ELYSIUM [2013]

elysium_01Ach, als Science-Fiction-Freund hat man es in letzter Zeit echt nicht leicht. Wie gern würde man doch wirklich mal wieder einen ernstzunehmenden Genre-Beitrag im Kino sehen! „Star Trek Into Darkness“ hat zwar Spaß gemacht – aber ernst nehmen kann man den wohl kaum, astreines Popcorm-Kino halt. Was war sonst noch? „Oblivion“ – naja. „After Earth“ habe ich mir nach Ansicht diverser Kritiken ganz gespart. „Total Recall“? Nett, nicht mehr. „In Time“? Dito. „District 9“ gefiel mir gut, weswegen ich dann letztendlich doch noch Hoffnung bezüglich „Elysium“ hatte, war dieser doch ebenfalls von Neill Blomkamp. Und: Leichte Spoiler sind zu erwarten, was bei dem Film aber nicht schlimm ist.

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DIE BOURNE-REIHE: IDENTITÄT / VERSCHWÖRUNG / ULTIMATUM / VERMÄCHTNIS [2002-2012]

„Wer ist Jason Bourne?“

Diese Frage musste sich Matt Damon 2002 in dem Film Die Bourne Identität nicht als erster stellen, denn bereits 1988 war Richard Chamberlain auf der Suche nach seiner Vergangenheit. Da die Sichtung dieses Zweiteilers jedoch schon zu lange her ist und die Erinnerung erst noch wieder aufgefrischt werden muss, beschäftigen wir uns vorab schon mal mit den Bournes neueren Baujahres.

Die Bourne Identität [2002]

diebourneidentitat_012002 war es soweit: Matt Damon durfte sein Gedächtnis verlieren und seine Version eines ahnungslosen Jason Bourne abgeben. Herausgekommen ist ein bodenständiger Agententhriller, der versucht halbwegs realistisch zu wirken – was größtenteils auch funktioniert. Wenn es einem zunächst auch schwer fällt, Matt Damon den knallharten Spezialagenten abzukaufen, fällt einem das im Laufe des Filmes immer leichter. Viel schlimmer finde ich da allerdings die Besetzung von Franka Potente, welche wohl hauptsächlich die deutschen bzw. europäischen Zuschauer ins Kino locken sollte (der einzige Grund, warum ja auch hin und wieder Til Schweiger in Hollywoodfilmen auftaucht). Bis auf die Treppenhausszene also ein spannender, glaubwürdiger Film, bei dem man auch in actionreicheren Momenten nie die Übersicht verliert oder den Kopf auf die Tischkante schlagen müsste.
kritik

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Shortcuts: RED RIDING HOOD [2011]; DER PLAN [2011]; PAUL [2011]

Red Riding Hood – Unter dem Wolfsmond

„Twilight“ meets „Rotkäppchen“. 2012 wird ja eh das Jahr der Märchen, warum sich also nicht schon mal in Stimmung bringen. Das das mit diesem Film allerdings nicht funktioniert, sei euch an dieser Stelle schon mal verraten. Untalentierte „Schauspieler“ stolpern durch billige Kulissen und schmachten sich gegenseitig an. Warum sie das tun, wird dem Zuschauer nie ganz klar sondern einfach vorausgesetzt. Schon nach den ersten Minuten ist klar: Sie liebt ihn, muss aber den anderen heiraten und die beiden lieben sie. Schade, dass sich Gary Oldman ans Set verirrt hat und zum Mitspielen gezwungen wurde, aber wenigstens rettet das den Film ein wenig. Ansonsten ist das alles dummes Zeug für kleine Mädchen, die vom „Twilight“-Kitsch nicht genug bekommen können.

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Kritik: TRUE GRIT [2011]

Rodriguez und Tarantino wollten mit ihrem Grindhouse-Projekt die alten Zeiten wieder aufleben lassen, unter anderem, indem sie ihren Filmen einen alten, dreckigen Look verpassten, so dass man sich auch optisch in diese Zeit versetzt fühlte. Wenn es ein Filmgenre gibt, bei dem ich so ein „Stilmittel“ oder so einen Look ebenfalls vorziehen würde, dann ist das der Western. Schließlich sah es wohl damals auch nicht unbedingt so aus, als würden die Cowboys morgens mit Sagrotan duschen. Den Coen-Brüdern ist sowas offensichtlich egal, True Grit präsentiert sich als technisch perfekter Hochglanz-Western. Kann ich zwar mit Leben, ist auch keine negative Kritik in dem Sinne, anders wäre es jedoch für mich stimmiger gewesen. Wichtiger ist dann doch, worum es überhaupt geht.

Die vierzehnjährie Mattie will den Tod ihres Vaters rächen, was durchaus legitim erscheint, wurde er doch ermordet. Zu diesem Zweck heuert sie den saufenden Marshal Cogburn an, damit er ihr gegen Bezahlung bei ihrem Vorhaben hilft.

