Ohne Worte: Kürzlich Gesehenes

Entourage: Season 1 + 2 [2004-2005]
8/10

Moon [2009]
8/10

Fright Night [2011]
6/10

Die WonderBoys [2000]
8/10

Green Lantern [2011]
5/10

Hoffenheim – Das Leben ist kein Heimspiel [2010]
8/10

Modern Family – Season 1 [2009]
9/10

Black Swan [2010]
7/10

13 – Thirteen [2010]
5/10

The Office (US) – Season 1 + 2 [2005-2006]
8/10

Kurzkritiken: BURIED [2010]; DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT [2010]

Buried

Bei kaum einem anderen Film lässt sich der Slogan „Mittendrin statt nur dabei“ besser anwenden als bei „Buried“. Ryan Reynolds spielt hier einen LKW-Fahrer im Irak, der Hilfsgüter transportiert, als plötzlich sein Konvoi von Aufständischen angegriffen wird und er von eben diesen gefangen genommen und als Geisel genommen wird. Die moderne Geisel von heute wird jedoch nicht irgendwo in einer Lagerhalle gefangengehalten, sondern bei lebendigem Leib in einem Sarg begraben, mit einem Handy als Kontakt zur Außenwelt. Und nur über eben dieses Handy erfährt der Zuschauer (und Herr Reynolds) das alles, denn das Innere des Sarges ist das Einzige, was man in den 90 min des Films zu sehen bekommt. Das hört sich jetzt vielleicht nicht all zu aufregend an, 90 min mit Ryan in der Kiste zu liegen (vielleicht sehen Frauen das ja anders), und dementsprechend war ich vor dem Film auch skeptisch. Und doch schafft der Film es, eine klaustrophobische Spannung zu erzeugen, man fiebert mit ihm mit und sorgt sich spürbar um den Handyakku. Das funktioniert also sogar so gut, dass es Showeinlagen wie die Schlange gar nicht gebraucht hätte, denn es ist mehr als offensichtlich, dass diese aus eben diesem Grund als einziger Nebendarsteller in den Film geschafft hat: Die Geschichte aufzulockern, den Zuschauer zu wecken, sowas in der Richtung. Als würde man der selber aufgebauten Spannung nicht ganz trauen. Und doch: Am Ende wirkt es fehl am Platz und passt so gar nicht zur restlichen Stimmung des Films. Denn ansonsten, und das hat schon ein wenig überrascht, ist der Film spannend mit einem in der Form nicht ganz so erwarteten Ende.

Drachenzähmen leicht gemacht

So sind sie, die Wikinger: Immer auf Streit aus, und keinesfalls nachgeben. Und wenn es auch eine ganze Horde Drachen sind, die das Dorf regelmäßig angreift – zurückgewichen wird nicht, dann werden halt die Häuser immer wieder neu gebaut. Da muss dann erst der Wickie der Neuzeit namens Hicks kommen, der seinem Vater dem Stammeshäuptling den Weg weisen muss. Der Drache, das missverstandene Wesen. Und getreu dem gerne verfilmten Motto „Kindermund tut Wahrheit kund“ wird auch hier natürlich am Ende alles gut und die Erwachsenen sehen ihren Fehler ein, soviel darf man wohl verraten. Überhaupt sind Animationsfilme für Kinder gerne mal überraschungsarm, und so auch hier, der Weg ist das Ziel. Aber: Das macht alles überhaupt nichts. „Drachenzähmen leicht gemacht“ ist ein grundsympathischer Animationsfilm, der als Mischung aus „Dragonheart“, „Ronja Räubertocher“ und „Wickie“ zu keiner Sekunde langweilt und ganz nebenbei auch reichlich Action zu bieten hat, die seinerzeit im Kino das 3D rechtfertigen musste. Immerhin, und das ist schon fast einen Extrapunkt wert: Keine Szene des Films macht den Eindruck, als sei sie nur wegens des 3Ds eingefügt worden. So wie das in 3D vielleicht ganz schick ausgesehen haben könnte, so funktioniert das in 2D alles genau so gut, wenn nicht sogar besser, weil ohne Brille.

Double-Feature: SMOKIN‘ ACES [2006] + SMOKIN‘ ACES 2 – ASSASSINS BALL [2010]

SMOKIN‘ ACES

Dr. Borstel fand ihn ja, auf deutsch gesagt, scheiße, Bullion gab ihm immerhin 6/10, C.H. wiederum fand grade mal 2 Punkte angemessen. Das aber eben diese Leute den ähnlich gelagerten Lucky#Slevin teilweise besser bewerten (Dr. Borstel gar mit 9/10), relativiert das Ganze dann aber schon wieder, denn diesen fand ich wiederum nicht… wirklich gut (6/10). Jetzt ist meine Erstsichtung von Smokin‘ Aces ja schon länger her. Danach hatte ich noch mal den, mit Abstrichen ähnlichen, Running Scared gesehen, welcher bei mir mit fünf Punkten durchging. Was das nun bedeuten soll? In meiner Erinnerung hatten die rauchenden Asse bestimmt acht Punkte. Jetzt finden den aber plötzlich alle doof – grundlos? Ähnliche, danach gesehene Filme fand ich wiederum doof – hat sich mein Geschmack geändert, wurde dieser gar nach der Sichtung von Ghost Rider völlig verkorkst oder habe ich Smokin Aces einfach nur zu blauäugig gesehen?

