DIE BOURNE-REIHE: IDENTITÄT / VERSCHWÖRUNG / ULTIMATUM / VERMÄCHTNIS [2002-2012]

„Wer ist Jason Bourne?“

Diese Frage musste sich Matt Damon 2002 in dem Film Die Bourne Identität nicht als erster stellen, denn bereits 1988 war Richard Chamberlain auf der Suche nach seiner Vergangenheit. Da die Sichtung dieses Zweiteilers jedoch schon zu lange her ist und die Erinnerung erst noch wieder aufgefrischt werden muss, beschäftigen wir uns vorab schon mal mit den Bournes neueren Baujahres.

Die Bourne Identität [2002]

diebourneidentitat_012002 war es soweit: Matt Damon durfte sein Gedächtnis verlieren und seine Version eines ahnungslosen Jason Bourne abgeben. Herausgekommen ist ein bodenständiger Agententhriller, der versucht halbwegs realistisch zu wirken – was größtenteils auch funktioniert. Wenn es einem zunächst auch schwer fällt, Matt Damon den knallharten Spezialagenten abzukaufen, fällt einem das im Laufe des Filmes immer leichter. Viel schlimmer finde ich da allerdings die Besetzung von Franka Potente, welche wohl hauptsächlich die deutschen bzw. europäischen Zuschauer ins Kino locken sollte (der einzige Grund, warum ja auch hin und wieder Til Schweiger in Hollywoodfilmen auftaucht). Bis auf die Treppenhausszene also ein spannender, glaubwürdiger Film, bei dem man auch in actionreicheren Momenten nie die Übersicht verliert oder den Kopf auf die Tischkante schlagen müsste.
kritik

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Shortcuts: BERLIN CALLING [2008]; MOONRISE KINGDOM [2012]

Berlin Calling

berlincalling_01Vereinfacht gesagt: Musikfilm über einen zugedröhnten DJ, der in eine Nervenklinik eingewiesen wird. Anders gesagt: Verkrampftes deutsches Drama, wie man es sich vorstellt, nur mit größtenteils guter (bzw.: passender) Musikuntermalung. Die doch sehr minimalistische Musik Kalkbrenners, mit der ich vorher relativ wenig Berührungspunkte hatte, prägt den Film, rettet ihn sogar, umgekehrt jedoch genauso, hat mich der Soundtrack, für sich genommen und im Auto gehört, auch nicht so begeistert (als benutzerdefinierte Hintergrundmusik für FIFA 13 jedoch klasse!). Hier also die perfekte Symbiose, ein cineastischer Clubbesuch, nur halt relativ dröge, soll heißen: Der Funke will nicht wirklich überspringen, was schade ist. Wer jedoch aus der „Szene“ kommt, wird ihn womöglich mehr mögen.
kritik

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FIGHT CLUB [1999]

„My God. I haven’t been fucked like that since grade school.“

fightclub_01Ein Klassiker, Kultfilm womöglich, endlich gesehen. Ein Film, der sämtliche Hobbykritiker dazu verleitet, Ihre Kritiken möglichst intellektuell wirken zu lassen, man will den Film ja auch verstanden haben, und der Leser sollte doch möglichst einen Text lesen, der dem Film würdig ist. Keine Sorge, wird hier nicht passieren. Zu lange schon habe ich diesen kleinen Text hier vor mir hergeschoben, und bevor ich wieder die Hälfte des Films vergessen habe (aber wie könnte ich!), schreibe ich mal eben nieder, was mir dazu noch einfällt.

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Kritik: DER UNGLAUBLICHE HULK [2008]


„Vielleicht noch ein paar letzte Worte?“
– „Hulk smash!“

Unglaublich, aber wahr: Ich bin kein Freund des Hulk. Diese Serie hat mich noch nie so wirklich interessiert, weder als Comic, im Fernsehen oder im Kino. Sicher, Basiswissen habe ich: Hulk ist grün und hat eine lila Hose. Gespielt wurde er unter anderem von Lou Ferrigno (das ist der Nachbar der Heffernans) und der schlaueste ist er auch nicht. Basiswissen genug? Genug für mich jedenfalls, so dass ich nie wirklich wissen wollte, welche emotionalen Konflikte so ein verstrahlter Wissenschaftler austragen muss oder gegen welche übermächtigen Feinde er antreten muss. Doch da ich das Gefühl habe, dass Marvel seine Filme jetzt alle miteinander verknüpft, da die richtigen Fans ja Bescheid wissen, schau ich mir das auch an – schließlich will man ja auch in Zukunft verstehen, worum es in den Filmen geht…

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