Shortcuts: 21 JUMP STREET [2012]; COMMUNITY – Season 1; DAWN OF THE DEAD [2004]

21 Jump Street

21jumpstreet1_01Kino-Neuverfilmungen von Serien sind ja so eine Sache, die meistens nach hinten los geht. Viel mit der Serie haben sie meist nicht zu tun und so enttäuschen sie dann doch relativ häufig. Während der erste Teil von „Charlys Angels“ noch recht spaßig war, war der zweite Teil doch ziemlich Mist. Auch das „A-Team“ war nicht so der Überflieger. „21 Jump Street“ hat nun den Vorteil, dass ich die Serie so gut wie gar nicht kenne, von einzelnen Ausschnitten einmal abgesehen, so dass der Film für sich allein stand – was erstaunlich gut funktionierte, macht er doch keinesfalls den Fehler, sich selbst zu ernst zu nehmen, ganz im Gegenteil wird hier mit der Erwartungshaltung des Zuschauers gespielt, und sei es bei der Frage, wann denn endlich mal was explodiert. Auch die Einführung des Captains ist gelungen, wo er selber gesteht dass ihnen nichts besseres eingefallen ist als eine Neuauflage. Herrlich albern und abgedreht, aber nicht zu platt: „21 Jump Street“ habe ich bestimmt nicht zum letzten Mal gesehen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
kritik

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Kurzkritik: PIRATES OF THE CARIBBEAN 4 – FREMDE GEZEITEN [2011]

Vier Filme auf der Basis einer Freizeitpark-Attraktion – gar nicht mal so eine schlechte Bilanz, ohne Johnny Depp als beschwipsten Cpt. Jack Sparrow wäre es aber vermutlich gar nicht so weit gekommen. Und so kommt es auch, dass er in Teil 4 vollends zur Hauptfigur erhoben wird, um den sich alles dreht. Wobei man sagen muss, dass die Produzenten auch gar keine andere Wahl hatten: Denn ohne Keira Knightly und Orlando Bloom fehlen gleich zwei Sympathieträger der Vorgänger, und bevor jetzt jemand mault, dass er beide nicht mochte: Zumindest kannte man ihre Rollen, ihre Geschichte, und nu sind se weg, weshalb Depp den Film alleine stemmen muss, zumindest bevor sich der Knightly/Bloom-Ersatz etablieren kann. Dabei ist „Film stemmen“ schon richtig formuliert, denn von „Story“ mag ich in diesem Zusammenhang gar nicht erst sprechen.
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Kritik: PIRATES OF THE CARIBBEAN – AM ENDE DER WELT [2007]

Der Logik der deutschen Filmtitel nach müsste der ja eigentlich heißt: „Pirates Of The Caribbean 2 – Am Ende der Welt – Fluch der Karibik 3 – At Worlds End“. Tut er aber nicht, was gut ist, denn das hätte für Teil vier ja einen Mordstitel ergeben. Wenn die deutschen Namensgeber also alles richtig gemacht haben, stellt sich ja die Frage, ob die eigentlichen Filmemacher auch alles richtig gemacht haben. Sollte man ja meinen, da ja schon die erste Fortsetzung als sehr gelungen bezeichnet werden kann – siehe hier. Mit dem gleichen Erfolgsrezept weiter, dann kann ja schon mal nichts schiefgehen.
Denkt man sich so. Wenn man nicht vom Fach ist. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Harte Zeiten brechen für die Piraten an. Die East India Trading Company geht mit aller Gewalt gegen die Piraterie vor, was allein schon dadurch deutlich gemacht wird, dass gleich zu Beginn des Films ein Kind erhängt wird. Cpt. Barbossa sieht nur eine Möglichkeit: Die Göttin Calypso muss aus ihrer menschlichen Gestalt befreit werden, damit sie den Piraten im Kampf gegen die Globalisierung beisteht. Cpt. Jack Sparrow hat indes ganz andere Sorgen: Im zweiten Teil von der Krake verschluckt, fristet er sein Dasein in der Unterwelt. Will Turner hat vor ihn zu retten, um mit der Black Pearl seinen Vater aus den Händen von Davy Jones zu befreien – der jedoch für die Trading Company kämpft, da diese im Besitz seines Herzens ist. A propos Davy Jones: Der war auch teilweise mit dafür verantwortlich, dass Calypso eine menschliche Gestalt bekam, und so schließt sich der Kreis.