Die Story jedenfalls ist schnell erzählt: Buddy Israel soll als Kronzeuge gegen die Mafia aussagen. Das findet die Mafia an sich nicht so gut und es macht die Runde, dass 1 Mio. Dollar auf seinen Kopf ausgesetzt sind, was wiederum jede Menge Auftragskiller ganz gut findet. Buddys ach so geheimer Aufenthaltsort ist dummerweise gar nicht so geheim und so kommt es zum großen Showdown – Buddy Israel, die Hotelsecurity, das FBI gegen jede Menge Killer (die dann natürlich auch noch gegeneinander)… und am Ende kommt es dann ganz anders, als man denkt.

Verpackt ist die krude Geschichte in stylische Bilder, die Killer sollten sich nach Drehbuchvorgabe untereinander möglichst stark unterscheiden und, um möglichst schnell einen gewissen Kultstatus zu erreichen, müssen alle cooles Zeug reden und den anderen möglichst cool um die Ecke bringen. Stichwort, man merkt es schon: Cool. Der Film will cool sein. Manchmal gelingt das, manchmal nicht. Völlig uncool ist z.B. das Ritalin-Kind, über dessen Funktion (also, außer cool zu sein) ich mir noch nicht ganz im Klaren bin. Aber, und mit der Meinung steh ich (auch in unserem Haushalt) wohl alleine dar: Die verschiedenen Killer, auch wenn sie nur als schablonenhaftes Kanonenfutter dienen, finde ich teilweise schon recht cool, von den Killerlesben mal abgesehen, und da widerum abgesehen von der Riesenwumme, denn die war schon cool. Den Auftritt der Tremor-Brüder fand ich eigentlich recht witzig.

Natürlich könnte man denken, ich finde den Film nach der erneuten Sichtung genauso schlecht wie die eingangs genannten Personen, das trifft es aber nicht ganz. Man muss sich darüber im klaren sein, dass der ganze Film nur aus geplanter Coolness besteht und hochgradig konstruiert ist. Sobald jemand den Mund aufmacht, kommt gequirlte Kacke heraus. Und dennoch hat mich der Film unterhalten, denn soo viele Filme gibt es nicht, die im Grunde nur aus einem einzigen Showdown und sinnloser Ballerei bestehen, und manchmal ist das ganz schön.

SMOKIN‘ ACES 2 – ASSASSINS BALL

Ach, ich weiß auch nicht. So viel mag ich da gar nicht zu sagen. Ich mein, anstelle eines Kronzeugen, der von allen möglichen Leuten umgebracht werden soll ist es dieses Mal ein FBI-Agent kurz vor dem Ruhestand, der Rest ist ähnlich, er hat sogar ein paar Kartentricks drauf (muss ja auch, da titelgebend). Warum er umgebracht werden soll? Ist völlig egal, hab ich auch nicht ganz begriffen, hatte aber auf jeden Fall irgendetwas mit Terrorismus zu tun, denn der zweite Teil will gerne politisch sein. Den Versuch des ersten Teils, Tarantino-Dialoge in den Film unterzubringen, hat man hier gar nicht erst gestartet, hier wird ganz einfach nur dummes Zeug geredet, teilweise will man echt in die Tischkante beißen – wenn man nicht grade seinen Kopf auf selbige schlägt. Das ganze ist so dumm, vorhersehbar, langweilig, die Charaktere sind so… egal, dass es echt schwer ist, dem Film interessiert zu folgen. Irgendwelche Leute werden einfach umgebracht, nicht mal der Versuch einer Erklärung wird gestartet. Der Twist gegen Ende ist einfach nur lächerlich und wie gesagt, ganz verstanden habe ich ihn nicht, habe dies aber auch nicht ernshaft versucht. Selten habe ich bei einem Film so sehr mit den Schauspielern gelitten, die den Job wohl auch nur angenommen haben, weil sie irgendwie ihre Rechnungen bezahlen müssen. Da habe ich dann auch durchaus Verständnis für. Kein Verständnis habe ich für die Tremor-Familie, die ihre Kanone mit kleinwüchsigen Clowns bestückt und abfeuert, ein FBI, welches seinen Job nicht richtig macht bzw. die wichtigsten Dinge zu spät in Frage stellt oder für den krampfhaften Versuch, mit dem ganzen Terror-Gedöns auf den 9/11-Betroffenheitszug aufzuspringen. Hier wird eine Seriösität vorgegaukelt, die ganz einfach nicht eingehalten wird.

Dieser Film ist wirklich ganz, ganz schlimm. Einen Punkt gibt es dennoch, weil naja… weniger gibts hier halt nicht.