Kritik: COWBOYS & ALIENS [2011]

Jon Favreau, Steven Spielberg, Daniel Craig, Olivia Wilde, Harrison Ford, Sam Rockwell – mit Namen wird beim Vorspann von „Cowboys & Aliens“ bei weitem nicht gegeizt. Dann noch dieser Filmtitel – was kann man da Schlimmes erwarten? Beziehungsweise – was erwartet man überhaupt, was habe ich erwartet? Einen selbstironischen Actionblockbuster, der mit einem Augenzwinkern zeigt was passiert, wenn Außerirdische in den wilden Westen einfallen, anstatt wie üblich in der Gegenwart in New York oder Los Angeles. Einen Daniel Craig, der ordentlich die Sau rauslässt. Aber auf keinen Fall: Einen sich selbst zu ernst nehmenden Actionfilm, der das alles wirklich so meint, wie er es uns zeigt. Und was ist es nun geworden?

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Shortcuts: CAPTAIN AMERICA – THE FIRST AVENGER [2011], TIM & STRUPPI UND DAS GEHEIMNIS DER EINHORN [2011], IRON MAN (DS) [2008]

Captain America

Amerikas Vorzeigeheld ist ein schwieriger Fall. Der handlungsbedingte Patriotismus ist mit Sicherheit nicht jedermans Sache, sein doch eher lächerliches Outfit lädt auch nicht grade zu einer näheren Betrachtung ein. Mein letzter Kontakt zu Steve Rogers liegt nun auch schon mindestens 20 Jahre zurück, als ich als Kind auf dem Flohmarkt ein Comicheft mit ihm erstanden habe, mehr wusste ich davon leider auch nicht, bis jetzt. Denn jetzt also der Film als Vorbereitung für die „Avengers“. Und das ganze beginnt recht vielversprechend als actionreiches B-Movie, fällt dann aber mit fortlaufender Spielzeit immer weiter ab. Mehr und mehr driftet der Film ins Lächerliche ab, wenn der Typ in seinem blauen Strampler gegen die rote Skelettfresse antritt – so richtig Spannung will dabei auch gar nicht aufkommen, denn wirklich Gefahr strahlt die Hydra gar nicht aus. Was genau an Captain America so gefährlich sein soll, dass Red Skull direkt seinen ganzen Stützpunkt in die Luft jagt, nur weil er auftaucht, wird auch nicht so ganz deutlich. Bis jetzt („Thor“ noch nicht gesehen) mit dem „Hulk“ der schwächste von Marvels Filmen.

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Shortcuts: PLEASANTVILLE [1998]; SUPER 8 [2011]; THE BROTHERS GRIMM [2005]; THE TOURNAMENT [2009]

Eine kleine Auswahl an Filmen, deren Sichtung kürzlich und aber auch schon vor längerer Zeit stattfand.

PLEASANTVILLE

Tobey Maguire und Reese Witherspoon als Geschwisterpaar, welches durch eine magische Fernbedienung in die schwarz-weiße Welt der 50er-Jahre TV-Serie „Pleasantville“ gerät. Während er sich sofort wohl fühlt in seiner Lieblingssendung, stellt sie die heile Welt sofort gehörig auf den Kopf und verdreht den Männern selbigen. Schließlich ist in dieser heilen Welt soetwas wie Sex zum Beispiel gänzlich unbekannt… Sehr launiges Märchen, welches durch den Kontrast der 50er mit der Neuzeit sehr zu unterhalten weiß. Das ist genau die Sorte Film, die man auch als Mann ruhigen Gewissens als „schön“ bezeichnen kann, und damit wären wir auch schon wieder bei Reese Witherspoon.

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Teaser: SUPER 8


Jetzt geistert der Teaser-Trailer des neuen Abrams/Spielberg-Films ja schon einige Zeit durch das so genannte Internet, und einmal kurz zeigen will ich ihn dann auch mal:


Wo ich aber eigentlich drauf hinaus will, bzw. was ich zeigen will, ist ein Link. Hier hat mal jemand zusammengetragen, was sich scheinbar schon jetzt aus diesem Trailer alles ableiten lässt. Das Bild eines Kindes? Eine geheime Web-Site? Denn wenn man die Hinweise des Trailers genau analysiert und ein wenig suchmaschint, landet man bei http://www.scariestthingieversaw.com/ – wer hier genau schaut und suchmaschint, findet einen gewissen Dan Morris, der auch wohl irgendwas mit Area 51 zu tun hatte. Unfassbar, wieviel Zeit manche Leute haben und wie sie sich so dermaßen von einem Teaser ködern lassen. Aber interessant ist es trotzdem.

Achso, der Link: Hier.

