Shortcuts: RANGO [2011]; GEFAHR AUS DEM WELTALL [1953]; WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN [1973]; DARK CITY [1998]

Rango

Animationswestern mit Johnny Depp als Chamäleon Rango, welches auf der Suche nach sich selber Sherriff in der kleinen Stadt Dirt wird. Weniger kindgerechte Komödie, mehr humorvoller CGI-Western mit Anspielungen auf das Genre: „Rango“ unterhält sehr gut und verfällt nur selten in genretypische Verhaltensmuster. Die Animationen sind grandios und müssen Vergleiche mit Pixar keinesfalls scheuen, im Gegenteil: In manchen Szenen verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Animation nahezu und macht „Rango“ damit zur Blu Ray Referenz in Sachen Bildqualität. Womit der Film auch für Leute interessant wird, die ihn ansonsten vielleicht nicht beachtet hätten.
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Shortcuts: HOP [2011]; LARS UND DIE FRAUEN [2007]; MEGA-SHARK VS. GIANT-OCTOPUS [2009]; ZEITEN ÄNDERN DICH [2010]

Hop – Osterhase oder Superstar?

Es ist unglaublich, wie beliebig und langweilig man einen Film gestalten kann, so dass höchstwahrscheinlich sogar die Zielgruppe der unter 9-Jährigen angeödet sein wird. Storytechnisch dachte man sich wohl, dass die Weihnachtsfilme bereits abgegrast sind und man jetzt auch mal mit Ostern Kasse machen will, und so ist es halt der Osterhase Junior (kreative Namensgebung: „E.B.“, für Easter-Bunny…), der das Leben von James Marsden schwer macht, und zwar leider genau so, wie man sich das vorstellt. Das die beste Szene die ist, in der Marsden den Hasen mit einem Stein erschlagen will, sagt erschreckend viel über den Film aus. Belangloser „Santa Clause“-Abklatsch vom Reißbrett, der außer ganz netten Animationen und Penny aus „The Big Bang Theory“ nicht viel zu bieten hat.

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Shortcuts: STARSHIP TROOPERS [1997]; BATTLE OF LOS ANGELES [2011]; DIE SCHLÜMPFE [2011]

Starship Troopers

Verhoevens Science-Fiction-Film, der einen Haufen Schönlinge aus ihre „OC California“ Glitzerwelt direkt in den Krieg gegen außerirdische Bugs wirft. Zum Film selber braucht man vermutlich gar nichts zu sagen, aber was für mich neu war: Der Film selber zwar ungeschnitten, die deutsche Synchro ist jedoch enorm sinnverfälschend zensiert. Während im Original nur Soldaten als vollwertige Bürger gelten und z.B. Wahlrecht haben, wird dies in der deutschen Fassung vorsichtshalber umgangen, in dem immer nur von Soldaten geredet wird und Kinder beschützen und so. Das an einer Stelle davon die Rede ist, dass die Demokratie nichts taugt und pure Gewalt die Lösung ist – davon wollte man in Deutschland lieber nichts hören. Futter für alle OT-Verfechter, was schade ist, da die deutsche Synchro ansonsten als gelungen bezeichnet werden kann. Bei aktuellen Sichtungen übrigen sehr witzig: Neil Patrick Harris als Nachrichten-Offizier im Gestapo-Look. Suit up!

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Kritik: OBEN [2009]

Es gibt nicht nur Pixar. Das wollen wir doch mal klarstellen. In der Zeit zwischen den Pixar-Titeln kommen so viele Animationsfilme in die Kinos, die um die Zuschauer buhlen, doch wenn man Leute nach ihren Animationslieblingen fragt, werden doch erstaunlich oft Filme aus John Lassiters Firma genannt. Zufall? Wohl nicht. Insbesondere mit „Toy Story“ revolutionierte Pixar das Genre, und das nicht nur aufgrund technischer Perfektion. Es waren auch die erzählten Geschichten, die es manchmal in der Form noch nicht gab, und selbst wenn, wurden sie so hintergründig und humorvoll erzählt, das man oft das Gefühl hatte, vor Pixar gab es das nicht. Sprechende Autos, verliebte Roboter, eine Familie voller Superhelden und kochende Ratten – es gibt nichts, was es nicht gibt. Und genau deswegen kann auch ein alter Mann mit Hilfe hunderter Luftballons mit seinem Haus wegfliegen.