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Shortcuts: PIRATES OF THE CARIBBEAN – FLUCH DER KARIBIK 2 [2003]; GHOST RIDER [2007]

PIRATES OF THE CARIBBEAN – FLUCH DER KARIBIK 2

Gruseliger ist es, lustiger ist es, gigantischer ist es – und doch leider nicht besser, dafür aber nur geringfügig weniger gut. Der Film hat seine genialen Stellen – stellvertretend seien einfach mal alle Geschehnisse auf der Insel der Kannibalen genannt, und so richtig schlecht ist da gar nichts, aber irgendwie funktioniert die Story mit der Flying Dutchman bei mir nicht, ich kann nicht mal sagen warum, wobei dies technisch natürlich alles sauber gelöst wurde. Was aber ausschlaggebend ist: Auch dieser Teil merkt leider erst ziemlich spät, wann er zu Ende sein sollte. Wie ja auch schon nebenan bei bullion geschrieben wurde: Kannibaleninsel, Mühlenrad – alles grandios und perfekte Unterhaltung, aber dazwischen möchte man fast sagen: Ein großes, aufgeblasenes Nichts. Wenn auch immer noch ein sehr gutes Nichts, welches lediglich einen Teil der Leichtigkeit vom Vorgänger eingebüßt hat.

GHOST RIDER [2007]

Natürlich, dass ist alles ganz großer Quatsch, was man hier geboten bekommt. Nicolas Cage als Kopfgeldjäger des Teufels auf seinem brennenden Motorad, unterwegs um die Seelen für seinen Auftraggeber einzufordern, die diesem einst vertraglich zugesichert wurden. Ob das alles so Sinn macht, wie’s gezeigt und erzählt wird, sollte man nicht hinterfragen, ebensowenig sollte man jedem Dialog so genau zuhören, denn es wird hier gerne mal Blödsinn erzählt. Doch das spielt in diesem Fall überhaupt keine Rolle, denn verdammt noch mal: Der Film macht einfach Spaß. Man könnte sagen: Keine Angst, der tut nichts, der will nur spielen, und das kann er gut. „Ghost Rider“ ist so ein Film, der die Zuschauer spaltet: Entweder man hasst ihn oder man liebt ihn. Ein CGI-Spielplatz, ein High-Budget-B–Movie mit Ansage. Zieht die Jalousinen runter, dreht die Anlage auf, und wenn Cages‘ digital verfremdete Stimme dröhnt „Gnade ist ausverkauft“, dann guckt Ihr den richtigen Film. Und viel mehr sag ich da jetzt nicht zu, da ich mir überlege diesen Film für die moviepilot-Aktion „Lieblingsfilm“ zu besprechen.

11/10

Kritik: PIRATES OF THE CARIBBEAN – FLUCH DER KARIBIK [2003]

„Das ist der schlechteste Pirat den ich jemals gesehen habe!“

Millionen Kinobesucher sahen das nicht so und ließen „Fluch der Karibik“ zu einem Erfolg werden, der (bis jetzt) drei Fortsetzungen nach sich zog. Und das bei einer Geschichte, die vage auf einer Freizeitpark-Attraktion beruht. Ob das jetzt ein Beweis für die mangelnde Kreativität Hollywoods ist sei mal dahingestellt, solange dabei so ein launiger, actiongeladener und wirklich unterhaltender Film herauskommt wie in diesem Fall, ist das schon in Ordnung.

