HÄNSEL & GRETEL: HEXENJÄGER (Kinofassung) [2013]

haenselgretel_01Es gibt Filme, die sind allein von der Prämisse her schon ziemlich cool: Nazis auf dem Mond, ein Vampire jagender Präsident, Schlangen in einem Flugzeug, glitzernde Vampire. Oft ist es dann aber leider so, dass diese Idee auch schon das beste an diesem Film ist, da man letztendlich dann doch nicht all zu viel damit anzufangen weiß. Ganz schlimm wird es dann, wenn sich diese Filme selber zu ernst nehmen, denn merke: Je bekloppter die Idee, desto mehr Selbstironie sollte so ein Film schon mitbringen. Hier also: Hänsel und Gretel überleben – in leicht abgewandelter Art und Weise im Gegensatz zum Märchen – das Martyrium im Lebkuchenhaus und werden beruflich Hexenjäger. Soweit, so gut. Kann aber auch schlecht werden.

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DER HOBBIT 2 – SMAUGS EINÖDE (HFR-3D) [2013]

„Schon sind wir mittendrin im Seifenoper-Look, bei der privat gefilmten Aufnahme der Theateraufführung der Gruppe “Laienspielkreis Oer-Erckenschwick”. Nein, in diesen Momenten ist HFR nicht schön, es ist furchtbar, beraubt dem Zuschauer die Illusion. Schade, dass ausgerechnet “Der Hobbit” als Testballon für diese jungfräuliche Technik herhalten musste. Das das Bild schneller abläuft als gewöhnlich, mag dabei aber auch nur ein rein subjektiver Eindruck meinerseits sein.“ Das war letztes Jahr mein Fazit zur technischen Umsetzung des ersten Teils, „Eine unerwartete Reise„. Aber auch unabhängig von der technischen Seite gab es seinerzeit viel auszusetzen, seien es unnötige Erweiterungen des Inhalts oder der übermäßige und übertriebene CGI-Einsatz: Das war letztendlich doch nicht das geliebte Mittelerde, wie wir es aus der HdR-Trilogie lieben gelernt haben. Jetzt also der zweite Teil von dreien, wieder in HFR-3D (vielleicht hat man sich daran gewöhnt?) – wieder eine Enttäuschung?

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Shortcuts: SPRING BREAKERS [2013]; DOCTOR WHO: THE TIME OF THE DOCTOR [2013]

Spring Breakers

springbreakers_01Vier Mädels wollen beim Spring Break in Florida einen drauf machen, um ihrem tristen College-Leben eine Auszeit zu gönnen. Letztendlich läuft dann aber doch nicht alles so, wie sie sich das vorgestellt haben und endet in einem Exzess aus Drogen und Gewalt. „Kids“ von heute, in merkwürdig. Der Film lässt einem viel Interpretationsspielraum, weil viel passiert auch nicht, hauptsächlich sieht es mal gut aus und hört sich auch gut an. Mit dem Rest konnte ich noch nicht all zu viel anfangen, der Film ließ mich doch etwas ratlos zurück. Dient er nur zur Ausbreitung von Stangenfieber unter den männlichen Zuschauern oder will er etwas aussagen? Ist er bewusst plakativ, damit man sich solche Fragen stellt? Keine Ahnung.
kritik65_xb

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SHARKNADO [2013]

“Sharks. I never saw that coming.”

sharknado_01Ich verrate Euch jetzt das Ende des Films, damit Ihr wisst, auf welche Art Film Ihr Euch mit „Sharknado“ einlasst. Außerdem ist dieser Absatz das Lustigste, was ich seit langem bei Wikipedia lesen durfte, insbesondere aufgrund des letzten Satzes: [SPOILER] „Nova stürzt aus dem Hubschrauber und wird von einem besonders großen Hai verschluckt. Als zufällig derselbe Hai aus dem Tornado Richtung Boden fliegt, springt Fin mit einer Motorsäge in dessen Bauch. Er schafft es sich selbst und die blutüberströmte aber lebende Nova mit der Motorsäge von innen heraus zu befreien. Der Hai überlebt diesen Eingriff nicht.“ Das passiert in dem Film wirklich: Fin springt mit der Motorsäge in den Bauch des Haies und rettet sich und seine Bekannte.[/SPOILER] ’nuff said. Eigentlich.

