FOOD FIGHT – WAS KOMMT AUF IHREN TELLER? [2008]

foodfightJa, ein klein wenig kommt es einem bekannt vor, das Cover zu „Food Fight“. Und der uninformierte Interessent (also ich) wird womöglich erst denken, dass diese Doku tatsächlich in irgendeinem Zusammenhang zu „Food Inc.“ steht. Was natürlich nicht so ist. Was sich aber wohl besser verkaufen lässt. Zumindest in Deutschland, ist das originale Cover doch ein ganz anderes. Und durch das gleiche Produktionsjahr stellt sich eh die Frage, ob oder wie man sich da gegenseitig inspiriert hat, denn inhaltlich gibt es durchaus Parallelen.

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SUPER SIZE ME [2004]

supersizeme_01Da muss man erst mal drauf kommen: Es gibt essbare Schokoladenzigaretten für Kinder, damit diese geprägt werden und als Erwachsene leichter zum Rauchen verführt werden können, weil es zum einen zum Teil gewohnt ist und zum anderen, weil man dadurch das Rauchen mit etwas Positivem – und im Idealfall ist das ja die Kindheit – verbindet. Das klingt für mich genausoweit hergeholt wie plausibel. Und wenn man das akzeptiert, dann wirkt die Tatsache, dass Fast-Food-Ketten und insbesondere McDonalds vermehrt Kinder ansprechen wollen ganz schön durchtrieben. Aber sollen sie doch machen, was ist schon dabei, das ist doch gesund oder? Ist auf so nem Burger nicht immer auch Salat? Und man kann doch auch nur Salat essen?

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FOOD, INC. [2008]

foodinc_01Kühe sind keine Mais-Fresser. Die Wildkuh an sich bevorzugt Gras. Sie frisst auch Mais, klar, aber wo das hinführt, sehen wir momentan: Milch mit krebserregenden Pilzen aufgrund von verseuchtem Futtermais aus Serbien. Das Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 wurde erst entdeckt, als es im Grunde schon zu spät war, als 10.000 Tonnen schon im Umlauf waren. Als 3.560 Bauernhöfe in Niedersachen schon ihre Kühe damit gefüttert hatten. Staatssekeretär Udo Paschedag fasst das Offensichtliche treffend zusammen: „Je billiger, desto schöner“. Und ein Sprecher des Importeurs Alfred C. Toepfer International sagte der ‚taz‘: „Der Mais war nicht bio-zertifiziert“[1]. Womit wir wieder einmal einen Lebensmittelskandal hätten, bei dem alle etwas davon haben: Die Kritiker des Systems und die Befürworter der Bio-Landwirtschaft.

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Kritik: ACHTERBAHN [2009]


„Wenn du alles riskierst, wer zahlt den Preis?“

Bei unserem letzten Besuch Berlins stand unter anderem auch ein Besuch des Spreeparks an. Ein alter Freizeitpark, soviel wussten wir, der gammelt da so vor sich hin. Der ehemalige Eingang, blickdicht verschlossen durch einen Bretterzaun, „Betreten verboten“-Schilder alle paar Meter. Ein Blick durch eine Zaunlücke offenbart das Offensichtliche: Hier war tatsächlich mal ein Freizeitpark. Aber das kündigt ja auch schon das Riesenrad an, von Weitem sichtbar überragt es den Wald um einiges. In der Nähe des Zauns – ein Wohnwagen, davor ein kleiner Pool. „Da wohnt der ehemalige Eigentümer“ sagt man uns, und das klingt schon recht lustig, dass der jetzt in seinem alten Freizeitpark wohnt, der langsam vor sich verwildert.

In den Park kommt man nicht, wenn man sich nicht für eine Führung angemeldet hat, und so bleibt uns nur der Weg darum herum. Immerhin – nach einigen Metern lichtet sich der Bretterzaun und lässt weitere Einblicke zu. Eine kleine Eisenbahn, auf Hochglanz poliert – wozu das noch? Im Gegensatz dazu die kleine Holzbühne, fast verrottet und man kann nur mutmaßen, dass diese wohl als Ort der Kinderbelustigung diente.

Link-Tipp: Was war der Spreepark?

Sehr viel sieht man nicht mehr im alten, ehemaligen Kulturpark der DDR. Man gewinnt den Eindruck, dass es wohl nicht so viele Attraktionen gab, so viel Platz scheint es zu geben. Das viele von diesen allerdings verstreut in Peru zu finden sind, davon ahnt man hier nichts. Man sieht das Riesenrad und fragt sich „Wann kippt das wohl um?“, man sieht die alten Bahnen und denkt, dass sich die Natur ihren Platz zurückfordert. Das auch der Sohn des ehemaligen Eigentümers gerne zurück möchte, nämlich nach Deutschland, weil er in Südamerika im Gefängnis sitzt – auch davon ist hier nichts zu spüren. Wie denn auch. Peru ist weit weg. Und erklärende Hinweisschilder gibt es nicht.

Link-Tipp: Der Berliner Spreepark Plänterwald

Doch nun hat sich Regisseur Peter Dörfler dem Spree-Park angenommen, und herausgekommen ist eine Dokumentation, die ihre Wirkung dadurch noch verstärkt, das man sich jederzeit die Ruinen des ehemaligen Freizeitparks anschauen kann. Ansonsten würde man die Geschichte wohl auch kaum glauben, zu sehr klingt diese nach einem durchgeknallten Hollywood-Drehbuchautor. Der Ruf des Schaustellers Norbert Witte erleidet einen schweren Schlag, als er 1981 einen schweren Unfall auf einem Hamburger Volksfest mitverschuldet und dabei 6 Menschen starben. Das dies jedoch seinem weiteren Werdegang nicht im Weg stand, wird anhand dieses Films sehr gut deutlich gemacht.

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Kritik: KÖNIGE DER WELLEN


„Hast du noch andere Talente als Surfen?“
– „Sie meinen so etwas wie singen und tanzen? Hahaha… nein, das ist nicht mein Ding. Ich surfe nur.“

Cody ist der beste Surfer der Antarktis und wird von einem Kamerateam auf eine tropische Insel begleitet. Auf dieser findet ein alljährlicher Surf-Wettkampf statt und Cody macht sich erntsthaft Hoffnungen, diesen zu gewinnen. Doch die Konkurrenz ist stark, allen voran Tank Evans, der das Turnier bereits neun mal gewann. Doch Cody gibt nicht auf und erhält völlig unerwartet Hilfe von jemanden, den er lange Zeit für Tod gehalten hat…

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Kritik: DIE REISE DER PINGUINE


„Ein ganzer Kerl, dank Papi!“

Antarktis, Wintereinbruch: Tausende von Kaiserpinguinen machen sich auf die Reise. Auf die Reise, zurück an ihren Geburtsort in der Tiefe der Antarktis. Jahr für Jahr marschieren sie hunderte von Kilometern, um ein einziges Ei zu legen, in einer Landschaft, die lebensfeindlicher nicht sein könnte…

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