HOUSE OF CARDS – Season 1

HouseofCards1_01Laut Wikipedia einer der Mitbegründer des „Binge-Watchings“, hielt sich mein Interesse für „House Of Cards“ bisher eher in Grenzen. Nachdem die dritte Staffel nun aber doch so aggressiv beworben wurde (sowohl im TV als auch im örtlichen Internet kam man nicht dran vorbei) dachte ich mir ok, einen Versuch ist es wert. Man kann die Sichtung ja abbrechen, wenn es dann doch nichts ist. Und da Ihr das hier lest könnt Ihr es Euch schon denken: Nein, ich habe die Sichtung nicht abgebrochen. Aber dennoch: Ist die Serie das Highlight, welches einem überall versprochen wird?
Read More

FIGHT CLUB [1999]

„My God. I haven’t been fucked like that since grade school.“

fightclub_01Ein Klassiker, Kultfilm womöglich, endlich gesehen. Ein Film, der sämtliche Hobbykritiker dazu verleitet, Ihre Kritiken möglichst intellektuell wirken zu lassen, man will den Film ja auch verstanden haben, und der Leser sollte doch möglichst einen Text lesen, der dem Film würdig ist. Keine Sorge, wird hier nicht passieren. Zu lange schon habe ich diesen kleinen Text hier vor mir hergeschoben, und bevor ich wieder die Hälfte des Films vergessen habe (aber wie könnte ich!), schreibe ich mal eben nieder, was mir dazu noch einfällt.

Read More

Kritik: VERBLENDUNG (The Girl With The Dragon Tattoo) [2011]


Der Amerikaner an sich untertitelt nicht so gern, aber noch weniger mag er es, Filme zu synchronisieren. Logische Konsequenz: Ausländische Kassenschlager müssen mal eben schnell für den amerikanischen Markt neu verfilmt werden. Prominente Beispiele wären da zum Beispiel „Vanilla Sky“ mit Tom Cruise (Original: „Open Your Eyes“), „Quarantine“, der sich „REC“ als Vorbild genommen hat oder aber „Let Me In“ – die Neuverfilmung von“Let The Right One In„. Nun also „Verblendung“, der zudem mit Daniel Craig auch recht prominent besetzt werden konnte. Doch was kann der Film jetzt noch bieten, was nicht schon das Buch und der Originalfilm boten? Zeigt Fincher nur ein Remake des Films oder eine Neuinterpretation des Buches? Aus der weggekürzten Handlung des schwedischen Originals könnte man schließlich fast einen eigenen Wirtschaftskrimi drehen…

Die Handlung entspricht der des Buches: Mikael Blomkvist ist leitender Redakteur der Zeitschrift „Millenium“. Als er einen Artikel über den Großindustriellen Wennerström veröffentlicht, ohne seine Quellen ausreichend zu belegen, wird er wegen Verleumdung angeklagt und zieht sich aus der Redaktion zurück. Da bietet ihm der ehemalige Industrielle Henrik Vanger ein Geschäft an: Blomkvist soll für ihn eine Familienchronik schreiben – und ganz nebenbei das Verschwinden seiner Nichte Harriet vor 35 Jahren aufklären. Mikael willigt ein – auch, um vorerst aus der Schusslinie der Medien zu geraten, um „Millenium“ nicht noch weiter zu schaden. Doch was er herausfindet, hat er in seinen kühnsten Träumen nicht erwartet…

Read More

Double-Feature: STARTUP (AntiTrust) [2001]; THE SOCIAL NETWORK [2010]

Wer kennt sie nicht, die Geschichten, die man sich am Lagerfeuer erzählt über Startup-Unternehmen, die in kleinen Garagen von Nerds gegründet wurden und die dann millionenschwere Konzerne wurden. Eine Idee, die die Welt revolutionierte – von Studenten, die ihre Freizeit sonst nicht anders verbrachten als an Computern zu schrauben und Codes zu schreiben.
Die gleiche Grundidee, aber zwei Filme, die fast unterschiedlicher nicht sein können. Vereinfacht lässt sich festhalten: Auf der einen Seite haben wie den Studenten, der sich in einer knallharten und brutalen Geschäftswelt prostituiert, auf der anderen Seite den idealistischen Programmierer, der vor allem anderen die Sorge hat, seine Idee wäre nicht mehr cool.

