Shortcuts: DJANGO [1966]; COCKNEYS VS. ZOMBIES [2012]; AMERICAN PIE – DAS KLASSENTREFFEN [2012]

Django

django_01Sergio Corbuccis „Django“ mit Franco Nero in der Hauptrolle ist DER Western-Anti-Held schlechthin. Kaum jemand der ihn, zumindest vom Namen her, nicht kennt – wobei Quentin Tarantino mit seinem „Django Unchained“ ja auch noch einmal kräftig nachgeholfen hat. Dabei haben diese beiden Filme – vom Titel, dem Titel-Song und der Tatsache, das Franco Nero in beiden Filmen (in dem einen mehr, in dem anderen eher weniger) mitspielt, kaum etwas gemein. Viel mehr dient die Namensgleichheit bei Tarantino wohl eher als Hommage, stellvertretend für alle anderen Italo-Western. Es lässt sich ja schließlich nicht leugnen, dass die beiden Sergios (sowohl Corbucci als auch Leone) großen Einfluss auf das Westerngenre hatten – und haben. Corbucci ist ja u.a. mit „Leichen pflastern seinen Weg“ ein weiterer Meilenstein des Genres gelungen.
Alleine schon der Anfang des Films ist Kult und gehört womöglich zu den bekanntesten Szenen des Genres, wenn Django einsam durch die Wüste einen Sarg hinter sich her zieht, von dessen Inhalt weder der Zuschauer, noch die Dorfbewohner etwas ahnen, der die Leute aber im wahrsten Sinne des Wortes umhaut. Denn „Django“ ist dreckig, brutal und nur stellenweise etwas lustig, wobei das aber nie aufgesetzt wird. Django, ein Anti-Held – und Wegbereiter für ein Genre.
kritik

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Kurzkritik: LEICHEN PFLASTERN SEINEN WEG [1968]

Ich denke, so langsam (aber noch nicht jetzt) neigt sich der von manchem Leser so genannte „Westerntrip“ dem Ende zu, mittlerweile hab ich auch mal wieder Lust, Filme aus anderen Genres zu sehen. Wobei das Western-Genre viel Spielraum lässt: Es gibt die alten, amerikanischen Hurra-Western mit ihren Cowboys und Indianern, die desillusionierenden Spätwestern mit ihren alternden Helden, die Komödien, die harten Italowestern, in denen kein Platz für romantische Verklärtheit ist. Und ein gutes Beispiel für eben diese Sorte ist „Leichen pflastern seinen Weg“: dreckig, brutal, pessimistisch. Und verschneit! Was einen schon ein wenig frösteln lässt beim gucken, haben wir doch momentan draußen das gleiche Wetter. Da bringt einem die beste Heizung nichts mehr, bei Winter vor der Haustür und Winter im TV.

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