HIGH LANE [2009]

highlane_01Ich mag keine Bergsteigerfilme. Oder Taucherfilme. Oder sowas in der Richtung. Ich denk mir dann immer: Warum soll ich Angst um dich haben, selber Schuld, was machst du auch so’n Scheiß? Das war auch der Grund, warum ich „The Descent“ erst skeptisch gegenüberstand, welcher mich dann aber ganz schnell eines (sehr viel) Besseren belehrte. Und das ist auch der Grund, weshalb ich von „High Lane“ nicht all zu viel erwartete, dachte ich doch hier ein simples Bergsteiger-Drama zu sehen, alleine schon aufgrund der dummen deutschen Tagline „Schau nicht nach unten!“ und dem Werbetext auf der DVD „Wie Cliffhanger, nur realistischer“. Eines kann man jedoch hier schon verraten: Das mit dem Realismus, das vergessen wir mal ganz schnell wieder.
(Enthält leichte Spoiler)

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Kurzkritik: PIRATES OF THE CARIBBEAN 4 – FREMDE GEZEITEN [2011]

Vier Filme auf der Basis einer Freizeitpark-Attraktion – gar nicht mal so eine schlechte Bilanz, ohne Johnny Depp als beschwipsten Cpt. Jack Sparrow wäre es aber vermutlich gar nicht so weit gekommen. Und so kommt es auch, dass er in Teil 4 vollends zur Hauptfigur erhoben wird, um den sich alles dreht. Wobei man sagen muss, dass die Produzenten auch gar keine andere Wahl hatten: Denn ohne Keira Knightly und Orlando Bloom fehlen gleich zwei Sympathieträger der Vorgänger, und bevor jetzt jemand mault, dass er beide nicht mochte: Zumindest kannte man ihre Rollen, ihre Geschichte, und nu sind se weg, weshalb Depp den Film alleine stemmen muss, zumindest bevor sich der Knightly/Bloom-Ersatz etablieren kann. Dabei ist „Film stemmen“ schon richtig formuliert, denn von „Story“ mag ich in diesem Zusammenhang gar nicht erst sprechen.
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#9 [2009]

9_01Die Menschheit hat den Krieg gegen die Maschinen verloren. Nachdem ein Wissenschaftler ein künstliches Gehirn erfunden hatte, wurde dieses (natürlich) vom Militär zweckentfremdet, um denkende Kampfmaschinen zu erschaffen. Diese wendeten sich allerdings (natürlich!) gegen die Menschheit, und so entbrannte ein Krieg, der klar von den aggressiven Wall-Es entschieden wurde. Aber etwas hat überlebt: Nachdem der Wissenschaftler seinen Fehler eingesehen hatte, übertrug er seine Seele in neun kleine Stoffpuppen. Diese sollen die Maschinen letztendlich besiegen. Nummer 9 ist eine dieser kleinen Puppen und erwacht eines Tages im Labor seines Schöpfers. Völlig perplex wagt er sich nach draußen in eine völlig menschenleere, zerstörte Stadt, in der er auf die anderen trifft, die von Nummer 1 angeführt werden. Mehr oder weniger gemeinsam treten sie den Kampf an.

Produziert von Tim Burton, erinnert #9 stellenweise an seine vorherigen Werke, wenn er auch in diesem Fall nur seinen Namen für den Film hergegeben hat. Ursprünglich basiert #9 auf dem gleichnamigen Kurzfilm, der vom Look und der Rahmenhandlung Pate gestanden hat. Herausgekommen ist ein finsterer Animationsfilm, der aufgrund der gezeigten menschlichen Leichenteile und auch Teilen der Handlung nur bedingt für Kinder geeignet ist. Beispielsweise setzt sich eine der Puppen in einer Szene auf eine abgetrennte menschliche Hand, um sich auszuruhen und sich einen Kick zu geben, in dem er sich einen Magneten an seinen Kopf hält, der seine Schaltkreise durcheinanderwirbelt…

Positiv an dem Film, abgesehen von den sehr guten Animationen und dem stimmigen Soundtrack ist im Grunde auch alles andere, trotz der negativen Grundstimmung. Und obwohl die Charaktere vielleicht etwas oberflächlich sind und teilweise etwas überzeichnet scheinen, und obwohl die Handlungen von Nr. 9 nicht immer nachvollziehbar sind, so unterhält der Film in seiner kurzen Laufzeit. Man braucht nicht groß versuchen, irgendetwas hinein zu interpretieren, auch wenn einem Ansätze geboten werden: Verletzliche Stoffpuppen gegen riesige, seelenlose metallische Maschinenwesen, der übliche Plott, das sich die Maschinen gegen die Menschen wenden mit all seinen Konsequenzen. #9 erklärt seine Hintergrundgeschichte nur am Rande und bietet im Grunde nur eine kleine Episode aus dieser apokalyptischen Welt. Mehr will der Film aber auch gar nicht, und das macht er auch gut. Fragen werden nicht wirklich gestellt. Hätte es der Film darauf angelegt, hätten sich die kleinen Puppen ja auch schon mal im Vorfeld die Fragen gestellt „Wo komm ich her? Wo geh ich hin? Was ist das für eine Welt?“. Aber das tun sie nicht. „Ich denke, also bin ich, der Rest ist egal“ scheint die Devise zu sein, und wenn die kleinen Kerle dann irgendwann herausfinden, wo sie herkommen, dann ist das halt so und wirft auch keine weiteren Fragen auf. Und wie sich am Ende des Films die Zukunft für die verbliebenen Puppen darstellt, bleibt offen. Aber egal, nicht darüber nachdenken, anschauen und sich für 80 min gut unterhalten lassen.
kritik