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Kritik: STAR WARS – THE CLONE WARS [2008]

George Lucas tut mir ja ganz ehrlich leid. Da hatte er mit Episode IV-VI Meilensteine des Unterhaltungskinos geschaffen, den ultimativen Kampf zwischen Gut und Böse in einem bis dahin unbeliebtem Genre mit seinerzeit bahnbrechenden Effekten, und dann reicht das nicht mal für den Lebensabend. Gut, je nach Lebensstil ist das ja verständlich, und somit sind Episode II-III auch entschuldbar (Episode I niemals), denn irgendwovon muss der gute Mann ja auch leben. Nun hat es sich aber zugetragen, dass im Zuge der Einführung des Euro auch in Amerika alles immer teurer wird (ganz bestimmt liegt es daran), und somit reichte das Geld dann trotzdem nicht sehr lange. Eine neue Merchandise-Quelle musste her, ein neuer Kinofilm, mit dessen Umsatz die ganzen Rechnungen bezahlt werden konnten. Die Idee zum Film „The Clone Wars“ war geboren. Ok, Spaß beiseite: Natürlich erzählt „The Clone Wars“ eine Geschichte, die George Lucas von Anfang an erzählen wollte und unerlässlich für das Verständnis der Saga ist. Oder so.

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Shortcuts: RED RIDING HOOD [2011]; DER PLAN [2011]; PAUL [2011]

Red Riding Hood – Unter dem Wolfsmond

„Twilight“ meets „Rotkäppchen“. 2012 wird ja eh das Jahr der Märchen, warum sich also nicht schon mal in Stimmung bringen. Das das mit diesem Film allerdings nicht funktioniert, sei euch an dieser Stelle schon mal verraten. Untalentierte „Schauspieler“ stolpern durch billige Kulissen und schmachten sich gegenseitig an. Warum sie das tun, wird dem Zuschauer nie ganz klar sondern einfach vorausgesetzt. Schon nach den ersten Minuten ist klar: Sie liebt ihn, muss aber den anderen heiraten und die beiden lieben sie. Schade, dass sich Gary Oldman ans Set verirrt hat und zum Mitspielen gezwungen wurde, aber wenigstens rettet das den Film ein wenig. Ansonsten ist das alles dummes Zeug für kleine Mädchen, die vom „Twilight“-Kitsch nicht genug bekommen können.

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Kurzkritik: PERSEPOLIS [2007]

Das Leben im Iran war und ist nicht immer einfach. Das wissen die Menschen die dort leben bzw. gelebt haben wohl am besten. Marjane Satrapi kommt aus dem Iran, lebt jetzt in Frankreich und hat ihre Erlebnisse aus der Heimat in einem mehrbändigen Comic festgehalten. In tristem – dafür aber kontrastreichen – S/W-Zeichnungen erfährt der Leser – oder in diesem Fall der Zuschauer – wie es war, damals, von der Regentschaft des Schah, über die Islamische Revolution bis in die 90er Jahre, in denen Satrapi nach Frankreich auswanderte.

Der Film beginnt mit der Kindheit Satrapis, in welcher der Schah noch an der Macht ist. Die Menschen im Iran sind unzufrieden mit den Verhältnissen in ihrem Land und im Zuge der Revolution verlässt der Schah den Iran. Aufbruchstimmung macht sich breit, die jedoch bald wieder verfliegt: Die neuen Machthaber setzen ihre religiösen Vorstellungen über die Gesellschaft sehr bald in die Tat um, welche das Leben im Iran stark einschränken und insbesondere die Rolle der Frau beeinflussen.

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