Kritik: THE AVENGERS 3D [2012]

„Guys! I’m bringing the party to you!“

Natürlich ist es üblich, vor einem Film mehrere Teaser und Trailer rauszuhauen, um das Interesse an dem Film zu wecken, hochzuhalten, zu entfachen. Klappt manchmal gut, manchmal schlecht, und dann heißt es oft „Der Trailer war ja besser als der Film!“. Bei Marvel muss man sich des Risikos bewusst gewesen sein, brachte aber trotzdem gleich mehrere Trailer in Spielfilmlänge heraus, getarnt als eigenständige Spielfilme: „Der unglaubliche Hulk„, „Iron Man“ 1 + 2, „Captain America“ und „Thor„: Nichts bereitet besser auf einen Film vor als ein Film. Oder fünf Filme. Einen Vorteil hat diese Vorgehensweise aber durchaus: Dadurch erspart man sich eine womöglich langwierige Charaktereinführung im Hauptfilm und es kann gleich zur Sache gehen.

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Captain America

Amerikas Vorzeigeheld ist ein schwieriger Fall. Der handlungsbedingte Patriotismus ist mit Sicherheit nicht jedermans Sache, sein doch eher lächerliches Outfit lädt auch nicht grade zu einer näheren Betrachtung ein. Mein letzter Kontakt zu Steve Rogers liegt nun auch schon mindestens 20 Jahre zurück, als ich als Kind auf dem Flohmarkt ein Comicheft mit ihm erstanden habe, mehr wusste ich davon leider auch nicht, bis jetzt. Denn jetzt also der Film als Vorbereitung für die „Avengers“. Und das ganze beginnt recht vielversprechend als actionreiches B-Movie, fällt dann aber mit fortlaufender Spielzeit immer weiter ab. Mehr und mehr driftet der Film ins Lächerliche ab, wenn der Typ in seinem blauen Strampler gegen die rote Skelettfresse antritt – so richtig Spannung will dabei auch gar nicht aufkommen, denn wirklich Gefahr strahlt die Hydra gar nicht aus. Was genau an Captain America so gefährlich sein soll, dass Red Skull direkt seinen ganzen Stützpunkt in die Luft jagt, nur weil er auftaucht, wird auch nicht so ganz deutlich. Bis jetzt („Thor“ noch nicht gesehen) mit dem „Hulk“ der schwächste von Marvels Filmen.

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