Shortcuts: EIN RISKANTER PLAN [2012]; BEASTS OF THE SOUTHERN WILD [2012]; PANDORUM [2009]

Ein riskanter Plan

riskanterplan_01Ja, das ist wirklich ein riskanter Plan. Ein Thriller, der gleich zu Beginn sämtliche Logik über Bord wirft und viel Verständnis vom Zuschauer fordert – oder viel Fantasie. Man muss einfach akzeptieren, was man sieht, dann ist das auch sehr unterhaltsam. Viel mehr als ein etwas mehr als durchschnittlicher Thriller mit soliden schauspielerischen Leistungen ist zwar nicht zu erwarten, doch die interessante Ausgangslage – der titelgebende „Mann auf dem Sims“ – macht vieles wieder wett. Aber wie gesagt, Glaubwürdigkeit ist für den Film ein Fremdwort.
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Shortcuts: DJANGO [1966]; COCKNEYS VS. ZOMBIES [2012]; AMERICAN PIE – DAS KLASSENTREFFEN [2012]

Django

django_01Sergio Corbuccis „Django“ mit Franco Nero in der Hauptrolle ist DER Western-Anti-Held schlechthin. Kaum jemand der ihn, zumindest vom Namen her, nicht kennt – wobei Quentin Tarantino mit seinem „Django Unchained“ ja auch noch einmal kräftig nachgeholfen hat. Dabei haben diese beiden Filme – vom Titel, dem Titel-Song und der Tatsache, das Franco Nero in beiden Filmen (in dem einen mehr, in dem anderen eher weniger) mitspielt, kaum etwas gemein. Viel mehr dient die Namensgleichheit bei Tarantino wohl eher als Hommage, stellvertretend für alle anderen Italo-Western. Es lässt sich ja schließlich nicht leugnen, dass die beiden Sergios (sowohl Corbucci als auch Leone) großen Einfluss auf das Westerngenre hatten – und haben. Corbucci ist ja u.a. mit „Leichen pflastern seinen Weg“ ein weiterer Meilenstein des Genres gelungen.
Alleine schon der Anfang des Films ist Kult und gehört womöglich zu den bekanntesten Szenen des Genres, wenn Django einsam durch die Wüste einen Sarg hinter sich her zieht, von dessen Inhalt weder der Zuschauer, noch die Dorfbewohner etwas ahnen, der die Leute aber im wahrsten Sinne des Wortes umhaut. Denn „Django“ ist dreckig, brutal und nur stellenweise etwas lustig, wobei das aber nie aufgesetzt wird. Django, ein Anti-Held – und Wegbereiter für ein Genre.
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Shortcuts: DEXTER – Season 3; CARRIERS [2009]; G.I. JOE – GEHEIMAUFTRAG COBRA [2009]

Dexter – Season 3

Dexter-3_01DSDS („Deborah sucht den Superstecher“) geht in die dritte Runde, der diesmalige Kandidat heißt Anton und ist ausgerechnet ein Informant der Polizei. Was uns aber egal sein soll, hat Dexter doch die viel größeren Probleme: Staatsanwalt Miguel Prado kennt seine wahre Identität und will sein Freund werden und Rita ist schwanger. Man kann also alles behaupten, aber nicht, dass „Dexter“ in seiner dritten Staffel auf der Stelle tritt. Insbesondere Ritas Schwangerschaft beschert ihm bis dato unbekannte Gewissenskonflikte, hat er doch Angst, sein Kind wird genauso wie er. Seine Beziehung zu Miguel ist ein spannendes Katz- und Maus-Spiel, Quinn ist ein neuer, interessanter Charakter, von dem man nicht viel erfährt – und was den Zuschauer noch etwas neugieriger macht. Ich hoffe mal, seine Geschichte wird in Staffel 4 näher ausgeführt. „Dexter“ hält sein Niveau auch in Staffel drei, was gut ist. Immer noch eine Serie, die man uneingeschränkt empfehlen kann!
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[REC]² (2007)

rec2_01Den ersten Teil hatte ich ja damals so gar nicht auf dem Schirm, fand ihn aber, auch bedingt durch die relativ ungewöhnliche Sichtung, sehr gelungen (und das Ende finde ich noch immer recht furchteinflößend). Dementsprechend hatte ich den zweiten Teil natürlich erst Recht auf dem Schirm, den ersten Teil des US-Remakes habe ich mir allerdings noch gar nicht angesehen – dafür dann aber dessen Remake, und das war ganz schlimm. Bestens vorbereitet und mit einer rekordverdächtigen Anzahl von Links bereits im ersten Absatz lässt sich nun also feststellen, ob es denn die Fortsetzung des Originals besser gemacht hat – und wenn nicht, warum nicht. Spoiler sind im Übrigen zu erwarten, wer sich die Handlung und auch bestimmte Szenen nicht vorwegnehmen lassen will, sollte beim letzten Absatz weiterlesen.

