AMERICAN SNIPER [2015]

americansniper1_01Neulich noch die Tatsache akzeptiert, dass ich ja doch nie ins Kino komme, schon ist es soweit. Wenn auch „American Sniper“ jetzt nicht unbedingt Priorität hatte, muss man in der Gruppe manchmal Kompromisse eingehen – und so wurde für den ersten Kinobesuch seit dem dritten „Hobbit„-Teil ein Kompromiss gefunden, der die Meinungen spaltet wie kaum ein anderer Film in der letzten Zeit. Gleichzeit mein erster Film von Clint Eastwood als Regisseur. Eine richtige Erwartungshaltung hatte ich ehrlich gesagt nicht: Seit „Duell – Enemy the Gates“ finde ich die Sniper-Thematik schon interessant, dem im Vorfeld oft bemängelten Patriotismus sah ich jedoch skeptisch gegenüber.
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Shortcuts: HOP [2011]; LARS UND DIE FRAUEN [2007]; MEGA-SHARK VS. GIANT-OCTOPUS [2009]; ZEITEN ÄNDERN DICH [2010]

Hop – Osterhase oder Superstar?

Es ist unglaublich, wie beliebig und langweilig man einen Film gestalten kann, so dass höchstwahrscheinlich sogar die Zielgruppe der unter 9-Jährigen angeödet sein wird. Storytechnisch dachte man sich wohl, dass die Weihnachtsfilme bereits abgegrast sind und man jetzt auch mal mit Ostern Kasse machen will, und so ist es halt der Osterhase Junior (kreative Namensgebung: „E.B.“, für Easter-Bunny…), der das Leben von James Marsden schwer macht, und zwar leider genau so, wie man sich das vorstellt. Das die beste Szene die ist, in der Marsden den Hasen mit einem Stein erschlagen will, sagt erschreckend viel über den Film aus. Belangloser „Santa Clause“-Abklatsch vom Reißbrett, der außer ganz netten Animationen und Penny aus „The Big Bang Theory“ nicht viel zu bieten hat.

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Double-Feature: ED WOOD [1995] + PLAN 9 FROM OUTER SPACE [1959]


„Wenn man eine Vision hat, dann muss man für sie kämpfen. Wer will schon sein Leben lang die Träume anderer verwirklichen!?“

Uwe Boll hatte Ed Wood bis vor kurzem eine Kleinigkeit voraus: Ich kannte zumindest einen Film von ihm, so dass ich zumindest in Teilen mitreden konnte. Bei Wood verhielt es sich anders: Das er der schlechteste Regisseur aller Zeiten sein soll oder Plan 9 zumindest der schlechteste Film, das nahm ich mal einfach als gegeben hin. Far Cry beispielsweise fand ich scheiße, da fällt es schon leichter zu glauben dass Boll auch ansonsten keine Meisterwerke fabriziert hat. Doch diese Zeiten sind vorbei: Mit einem kleinen Themenabend im Heimkino gedachten wir Edward Davies Wood jr. und seinem wohl bekanntesten Werk.

ED WOOD [1995]

„Bei Filmen geht es nicht um kleinliche Details, sondern um die ganze Geschichte.“
– „Tatsächlich?“
„Ja!“
– „Und warum ist dann der Polizist bei Tageslicht angekommen und jetzt ist es schon dunkel?“
„Das weiß doch nun jeder: Irritationselemente steigern die Spannung!“

Ein Film von Tim Burton mit Johnny Depp in der Hauptrolle – das klingt zunächst einmal nicht besonders „besonders“ oder gar originell, hat man sich an diese Konstellation doch schon gewöhnt und sie aber auch sehr zu schätzen gelernt. Ist dieser Film dann aber als Hommage an die damalige Zeit in schwarz-weiß und geht es um den berühmtesten schlechtesten Regisseur aller Zeiten, dann wird man schon hellhörig und das, soviel sei verraten, völlig zu Recht. Ed Wood ist ganz großartig und es gibt viele Gründe, warum das so ist.