Cpt. Jack Sparrow hat vor einiger Zeit das Kommando über sein Schiff, die „Black Pearl“, bei einer Meuterei verloren. Deren Crew, mittlerweile von einem Fluch belegt, sucht nach einem Weg, diesen loszuwerden und kidnapped zu diesem Zweck die Tochter des Gouverneurs von Port Royal, Elisabeth Swan, da das Blut eines ehemaligen Crewmitglieds zur Beseitigung des Fluchs benötigt wird und sich Elisabeth unwissend als dessen Tochter ausgibt. Sein wahrer Nachfahre jedoch, Will Turner, ist widerum Waffenschmied in Port Royal und in Elisabeth verliebt, weshalb er sich mit Jack zusammentut, um sie zu retten – sowohl Elisabeth als auch die „Black Pearl“…

Johnny Depp als Cpt. Jack Sparrow in einem Piratenfilm, der im Grunde genommen kein Piratenklischee auslässt und irgendwie genau deshalb so viel Spaß macht. Hier wird Rum gesoffen, sich geprügelt, duelliert, betrogen, belogen, Schiffe werden geentert, Piraten gehängt und Korsetts geschnürt, und das ganze in einem leicht gruseligen Fantasy-Setting inkl. bösartigem Piratengold-Fluch. Der Film verzichtet auf große Massenszenen, hier wird sich auch in einer Schmiede duelliert und dabei auf die Wackelcam verzichtet, dabei aber passend zum Score (oder anders herum?) choreographiert. Dabei ist es erstaunlich, wie gut der Film als Einheit für das Gesamtpublikum funktioniert: Lustige Piraten und dummes Zeug redende Soldaten für die jungen Zuschauer, Skelett-Piraten, Keira Knightley und Action für die männlichen Zuschauer, Johnny Depp, Orlando Bloom und eine kleine Liebesgeschichte für die weiblichen Zuschauer und ein perfekt getimter Soundtrack, der alle mitreißt. Es hört sich so einfach an, es hört sich verdammt nach Reißbrett an, aber wenn man einen Blockbuster so einfach produzieren könnte, dann würde es diese Art Film öfter geben, und das tut es nun mal nicht.

Wenn es etwas zu bemängeln gäbe, dann, dass der Film trotz aller Kurzweiligkeit vielleicht ein paar Minuten zu lang geraten ist – klingt komisch, ist aber so. Vielleicht der ein oder andere (eigentlich: sinnlose, da gegen Untote) Kampf etwas kürzer, vielleicht sogar ein oder zwei weniger Wendungen, ich glaube, für mich wäre der Film dadurch runder geworden. Macht aber nichts, denn „Fluch der Karibik“ ist trotzdem perfektes Popcornkino mit einem genial aufspielenden Johnny Depp, das man wenigstens einmal gesehen haben sollte.

Shortcuts: VOLL AUF DIE NÜSSE (Dodgeball) [2004]; ALICE IM WUNDERLAND [2010]; 30 DAYS OF NIGHT [2007]

Voll auf die Nüsse (Dodgeball) [2004]

Alleine schon aufgrund des deutschen Titels habe ich mit dem Schlimmsten gerechnet, auch weil Ben Stiller nicht unbedingt für anspruchsvolle Arthaus-Filme bekannt ist. Im Nachhinein ist der Film jedoch durchaus unterhaltsam, was aber nur an der Situationskomik und den skurillen Charakteren liegt, denn sobald es mal etwas ruhiger wird und sich die handelnden Personen versuchen zu unterhalten, kehrt gepflegte Langeweile ein und man erkennt, wie belanglos das doch alles ist. Die Story über eine Verlierertruppe, die ein Dodgeball-Turnier (eine Art Völkerball) gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner gewinnen muss, um ihr Fitnessstudio zu erhalten hat mit Sicherheit auch keinen Innovationspreis gewonnen, so dass hier nicht mit Überraschungen zu rechnen ist. Als leichte Unterhaltung zwischendurch ist der Film also durchaus zu gebrauchen, zu mehr reicht es jedoch nicht.

