MAD MAX – FURY ROAD [2015]

madmax4_01Späte Fortsetzungen oder Remakes haben ja – trotz aller vorzuwerfender Einfallslosigkeit – einen Vorteil: Oftmals nehme ich sie gerne zum Anlass, mir noch einmal die „Originale“ vorher anzusehen, um einen Vergleich zu haben oder zumindest Hintergrundwissen. Und so kommen hin und wieder dann doch mal diverse Klassiker in den Player, wie auch hier vor der Kinosichtung des jüngsten Teils seine drei Vorgänger dran glauben mussten. Der erste war dabei ganz ok (muss man damals wohl dabei gewesen sein: 6,5/10), der zweite ein Schritt in die Richtung, in welcher ich mir die Filme vorgestellt habe (8/10) und der dritte war – nun ja, ich sag mal so: Steven Spielberg hätte es nicht anders gemacht, hätte er einen Abenteuerfilm mit einem Haufen Kids gedreht (5/10). Was sagt uns das nun im Vorfeld für Teil 4, 30 Jahre später? Nun, genau das, was der Trailer verpricht.
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KINGSMAN – THE SECRET SERVICE [2015]

kingsman1_01Schon bei „American Sniper“ war die Platzwahl (hinten rechts direkt an der Wand) nicht optimal, aber in der zweiten Reihe fast ganz vorne saß ich auch schon lange nicht mehr. Das mit den „spontanen“ Kinobesuchen ist dann halt immer so eine Sache, dann muß man nehmen was übrig bleibt und dankbar sein, schon zweimal dieses Jahr im Kino gewesen zu sein. Mark Millars „Kick-Ass“ fand ich als Film schon sehr unterhaltsam (wenn auch den ersten mehr als den zweiten), da darf einem doch bei seinen Kingsman-Agenten der Platz auch egal sein. Auch wenn ich notfalls den Sonntag mit Nackenschmerzen verbringen sollte. Doch hat sich die Tortur auch gelohnt?
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AMERICAN SNIPER [2015]

americansniper1_01Neulich noch die Tatsache akzeptiert, dass ich ja doch nie ins Kino komme, schon ist es soweit. Wenn auch „American Sniper“ jetzt nicht unbedingt Priorität hatte, muss man in der Gruppe manchmal Kompromisse eingehen – und so wurde für den ersten Kinobesuch seit dem dritten „Hobbit„-Teil ein Kompromiss gefunden, der die Meinungen spaltet wie kaum ein anderer Film in der letzten Zeit. Gleichzeit mein erster Film von Clint Eastwood als Regisseur. Eine richtige Erwartungshaltung hatte ich ehrlich gesagt nicht: Seit „Duell – Enemy the Gates“ finde ich die Sniper-Thematik schon interessant, dem im Vorfeld oft bemängelten Patriotismus sah ich jedoch skeptisch gegenüber.
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Shortcuts: AUFTRAG RACHE [2010]; ASPHALTRENNEN – TWO LANE BLACKTOP [1971]

Auftrag Rache

Auftragrache1_01„Auftrag Rache“ – Wow, das klingt ja mal knallhart. Gut, auch saudämlich, aber schon nach knallharter Action im Stile eines „96 Hours„. Dabei ist Mel Gibsons Rachefilm eher als Verschwörungs-Thriller einzuordnen, so sehr er auch auf Rache aus ist, so sehr ist er eigentlich hauptsächlich damit beschäftigt genau so eine aufzudecken. Natürlich passiert hin und wieder auch was, hin und wieder stirbt auch mal jemand keines natürlichen Todes, aber das ist weit von einem temporeichen Actionfilm entfernt, im Gegenteil. Stellenweise zieht sich das Ganze doch sehr, wird bewusst entschleunigt und die Story manövriert an der Grenze zur Unglaubwürdigkeit. Mel Gibson selber braucht dabei nicht viel mehr zu machen als erschöpft zu gucken und das Finale ist doch sehr unspektakulär. Die finale Szene fand ich jedoch durchaus gelungen, wenn diese auch vielerorts kritisiert wird.
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TRANCE – GEFÄHRLICHE ERINNERUNG [2013]

trance_01Bei Danny Boyle konnte ich mich bisher immer darauf verlassen, dass seine Filme meinen Erwartungen gerecht würden. Ob „Trainspotting“, „28 Days Later“, „Sunshine“, „Slumdog Millionär“ oder „127 Hours“: Find ich alle gut bis sehr gut. Konnte also – in der Theorie – bei „Trance“ wenig schiefgehen, dämlicher deutscher Tagline zum Trotz. Das ich über den Inhalt im Vorfeld wenig wusste hat sich im Nachhinein als Vorteil erwiesen, ist dies doch einer dieser Filme die einen überraschen (wollen). Ob sich meine hohen Erwartungen erfüllt haben oder ob sich „Trance“ als die erste Enttäuschung in der mir bekannten Filmographie Boyles erweist, lest Ihr im Folgenden.

