HÄNSEL & GRETEL: HEXENJÄGER (Kinofassung) [2013]

haenselgretel_01Es gibt Filme, die sind allein von der Prämisse her schon ziemlich cool: Nazis auf dem Mond, ein Vampire jagender Präsident, Schlangen in einem Flugzeug, glitzernde Vampire. Oft ist es dann aber leider so, dass diese Idee auch schon das beste an diesem Film ist, da man letztendlich dann doch nicht all zu viel damit anzufangen weiß. Ganz schlimm wird es dann, wenn sich diese Filme selber zu ernst nehmen, denn merke: Je bekloppter die Idee, desto mehr Selbstironie sollte so ein Film schon mitbringen. Hier also: Hänsel und Gretel überleben – in leicht abgewandelter Art und Weise im Gegensatz zum Märchen – das Martyrium im Lebkuchenhaus und werden beruflich Hexenjäger. Soweit, so gut. Kann aber auch schlecht werden.

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96 HOURS – TAKEN 2 (Extended Cut) [2012]

taken2_01„Ja Mensch“, wird sich der deutsche Verleih gedacht haben, „doch noch ne Fortsetzung, und die hat nicht mal nen eigenständigen Namen. Und die hat nicht mal im Ansatz einen Bezug zu unseren 96 Stunden, die der deutsche Kinobesucher aber nun mal braucht, um den Film toll zu finden. Na, dann heißt der Film halt ’96 Hours – Taken 2′. ’96 Hours 2′ klingt ja schließlich auch blöd.“. So oder ähnlich mag das gewesen sein, damals, als sich die Fortsetzung von Liam Neesons Rachefilm ankündigte. Und man hatte schon die Befürchtung: So dumm die Entscheidung war, einem Film mit englischem Titel für den deutschen Markt einen neuen englischen Titel zu verpassen, so dumm könnte eine Fortsetzung zu diesem schon für einen Teil relativ inhaltsleeren Actioner werden. Den ersten Teil fand ich gut – rasant, actionreich, geradlinig, wenn auch mit ohne Story – aber das ist ja immer so eine Sache mit Fortsetzungen. Kennt man ja.

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DER HERR DER RINGE – TRILOGIE (SE) [2001-2003]

hdrtrilogie_01Was „Eine unerwartete Reise“ nicht geschafft hat, das schaffte „Smaugs Einöde“: Lust auf eine erneute Sichtung der klassischen Trilogie. Was ja abseits von allen Punkten auch viel über den jeweiligen Film aussagt. Und auch wenn der Umzugs- und Feiertagsstress tatsächlich seinen Tribut gezollt hat, mussten die Sichtungen (natürlich) in den erweiterten Fassungen stattfinden, denn wenn Mittelerde, dann so viel wie möglich. Und rückblickend kann ich auch gar nicht sagen, ob ich jemals wieder auf bestimmte Szenen verzichten könnte, zu stimmig ist das Gesamtbild, so großartig ist die Atmosphäre dieser Welt, in die uns Peter Jackson eintauchen lässt. Abgesehen davon, dass Jackson gefühlt jeden im Buch beschriebenen Grashalm auch tatsächlich abgefilmt hat, bilden diese drei Filme für mich auch deshalb die besten Buchverfilmungen, weil es das Mittelerde ist, welches man beim Lesen vor Augen hatte. So und nicht anders sieht es dort aus, fühlt es sich an. Inhaltliche Änderungen und Anpassungen für den Massengeschmack hin oder her: Anders kann ich mir einen Film über Isildurs Fluch jetzt nicht mehr vorstellen. Oder drei Filme. Wie auch immer.

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SHARKNADO [2013]

“Sharks. I never saw that coming.”

sharknado_01Ich verrate Euch jetzt das Ende des Films, damit Ihr wisst, auf welche Art Film Ihr Euch mit „Sharknado“ einlasst. Außerdem ist dieser Absatz das Lustigste, was ich seit langem bei Wikipedia lesen durfte, insbesondere aufgrund des letzten Satzes: [SPOILER] „Nova stürzt aus dem Hubschrauber und wird von einem besonders großen Hai verschluckt. Als zufällig derselbe Hai aus dem Tornado Richtung Boden fliegt, springt Fin mit einer Motorsäge in dessen Bauch. Er schafft es sich selbst und die blutüberströmte aber lebende Nova mit der Motorsäge von innen heraus zu befreien. Der Hai überlebt diesen Eingriff nicht.“ Das passiert in dem Film wirklich: Fin springt mit der Motorsäge in den Bauch des Haies und rettet sich und seine Bekannte.[/SPOILER] ’nuff said. Eigentlich.

