AMERICAN SNIPER [2015]

americansniper1_01Neulich noch die Tatsache akzeptiert, dass ich ja doch nie ins Kino komme, schon ist es soweit. Wenn auch „American Sniper“ jetzt nicht unbedingt Priorität hatte, muss man in der Gruppe manchmal Kompromisse eingehen – und so wurde für den ersten Kinobesuch seit dem dritten „Hobbit„-Teil ein Kompromiss gefunden, der die Meinungen spaltet wie kaum ein anderer Film in der letzten Zeit. Gleichzeit mein erster Film von Clint Eastwood als Regisseur. Eine richtige Erwartungshaltung hatte ich ehrlich gesagt nicht: Seit „Duell – Enemy the Gates“ finde ich die Sniper-Thematik schon interessant, dem im Vorfeld oft bemängelten Patriotismus sah ich jedoch skeptisch gegenüber.
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Kritik: ERBARMUNGSLOS [1992]

„She was a comely young woman and not without prospects. Therefore it was heartbreaking to her mother that she would enter into marriage with William Munny, a known thief and murderer, a man of notoriously vicious and intemperate disposition. When she died, it was not at his hands as her mother might have suspected, but of smallpox. That was 1878.“

Denkt man an Clint Eastwood, denkt man unweigerlich auch an den Mann ohne Namen mit Zigarillo und Poncho, der für so viele Western stilprägend war und mit „Zwei glorreiche Halunken“ zudem auch noch einen der besten Western überhaupt hervorbrachte. Und auch wenn das Genre des Western nie wieder so beliebt wie in den 60er Jahren war, so war Eastwood scheinbar noch nicht durch mit dem Thema, so dass er sich 1992 erneut in den Sattel setzte, um durch die Prärie zu reiten. Aber nicht alleine: Mit Morgan Freeman und Gene Hackman (und ihm selber in der Hauptrolle) ist sein Streifen zudem auch noch hochkarätig besetzt. Ob das funktioniert? Kann so ein Rentnerwestern mit einem der Ikonen der damaligen Zeit auch jetzt noch begeistern? (Spoiler sind zu erwarten!)

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Kurzkritik: FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR [1964]

Ursprünglich wollte ich da ja gar nichts zu schreiben, gingen nach der Erstsichtung doch einige Jahre ins Land und die nun erfolgte Sichtung geschah auf Basis der gekürzten Fassung von 1980 unter der Synchronisierungs-Federführung von Rainer Brandt. Die Folge ist ein Western mit Haudrauf-Humor, mit Anleihen an einen Bud Spencer Film, der dadurch einiges von seiner Atmosphäre einbüßt. Nichts desto trotz weiß man ja, dass das nicht so muss, dass der Film mehr ist als ein paar deplazierte dumme Sprüche. Man weiß, dass „Für eine Handvoll Dollar“, der Erstling von Sergio Leone, das Genre des Italo-Westerns begründete und den Weg ebnete für so einige Nachahmer.

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