Kritik: TRANSFORMERS 2 – DIE RACHE [2009]


2007 startete ein Film in den Kinos, der mit über 700 Millionen Dollar Einspielergebnis zu den erfolgreichsten Filmes des Jahres gehörte. Verantwortlich für diesen Film waren Steven Spielberg und Michael Bay, und das ließ schon vor dem Kinostart die Herzen der Fans höher schlagen. Was immer da kommen mochte – dass konnte ja nur ein Action-Blockbuster aller erster Güte sein. Denn eine Liebeskomödie würde von Bay eh niemand erwarten. Der Film wurde, wie eingangs erwähnt, zum Erfolg. Es ging letztendlich um zwei verfeindete Roboterclans, die ihren Kampf ausgerechnet auf der Erde austragen und in Folge dessen natürlich einigen Materialschaden hinterlassen. Auch das hörte sich im Vorfeld für einen Actionfilm nicht unbedingt verkehrt an. Ok, es ging um Spielzeug: Transformers hieß der Film und um sich transformierende Roboter ging es natürlich auch. Geschenkt – der geneigte Zuschauer wollte schließlich Action sehen. Und außerdem wollte man es Spielberg schon zutrauen, eine plausible Geschichte rund um die Plastikroboter zu stricken. Nach dem Kinobesuch, und ich denke mal ein großer Teil der Kinozuschauer wird das gemerkt haben, sah man die Dinge vielleicht ein wenig anders – Transformers war ein infantiler Roboterfilm mit albernen Witzchen, einer dummen Story und einem nicht weniger dummen Hauptdarsteller. Aber die Action war, wenn auch etwas hektisch und unübersichtlich, doch vorhanden und die Effekte waren und sind natürlich immer noch mehr als gut gelungen. Ich zitiere ganz einfach mal meinen Hauptkritikpunkt aus meiner Transformers-Review:

„Doch man bräuchte zumindest ansatzweise gute Schauspieler und gute Dialoge, und hier offenbart sich die größte Schwäche des Films. Teenies in den Mittelpunkt zu stellen, scheint sinnvoll, die Hauptdarsteller sollten nicht so viel älter sein als das offensichtliche Zielpublikum, welches sich beim Blick auf die Roboter offenbart: Die Bösen sind natürlich böse und verwandeln sich in Kriegsgerät anstatt in Sportwagen, doch da die Kinder was zu lachen haben müssen, wurde noch ein Mini-Roboter hinzugepackt, eine Mischung aus Jar-Jar-Binks und den Droiden aus der neuen Star Wars Trilogie. Absolut unnötig, nervig und albern. Die Autobots hingegen verwandeln sich in schicke Sportwagen, und die Charaktere sind, bis auf den heldenhaften Anführer Optimus Prime, alle lustig angelegt.“

Gute Voraussetzungen also für einen zweiten Teil. Oder, um es mit Filmstarts auszudrücken: „So lange das sicherlich kommende Sequel ein ähnlich knallendes Abenteuer [sic!] wie diese „Transformers“ werden, sind wir gerne dabei… „

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Kritik: JURASSIC PARK [1993]


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Es gibt Filme, die büßen auch Jahre nach ihrer Erscheinung nichts von ihrer Qualität ein. Sogenannte Klassiker. Was einen Film zum Klassiker macht, ist mit Sicherheit bei jedem Film anders, genauso wie die eigentliche Qualität des jeweiligen Film. Der Weiße Hai oder Hitchcocks Die Vögel sind mit Sicherheit Klassiker, die von der großen Mehrheit der Filmliebhaber auch als solche anerkannt werden, nur um mal zwei geläufige Beispiele zu nennen. Dann gibt es aber auch Filme wie Waterworld oder Camerons Titanic, die zwar auch jetzt noch auf ihre Art faszinieren und im TV ihr Publikum finden, die jedoch auf die gleiche Weise die Kritikermeinung spalten. Zu welcher Art Klassiker man Jurassic Park auch zählen möchte, dass er aber einer ist, sollte ja wohl unbestritten sein. Auch 16 Jahre nach seiner Erscheinung zieht einen der Film in seinen Bann – trotz leichter Mängel.

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Kritik: KRIEG DER WELTEN [2005]


„Ich glaube, dass sind keine Terroristen. Die kommen von weit her.“
– „Aus Europa?“
„Nein, Robbie! Ich meine nicht Europa!“

Ray Ferrier ist geschieden und muss/darf über das Wochenende auf seine beiden Kinder aufpassen. Doch an diesem Wochenende geschieht etwas Außergewöhnliches: Ein Gewitter ohne Donner zieht über der Stadt auf, sämtliche Elektronik fällt aus und kurz darauf erschüttert eine Beben die Innenstadt: Die Straße reißt auf, die Kirche stürzt ein und eine riesige, dreibeinige Maschine entsteigt aus dem Erdboden. Schon bald ist klar: Die Erde wird angegriffen – von Außerirdischen, dessen Invasion nicht aufzuhalten scheint…

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