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DIE TRIBUTE VON PANEM – CATCHING FIRE [2013]

tributepanem2_01Man macht schnell den Fehler, die „Tribute“-Filme als weiteren Teenie-Quatsch und Cash-Cow à la „Twilight“ abzustempeln. Mit diesen Erwartungen bin ich seinerzeit auch an den ersten Teil herangegangen und wurde daraufhin positiv überrascht – weswegen die Sichtung des zweiten Teils natürlich Formsache war. Die Bücher habe ich, dass sollte ich vielleicht dazu sagen, immer noch nicht gelesen. Ob oder wie sich der zweite Teil an die Buchvorlage „Gefährliche Liebe“ (ganz, ganz schlimmer Titel) hält, kann ich also nicht beurteilen. Also mal ehrlich: Ich würde vermutlich nie von alleine auf die Idee kommen ein Buch zu lesen, das „Gefährliche Liebe“ heißt – siehe erster Satz oben. Jetzt vielleicht, aber wenn man nicht weiß um was es geht, da lass ich den Groschenroman doch lieber im Regal.

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SCHUTZENGEL [2012]

Schutzengel_01Ich gehöre ja nicht zu den Leuten, die prinzipiell etwas gegen Til Schweiger haben, auch wenn das modern ist. Ich fand „Der Eisbär“ gut, ich mag auch „Barfuss“, „Keinohrhasen“ ist jetzt auch kein Totalausfall, „Wo ist Fred?“ ist auch recht amüsant. Schweigers Problem ist einfach, dass er seine Rollen immer ähnlich anlegt, von Wandlungsfähigkeit kann man kaum sprechen. Und so sind seine Parts oftmals die schwächeren, die o.g. Filme ansonsten aber nicht so schlecht, wie sie gerne gemacht werden. Und die neueren sehen nicht nur gleich aus (Sepia FTW!), die Plakatgestaltungen sprechen oft schon Bände, wie innovativ die Filme dann tatsächlich sind. Jetzt also: „Schutzengel“. Mal nichts mit Romantik und Kitsch, dafür aber Action. Aber trotzdem mit viel Gefühl? Wenn das mal gut geht.

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GRAVITY (3D) [2013]

gravity3d_01Manche Filme hat man einfach nicht auf dem Zettel – weil man von anderen Genre-Vertretern enttäuscht wurde und der Trailer einen nicht wirklich überzeugt hat, zum Beispiel. Da müssen erst andere kommen und ihre Meinung kundtun, und wenn dann alle Welt jubiliert und frohlockt, wie toll der Film ist, dann guckt man ihn sich dann doch mal an. Erst recht, wenn man die Thematik (hier: Weltraum) sowieso mag. Und was soll ich sagen: Die anderen haben (wie so oft, aber nicht immer) Recht. Größtenteils zumindest, denn nicht alles an „Gravity“ rechtfertigt die Bezeichnung Meilenstein. Aber dazu später mehr.

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HIGH LANE [2009]

highlane_01Ich mag keine Bergsteigerfilme. Oder Taucherfilme. Oder sowas in der Richtung. Ich denk mir dann immer: Warum soll ich Angst um dich haben, selber Schuld, was machst du auch so’n Scheiß? Das war auch der Grund, warum ich „The Descent“ erst skeptisch gegenüberstand, welcher mich dann aber ganz schnell eines (sehr viel) Besseren belehrte. Und das ist auch der Grund, weshalb ich von „High Lane“ nicht all zu viel erwartete, dachte ich doch hier ein simples Bergsteiger-Drama zu sehen, alleine schon aufgrund der dummen deutschen Tagline „Schau nicht nach unten!“ und dem Werbetext auf der DVD „Wie Cliffhanger, nur realistischer“. Eines kann man jedoch hier schon verraten: Das mit dem Realismus, das vergessen wir mal ganz schnell wieder.
(Enthält leichte Spoiler)

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Shortcuts: BANSHEE – Season 1; BREAKING BAD – Season 2; ABRAHAM LINCOLN VAMPIRJÄGER [2012]

Banshee – Season 1

banshee1_01Ein neuer Sheriff ist in der Stadt – und was für einer! Ein Ex-Sträfling, der nur die Identität des an seinem ersten Tag ermordeten Sheriffs annimmt, um vor seinem Ex-Partner Rabbit unterzutauchen, dem er vor seiner Inhaftierung Diamenten gestohlen hatte. Das es auch ansonsten in der kleinen Stadt Banshee nicht all zu ruhig ist, davon ist schnell auszugehen. Eine kompromisslose Action-Serie mit einer absurd hoch anmutenden Anzahl von Sex-Szenen und expliziter Gewalt, dabei aber auch noch spannend (aber auch weniger komplex, als man zuerst meint). So ganz sauber scheint in dieser kleinen Stadt schließlich niemand zu sein. Das der ausstrahlende Sender Cinemax zu HBO gehört, macht sich bemerkbar, dass die Serie von den Machern von „True Blood“ ist, hier nur als Info, über die Aussagekraft dieser Info kann ich nichts sagen. Wenn Rodriguez und Tarantino eine Serie machen würden, es wäre „Banshee“.
kritik85_xb

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