“, der seinen Endkampf gegen einen kickboxenden, laufenden Panzer bestreitet, welcher extra für die Bergregionen in Afghanistan entwickelt wurde. Und wir lernen, dass das folgende, durch einen „Schauspieler“ aufgesagte Gesetz nicht mehr gilt: Man ist nämlich NICHT außer Gefahr, wenn man bei einer Bedrohung durch Haie einfach an Land bleibt. Denn der Supershark kann auch an Land auf seinen Flossen laufen…
kritik8_txb

Read More