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Shortcuts: ONLY GOD FORGIVES [2013]; THE PLACE BEYOND THE PINES [2012]; DAS IST DAS ENDE [2013]

ONLY GOD FORGIVES [2013]
ogf_01Nicolas Winding Refn war mir vor „Drive“ – wie könnte es anders sein – kein Begriff. Ich hatte keine Ahnung, welche Art von Film mich bei ihm in der Regel erwartet, ich wusste im Anschluss nur: „Drive“ war super, keine Frage also, dass ich auch „Only God Forgives“ früher oder später gucken muss. Und dann auch wieder mit Ryan Gosling, kann ja so viel auch nicht schiefgehen, denkt man sich dann ja. Ja, denkste: „Only God Forgives“ will mit jeder Szene Kunst sein, jede Einstellung ein Postermotiv, die Bilder sollen mehr aussagen als die Dialoge – von denen es auch nicht so viele gibt. Bedeutungsschwangere Blicke, Karaoke singende Thailänder und wieder stoische Blicke. Geredet wird nicht viel, bewegt wird sich auch nicht viel, alles spielt sich exakt in der Bildmitte ab. Das soll viel aussagen, tut es aber nicht, da es zu gewollt ist. Man kann da viel reininterpretieren, muss man aber nicht. „Only God Forgives“ ist der ambitionierteste und gleichzeitig bedeutungsloseste Film den ich in der letzten Zeit gesehen habe. Schicke Bilder, gute Schauspieler, die aber über die gesamte Laufzeit nur gelangweilt in der Gegend rumgucken: Ne.
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APP [2013]

app_01Wer auch nur hin und wieder die Champions League im ZDF verfolgt der weiß, wie toll die Mainzer die Idee des „Second Screen“ finden. Zusätzliche Infos zum jeweiligen Spiel auf dem Handy oder Laptop, mit Statistiken und ähnlichem Gedöns – „Webtribüne“ nennen die das da. Da ist es nur logisch, dass ein Film wie „App“ seine Premiere auf diesem Sender feiert – „der erste Kinofilm mit Second-Screen“. Vorzustellen hat man sich das so: Vor dem Film installiert man sich die App zum Film auf seinem Smartphone und startet sie bei Filmbeginn, über die Tonsignale des laufenden Films werden dann diverse Aktionen auf dem Handy gestartet, die das Filmerlebniss noch bereichern sollen. Und damit meine ich kein Bonusmaterial oder Audiokommentare. Ob das funktioniert? Beim ersten Versuch meldete die App noch frech, dass sie ja wohl merken würde, dass ich den Film gerade NICHT schaue (obwohl er lief), beim zweiten Versuch klappte es reibungslos. Und? Wie wars?

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HÄNSEL & GRETEL: HEXENJÄGER (Kinofassung) [2013]

haenselgretel_01Es gibt Filme, die sind allein von der Prämisse her schon ziemlich cool: Nazis auf dem Mond, ein Vampire jagender Präsident, Schlangen in einem Flugzeug, glitzernde Vampire. Oft ist es dann aber leider so, dass diese Idee auch schon das beste an diesem Film ist, da man letztendlich dann doch nicht all zu viel damit anzufangen weiß. Ganz schlimm wird es dann, wenn sich diese Filme selber zu ernst nehmen, denn merke: Je bekloppter die Idee, desto mehr Selbstironie sollte so ein Film schon mitbringen. Hier also: Hänsel und Gretel überleben – in leicht abgewandelter Art und Weise im Gegensatz zum Märchen – das Martyrium im Lebkuchenhaus und werden beruflich Hexenjäger. Soweit, so gut. Kann aber auch schlecht werden.

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96 HOURS – TAKEN 2 (Extended Cut) [2012]

taken2_01„Ja Mensch“, wird sich der deutsche Verleih gedacht haben, „doch noch ne Fortsetzung, und die hat nicht mal nen eigenständigen Namen. Und die hat nicht mal im Ansatz einen Bezug zu unseren 96 Stunden, die der deutsche Kinobesucher aber nun mal braucht, um den Film toll zu finden. Na, dann heißt der Film halt ’96 Hours – Taken 2′. ’96 Hours 2′ klingt ja schließlich auch blöd.“. So oder ähnlich mag das gewesen sein, damals, als sich die Fortsetzung von Liam Neesons Rachefilm ankündigte. Und man hatte schon die Befürchtung: So dumm die Entscheidung war, einem Film mit englischem Titel für den deutschen Markt einen neuen englischen Titel zu verpassen, so dumm könnte eine Fortsetzung zu diesem schon für einen Teil relativ inhaltsleeren Actioner werden. Den ersten Teil fand ich gut – rasant, actionreich, geradlinig, wenn auch mit ohne Story – aber das ist ja immer so eine Sache mit Fortsetzungen. Kennt man ja.

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