Kritik: SKY CAPTAIN AND THE WORLD OF TOMORROW [2004]


„Ich habe dich wirklich nie betrogen!“
– „Ich habe deine Bremsleitung gekappt.“
„Drei Monate lang…“

Die Welt wird vom finsteren D. Totenkopf bedroht: Seine riesigen Roboterarmeen greifen die Städte an und stehlen wichtige Ressourcen und Technologien. Die Reporterin Polly Perkins deckt auf, dass er auch hinter dem Verschwinden von sechs hochrangigen Wissenschaftlern steckt. Hier kann nur einer helfen: Der Sky Captain alias Joe Sullivan ist für New York der Superheld der 40er Jahre und setzt mit seiner Crew alles daran, Totenkopf aufzuhalten…

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Kritik: DAS PHANTOM


„Wer war dieser Kerl?“
– „Jemand, den ich schon mal umgelegt habe.“
„Was?!“
– „Du hast richtig gehört, ich hab ihn umgelegt, vor Jahren!“
„Stell dir mal vor, er ist wieder da!“

Vor 400 Jahren wurde ein Handelsschiff von Piraten überfallen und erlitt Schiffbruch. Nur ein kleiner Junge konnte sich mit letzter Kraft an den Strand einer nahegelegenen Küste retten und wurde von den dortigen Eingeborenen aufgenommen. Mit zunehmenden Alter schwor er sich, das Unrecht und Piraterie zu bekämpfen und als „Das Phantom“ für Ordnung zu sorgen. Diese Bürde gab er von da an immer an seinen Sohn weiter. So entstand für die Unterwelt und die Eingeborenen die Legende des „wandelnden Geistes“, des unsterblichen Phantoms. Als Xander Drax, ein Industrieller aus New York, aus dem Dschungel einen myteriösen goldenen Schädel stehlen lässt, um dadurch an unglaubliche Macht zu kommen, verlässt das Phantom den Dschungel, um Drax zu stellen…

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Kritik: DIE MUMIE KEHRT ZURÜCK


„Er erwacht nur alle 6000 Jahre einmal.“
– „Richtig. Und wenn ihn niemand tötet, dann radiert er die ganze Welt aus.“
„Ja, woher weißt du das?“
– „Hab ich geraten, ist doch immer die gleiche Geschichte.“

Rick O’Connell und seine Frau Evelyn sind zurück! Als sie von einer Ausgrabung aus Ägypten zurück kommen, überschlagen sich die Ereignisse: Unter der Leitung des Museumsleiters versuchen einige Leute, den von den O’Connells gefunden Armreif des Skorpion-Königs zu stehlen. Da sich diesen aber schon ihr Sohn Alex umgelegt hat, entführen sie kurzerhand das Kind. Der Skorpion-König steht nämlich vor seiner Wiedergeburt und will die Armee des Anubis wiederauferstehen lassen. Mit Hilfe des wiedererweckten Imhotep soll dieses verhindert werden.
Ach egal, zwei Mumien statt einer, eine ganze Armee statt ein paar Tempelwächter, lasset die Spiele beginnen!

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Kritik: DIE MUMIE




„Du sagtest doch, dass du nicht an Märchen oder Hokus-Pokus glaubst!“
„Naja, so eine Begegnung mit einer 3000 Jahre alten sprechenden Leiche kann einen schon umstimmen.“

Der Hohepriester Imhotep geht eine verbotene Affäre mit der Geliebten des Pharao, Anck-Su-Namun, ein. Als er überführt wird, werden beide zum Tode verurteilt, doch nicht nur das: Imhotep wird verflucht, und sollte er jemals wieder zum Leben zurückkehren, die Welt mit den zehn Plagen unterjochen. 1923 entdeckt der Abenteurer Rick O’Connell die Stadt der Toten, in der Imhotep begraben ist und entkommt nur knapp den Hütern dieses Geheimnisses. Doch einige Zeit später erhält er den Auftrag, das Geschwisterpaar Evelyn und Jonathan dorthin zu führen. Aber sie sind nicht die einzigen: O’Connells einstiger Freund und jetziger Rivale führt eine Gruppe Amerikaner ebenfalls dorthin. Eines Abends erweckt Evelyn unwissend Imhotep zum Leben und entfesselt seine Kräfte…

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