STARTUP
(Conspiracy.com / AntiTrust)

Milo (im Mark Zuckerberg Gedächtnislook) und seine Kumpels arbeiten in einer Garage an einem revolutionären Open-Source Programm, mit dem weltweite Datenkommunikation für jeden ermöglicht würde. Gary, Chef des Software-Konzerns „Nurv“, arbeitet an einem ähnlichen Projekt – kommerziell natürlich. Um den angestrebten Termin einhalten zu können, wirbt er Milo an. Dieser nimmt das Angebot an – merkt aber schnell, das etwas faul ist im Hause Nurv. Denn wie der deutsche Untertitel schon sagt: „Traue nur dir selbst“, hier ist niemand was er scheint, und Gary ja schon mal gar nicht. In Wirklichkeit ist er nämlich Bill Gates.

Oberflächlich betrachtet ist „Startup“ ein solider Teenie-Thriller der zeigt, was wir alle schon insgeheim wussten: Microsoft Nurv klaut seine Codes von Programmieren zusammen und stellt unfertige Produkte auf den Markt und nicht nur das – sie töten die Programmierer sogar! Denn wie sagte Gary noch: „Jeder Student in seiner Garage könnte ein besseres Produkt entwickeln und uns vom Markt drängen“. Theoretisch, ja. Praktisch lässt er es dann aber lieber nicht soweit kommen. Wie gesagt, oberflächlich. Denn durch all die Themen, die der Film von sich aus anspricht – man braucht Profit, um zu expandieren, man kann mit dem Geld ja auch Gutes tun, Open Source wird ja doch nur von anderen geklaut, die dann damit Geld verdienen – durch all das widerspricht er seiner Grundidee – Open Source ist das einzig wahre – permanent selber. Denn wenn Nurv für sein Kommunikationsnetzwerk 12 Satelliten ins All schießen musste, wie wollten Milo & Co. ein ähnliches Programm (frei) auf den Markt bringen, ganz ohne Satellit? Es scheint also, als ob man doch ein wenig Geld braucht, um seine Ideen zu verwirklichen – aber das wird lieber nicht hinterfragt. Was ein richtiger Nerd ist, der schafft sowas ganz ohne Satellitentechnik. Früher ging sowas auch mit zwei Dosen und einem Bindfaden.

THE SOCIAL NETWORK

Mit dem Klischee mit der Firmengründung in der Garage hat der Film nicht mehr viel am Hut, auch wenn es hier eine Studentenbude ist, in der alles seinen Anfang nimmt. Nicht, um Geld zu verdienen oder um ganz groß rauszukommen – es beginnt mit einer einfachen Rache an Zuckerbergs Exfreundin bzw. den Frauen allgemein. Denn es geht um Beziehungen. Freundschaftliche, die Zuckerberg in dem Film zwar zugeschrieben werden, die aber (für ihn) nicht wirklich relevant sind, sondern nur ein Mittel zum Zweck (=Finanzierung) sind, Liebesbeziehungen, die gleich zu Beginn des Film gekappt werden, oder die Art von Beziehungen, durch die man in angesagte Lokale kommt, die einem den Zugang in prestigeträchtige Vereinigungen ebnen, durch welche man noch prestigeträchtigere Verbindungen knüpfen kann. Wer kennt wen, und kennt man vielleicht auch die Freundesfreunde? Und wenn ja, was machen die grade?

Read More

Kritik: SIEBEN


„Ernest Hemingway hat mal geschrieben: die Welt ist so schön, und ist es wert, daß man um sie kämpft. Dem zweiten Teil stimme ich zu.“

Detective Somerset will in sieben Tagen in den Ruhestand und muss in der ihm verbleibenden Woche noch seinen Nachfolger, Detective Mills, einarbeiten. Kaum dass dieser eingetroffen ist, bekommen sie es auch schon mit einem Serienkiller zu tun, der seine Opfer nach den Motiven der sieben Hauptlaster regelrecht hinrichtet. Während Somerset nicht glaubt, es würde etwas ändern, wenn der Fall aufgeklärt würde oder nicht, geht Mills enthusiastisch an den Fall. Doch schon bald muss das ungleiche Ermittlerteam feststellen, dass ihnen der Killer immer einen Schritt voraus ist…

Read More