Eine simple Rachegeschichte also, und mehr braucht es für einen Western im Grunde ja auch nicht. Es gibt die Coen-typischen skurrilen Charaktere, schwarzen Humor und Jeff Bridges, doch das Problem ist, wie so oft, das Kind. Wie eine besserwisserische Göre kommt Mattie daher, jegliche Emotionen scheinen ihr fremd zu sein, und doch will sie ihren Vater rächen. Vielleicht ist sie so kalt und distanziert, um diese Tragödie zu verarbeiten, doch so richtige Sympathie will beim Zuschauer nicht aufkommen, letztendlich könnte einem ihr Schicksal egaler nicht sein. Da sie zu Beginn des Films sogar noch als Erzählerin auftritt, weiß man sowieso schon, dass sie im Laufe des Films auch nicht das Zeitliche segnet. Was einem aber auch, wie gesagt, wurscht wäre. Highlights sind jedoch die Rollen von Jeff Bridges und Matt Damon, die man sich genau so und nicht anders in einem Coen-Film vorstellt. Ob dies jedoch mit der Rachestory vereinbar ist, muss jeder für sich selber entscheiden.

Überhaupt, die Story. So richtig warm werden konnte ich damit nicht. Zugegeben, ich kenne weder die literarische Vorlage, noch den ersten Film mit John Wayne, bin also unvoreingenommen. Aber irgendwie haut einen das nicht so vom Hocker: Vater wird ermordet, und zu dritt reiten sie los, den Mörder zu fassen. Wo sich dieser ungefähr befindet, ist bekannt, der Weg ist das Ziel. Und wenn es dann heißt, dass man ja mindestens zwei Mann braucht, um ihn zu fassen, und er sich aber wohl auch noch einer Gangsterbande angeschlossen hat, dann hört sich das schon ziemlich gefährlich an. Ist es aber irgendwie nicht, denn es fühlt sich eher so an als würden lediglich einzelne Stationen abgearbeitet werden. Spannung will nicht aufkommen, und wenn, dann erst zum Schluss, wenn man eigentlich denkt, der Film ist vorbei. Im Gesamtkontext sind diese Szenen zwar in meinen Augen überflüssig, da sie ja voraussetzen, dass man irgendwie mit Mattie mitfiebert, aber zumindest interessiert einen dann der „richtige“ Abschluss der Geschichte. Den Epilog hätte es dann aber wirklich nicht mehr gebraucht.

Von mir nicht erwartet – ich hätte mir vor Sichtung des Films die oben bemängelten Punkte alle in besser gewünscht – war dann aber der Humor des Films, der doch vieles wieder rausreißt. Wenn Cogburn und LaBoeuf wetteifern, wer am meisten Brötchen abschießen kann, entbehrt das nicht einer gewissen Komik. True Grit ist also mehr Komödie als Drama, mehr Road Movie als Western, aber als solches dann jeweils gut. Es ist nicht der große Wurf, der Meilenstein des Western-Genres oder anders: Zehn Oscars wären übertrieben.

Kritik: DOGMA [1999]


„Der Gesprächige – und glaub mir, er wird sprechen – der beiden, wird sich dir als Prophet zu erkennen geben. Und der andere… ist mehr der ruhigere Typ.“

Bartleby und Loki sind zwei bei Gott in Ungnade gefallene Engel die zur Strafe bis zum Ende aller Tage auf der Erde wandeln müssen. Als sich für die beiden aufgrund eines Generalablasses die Chance ergibt, zurück in den Himmel zu kehren, überlegen die zwei nicht weiter. Was sie nicht bedacht haben: Durch diesen Fehler im System widerlegen sie die Unfehlbarkeit Gottes – und würden damit den Weltuntergang beschwören. Doch Bethany, die erfahren muss, dass sie die letzte Nachfahrin Christi ist, versucht dies mit dem vierzehnten Apostel Rufus, den beiden Propheten Jay & Silent Bob, der Stimme Gottes Metatron sowie der Muse Serendipity zu verhindern…

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Kritik: EUROTRIP

8/10

„Das ist ein ganz besonderer Augenblick, für einen ganz besonderen Menschen!“

Scotty ist nach seinem Schulabschluss nicht zum feiern zumute: Erst verlässt ihn seine Freundin Fiona, und dann erfährt er auf der Abschlussfeier, dass sie seit einem Jahr eine Affäre mit dem Sänger der Band hat. Aus Angst, sein deutscher Brieffreund Mieke wäre ein Perverser, weil er sich mit ihm treffen will, schickt er diesem in der Nacht der Abschlussfeier volltrunken eine Abfuhr, nur um dann festzustellen, das Mieke ein deutscher Mädchenname ist – und Mieke verdammt scharf aussieht.
Dumm nur, dass diese seine E-Mail-Adresse blockiert hat – jetzt heißt es, auf nach Deutschland – um zu retten, was zu retten ist…

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