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Kurzkritik: DETENTION [2011]

detention_01Liebe Freunde des Darwinismus, die Natur sucht sich manchmal seltsame Wege. Manchmal kommt zusammen, was nicht zusammengehört, und dann kommt etwas dabei heraus, was für immer verborgen geblieben sein sollte. Für manche genetischen Mutationen ist die Welt einfach noch nicht reif oder wird vielleicht auch nie reif genug sein. Oder man will auch gar nicht, dass die Welt jemals für so etwas reif ist. Und so erzähle ich Euch heute die Geschichte von „Detention“, einem Unfall, der nicht rechtzeitig abgetrieben wurde. Und für den wenn auch nicht die Welt, dann aber zumindest ich noch nicht bereit bin…

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Kurzkritik: WE NEED TO TALK ABOUT KEVIN [2012]

Enthält Spoiler.

Kevin_01Wir müssen über Kevin reden. Doch, das müssen wir tatsächlich. Denn Kevin ist an seiner Schule Amok gelaufen. Warum? Genau darüber müssen wir sprechen. Wurde er in der Schule gehänselt? Hatte er eine schlimme Kindheit? Hat ihn seine Mutter nicht genug geliebt? Oder ist er ganz einfach von Grund auf böse, von klein auf, ein Psycho- bzw. Soziopath aus dem Lehrbuch? Es kann so viele Gründe haben, warum ein fast 16-Jähriger zu Pfeil und Bogen greift und auf seine Mitschüler schießt. Wer jetzt „Killerspiele“ ruft, der macht es sich zu einfach.

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Shortcuts: IN TIME [2011]; LET ME IN [2011]; DIE TRIBUTE VON PANEM: THE HUNGER GAMES [2012]

IN TIME
intime_01Für „In Time“ muss zu allererst mal eine Hürde genommen werden: Die volle Akzeptanz beim Zuschauer für die an sich interessante Ausgangssituation: Zeit ist Geld, im wahrsten Sinne des Wortes. Wer keine Zeit mehr hat, stirbt. Klingt ein wenig nach „Logan’s Run“, wäre es vielleicht auch gerne, doch ist eben diese Hürde viel zu hoch: Ein paar Erklärungen, wie es zu dieser doch sehr revolutionären Gesellschaftsordnung gekommen ist wären schön gewesen, denn von heute auf morgen lässt sich sowas bestimmt nicht realisieren – und bestimmt auch nicht ohne Widerstand. Die Geschichte steht also auf wackeligem Fundament, kann selber auch nicht sehr viel bieten, als das man leicht darüber hinwegsehen könnte. Was abseits dieser Dystopie bleibt ist ein „Bonnie & Clyde“ in naher Zukunft, ein Geschieße & Weggerenne mit obligatorischer Liebesgeschichte. Das ist ganz nett, kostet auch nur 109 Minuten, die einem aber vielleicht am Ende mal fehlen.
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Shortcuts: TRUCKS – OUT OF CONTROL [1997]; STEPHEN KINGS DER FEUERTEUFEL [1984]

Trucks – Out Of Control

Ich kann das ja nicht beurteilen, aber: Die Vorlage von Stephen King MUSS hier besser sein, denn für den Film ist es schon spannend & bedrohlich, wenn sich ein paar Menschen in einer Tankstelle verschanzen und ein paar wildgewordene LKS drumherum im Kreis herum fahren und ab und an hupen. Die Menschen, die sich in Gefahr bringen, sind erstens IMMER selber Schuld und zweitens denkt man sich dann auch oft: Die hat’s verdient, die Sau! Erst recht, wenn derjenige sich von einem Spielzeug-LKW (!!!) töten lässt. Natürlich wäre es langweilig, wenn alle im Haus warten, bis die LKWs keinen Sprit mehr haben oder mal eben für kleine Trucks müssen. Obwohl, und das muss man dem Film zugute halten, wenn die Kudos vielleicht auch Stephen King gebühren: Das Ende ist schon cool. Irgendwie. Aber auch: Als ich den Film sah, hätte ich nie gedacht, er wäre aus dem Jahr 1997 sondern hätte ihn zehn Jahre älter eingeschätzt. Sagt ja auch schon viel aus.

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Kurzkritik: DAS WAISENHAUS [2007]

Alte Häuser haben ja schon etwas Gruseliges an sich, dass zeigten ja unter anderem „Amityville“ oder auch „The Others“. Selbst bei „Halloween“ ist immer wieder von dem gruseligen „Myers-Haus“ die Rede. Wenn sie dann noch in der ländlichen Einöde liegen und es an allen Ecken und Enden knarzt und pocht und was nicht alles, kann einen das schon des Nachts etwas unruhig werden lassen. Aber nicht nur Häuser sind im Horror- oder Mystery-Genre beliebt, sondern auch Kinder. Irgendwas stimmt mit denen meist nicht, ob nun bei den ganz jungen („Rosemary’s Baby“) oder den schon etwas älteren („Das Omen“, „Orphan“ etc…) – und wenn es nur ist, dass sie mit dem Teufel im Bund sind. À propos „Orphan“: Waisenkinder sind da ja sowieso die Schlimmsten. Im Grunde war es also nur eine Frage der Zeit, bis einem die Kombination über den Weg läuft: Ein altes Haus voller Waisen – „Das Waisenhaus“, quasi. Und wer den Film noch nicht gesehen hat: Ich werde hier auf entscheidende Spoiler verzichten.

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