Ed Wood träumt von seinem eigenen, erfolgreichen Hollywood-Kassenschlager. Seiner Meinung nach hat er die Fähigkeiten und das Talent dafür, doch leider fehlen ihm zum ganz großen Wurf die Mittel. Ein kleiner Lichtblick scheint da seine Freundschaft zum alternden, ehemaligen Filmstar Bela Lugosi zu sein, den er für relativ kleines Geld werbewirksam in seinen Filmen unterbringen kann. Die Tatsache, dass Wood sich gerne in Frauenkleidern zeigt, ist nicht sonderlich hilfreich bei der Suche nach Geldgebern. Nachdem sein Film Bride of the Monster nicht ganz die erwartete Publikumsresonanz findet, setzt er all seine Hoffnung in sein neuestes Projekt: Grabräuber aus dem Weltall. Da er allerdings als Financiers eine Baptistengemeinde gefunden hat, ändert er den Titel schließlich in Plan 9 From Outer Space. Die Dreharbeiten beginnen…

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Shortcuts: JURASSIC PARK 2 (VERGESSENE WELT) +3, DER SPONGEBOB SCHWAMMKOPF FILM, ENZO FERRARI

Das Wichtigste in Kürze:

VERGESSENE WELT – JURASSIC PARK 2 [1997]

Nach dem Erfolg von Jurassic Park war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die Fortsetzung in den Kinos anlaufen sollte. Im Gegensatz zum ersten Teil, in dem die Spannung sogar langsam aufgebaut wurde und Wert auf eine funktionierende Story gelegt wurde, dient die Handlung hier nur als Mittel zum Zweck: Irgendwie kommen halt wieder Leute auf die Insel (ok, die Nachbarinsel, aber wen kümmerts?) und kämpfen wieder ums Überleben. Oder, um es mit Jeff Goldblums Charakter zu sagen: „Ja, ‚Wow!‘. Das sagt jeder am Anfang! Aber dann, dann rennen alle um ihr Leben und schreien Zeter und Mordio.“. So natürlich auch hier, und um der Fortsetzung auch ihre Daseinsberechtigung zu geben, muss natürlich alles lauter, gefährlicher, größer und brutaler sein. So haben es unsere Hauptprotagonisten eben nicht nur mit einem, sondern mit zwei Tyrannosaurus zu tun und ganz nebenbei noch mit einem Jagdtrupp von InGen. Das funktioniert in diesem Fall auch alles noch recht gut und ist ganz nett anzusehen. Für eine Fortsetzung also ein guter Film, wenn er auch bei weitem nicht an den ersten Teil heranreicht.

JURASSIK PARK 3 [2001]

Anders im dritten Teil: So langsam begann sich das Franchise abzunutzen. Um Fans des ersten Teils erneut in die Kinos zu locken, wurde Sam Neill als Alan Grant reaktiviert, der zwar nur für einen Rundflug über der Insel „gebucht“ wird, von dem man aber von Anfang an weiß: Die bleiben nicht über der Insel, sondern da geht’s wohl auch AUF die Insel. Schneller noch als im zweiten Teil geht hier die Post ab und neue Dinosaurier erobern die Leinwand. Jetzt geht es auch in die Luft, denn neben neuen Raubsauriern begeben sich unsere Helden auch in ein Gehege mit Flugsauriern. Wobei Helden schon zuviel gesagt ist: Denn im Grunde ist hier niemand heldenhaft, denn alle rennen ja die ganze Zeit weg. Der weibliche Part des Ehepaars, welches Grant auf die Insel gelockt hat, ist die ganze Zeit nur am Rumschreien, ihr Mann ist die Ahnungslosigkeit in Person und Grant hat gar keinen Bock da zu sein, wo er ist. Als reiner Actionfilm für zwischendurch zwar irgendwie geeignet, mehr ist aus Jurassic Park 3 aber eben nicht herauszuholen.

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