Alice im Wunderland [2010]

Alice hat mich irgendwie ratlos zurückgelassen. Ich hatte mir im Vorfeld wirklich vorgenommen, den Film zu mögen, von wegen Tim Burton und Johnny Depp und so, aber zu 100% hat das leider nicht funktioniert. Das Wunder- bzw. Unterland sieht zwar herrlich skurril aus und ist stellenweise genau so düster wie auch farbenfroh, aber das scheint nur oberflächlich zu sein, der Rest wirkt irgendwie… glattgebügelt, ohne Ecken und Kanten, ohne Überraschungen. Zudem brauchte ich so meine Zeit, mich an die Kombination „reale“ Schauspieler in digitaler Welt zu gewöhnen, denn man sieht sehr wohl einen Unterschied, die CGI überzeugt hier nicht vollends (wobei die Frösche jedoch grandios sind). Vielleicht ist das im Kino in 3D nicht so zur Geltung gekommen, im Heimkino in 2D, dafür aber HD, um so mehr. Unter diesem Gesichtspunkt kann man den Film wohl kurz mit Avatar vergleichen, und hier zieht er den Kürzeren. Zusammen mit den oberflächlichen Charakteren, der spannungsbefreiten Story und einer Hauptperson, die einem ziemlich egal ist, muss man zu dem Schluss kommen, dass Tim Burton schon bessere Filme gemacht hat, und so schiebe ich das einfach mal auf Disney.

30 Days Of Night [2007]

Vampir-Film der etwas anderen Art. Während sich anderswo von Vampiren bedrohte Menschen damit trösten können, dass die Bedrohung am nächsten Morgen beim ersten Sonnenstrahl vorbei ist, haben die Leute hier wirklich die Arschkarte gezogen: So weit oben in Alaska ist es schon mal 30 Tage dunkel, ein idealer Ort für die Blutsauger, um ihr Winterquartier aufzuschlagen, bei gesicherter Nahrungsversorgung. In der ersten Hälfte durchaus spannend konstruiert, kippt der Film meiner Meinung nach in dem Moment, in dem der Chefvampir den Mund aufmacht. Nicht nur, dass es drehbuchtechnisch scheinbar nicht mehr so viel zu erzählen gibt (wer sich nicht versteckt wird ausgesaugt, bestenfalls), sondern irgendwie passt diese merkwürde Art der Kommunikation nicht wirklich zu diesen zombieähnlichen Vampiren und erinnert etwas an den Omega-Mann, was nicht gut ist. Und an die (sehr gute) Folge „Hush“ von Buffy wurde ich auch erinnert, da das Creature-Design nicht ganz unähnlich ist. Wobei die Buffy-Folge besser ist als dieser Film.

Pirates Of The Caribbean 4: Jacks Grußwort


Sind zwar keine Top-News (im Sinne von: Neu), aber ich wollt auf diesem Weg nur sagen: Ich freu mich, auch wenn Teil 3 eher mau war. Aber jetzt wird ja alles wieder gut.

„Als sich seine Wege mit einer Frau aus seiner Vergangenheit (PENÉLOPE CRUZ) kreuzen, findet sich Captain Jack Sparrow (JOHNNY DEPP) auf dem Schiff des berüchtigten Piraten Blackbeard (IAN McSHANE) wieder – und auf einer abenteuerlichen Suche nach der Quelle der Jugend. Mit Einnahmen von über 2,7 Milliarden Dollar weltweit gehört die PIRATES OF THE CARIBBEAN-Trilogie von Hitproduzent Jerry Bruckheimer zu den erfolgreichsten Reihen der Filmgeschichte. Inszeniert von Rob Marshall (NINE) verspricht PIRATES OF THE CARIBBEAN: ON STRANGER TIDES eine einmalige Mischung aus Action, Abenteuer und Humor, die bereits die drei Vorgänger auszeichnete – diesmal allerdings auch in Disney Digital 3DTM. Neben Johnny Depp als Jack Sparrow und Geoffrey Rush als Captain Barbossa sorgt Neuzugang Penélope Cruz für frischen Wind in der Karibik.“