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DIE TRIBUTE VON PANEM – CATCHING FIRE [2013]

tributepanem2_01Man macht schnell den Fehler, die „Tribute“-Filme als weiteren Teenie-Quatsch und Cash-Cow à la „Twilight“ abzustempeln. Mit diesen Erwartungen bin ich seinerzeit auch an den ersten Teil herangegangen und wurde daraufhin positiv überrascht – weswegen die Sichtung des zweiten Teils natürlich Formsache war. Die Bücher habe ich, dass sollte ich vielleicht dazu sagen, immer noch nicht gelesen. Ob oder wie sich der zweite Teil an die Buchvorlage „Gefährliche Liebe“ (ganz, ganz schlimmer Titel) hält, kann ich also nicht beurteilen. Also mal ehrlich: Ich würde vermutlich nie von alleine auf die Idee kommen ein Buch zu lesen, das „Gefährliche Liebe“ heißt – siehe erster Satz oben. Jetzt vielleicht, aber wenn man nicht weiß um was es geht, da lass ich den Groschenroman doch lieber im Regal.

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EVIL DEAD [2013]

evildead_01Gott sei Dank war die Sichtung von „Tanz der Teufel“ schon so lange her. Bei Remakes ist das dann insofern gut, als das man im Grunde weniger vorbelastet an die Sache rangeht, da ich mich bei manchen Filmen kaum noch daran erinnern kann, wie in diesem Fall – wobei ich im Anschluss das Original noch einmal sehen musste. „Evil Dead“ soll nun also laut Plakat „der schockierendste Film“ sein, den ich jemals sehen werde. Das schraubt natürlich die Erwartungshaltung weit nach oben, vor allem da ich „schockierend“ nicht gleichsetze mit „eklig“, sondern mit „furchteinflößend“, eben so, wie es das US-Plakat auch meint, wenn es von „terrifying“ spricht. Und da sind noch einige andere Filme, an denen „Evil Dead“ vorbei muss, was einem Remake naturgemäß schwer fallen könnte. Aber schauen wir mal.

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GRAVITY (3D) [2013]

gravity3d_01Manche Filme hat man einfach nicht auf dem Zettel – weil man von anderen Genre-Vertretern enttäuscht wurde und der Trailer einen nicht wirklich überzeugt hat, zum Beispiel. Da müssen erst andere kommen und ihre Meinung kundtun, und wenn dann alle Welt jubiliert und frohlockt, wie toll der Film ist, dann guckt man ihn sich dann doch mal an. Erst recht, wenn man die Thematik (hier: Weltraum) sowieso mag. Und was soll ich sagen: Die anderen haben (wie so oft, aber nicht immer) Recht. Größtenteils zumindest, denn nicht alles an „Gravity“ rechtfertigt die Bezeichnung Meilenstein. Aber dazu später mehr.

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WHITE HOUSE DOWN [2013]

whitehousedown_01Von Roland Emmerich erwartet man folgendes: Haufenweise Explosionen und bisher ungesehene Actionszenen – möglichst in jedem Film eine Steigerung zum vorherigen. Amerikanischen Patriotismus, mehr als von den Amerikanern selber. Und eine tragische Familiengeschichte, um den Helden eine Motivation zu geben, Helden zu sein. Was der Obertürkheimer dabei zu Bruch gehen lässt, ist eigentlich egal, zuletzt war’s halt die ganze Welt („2012„), dass zu toppen wird schwierig. Hat er wohl auch selber gemerkt und zerstört dann eben, was den meisten Amerikaner sowieso mehr bedeutet als der Rest der Welt: Das Weiße Haus.

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ELYSIUM [2013]

elysium_01Ach, als Science-Fiction-Freund hat man es in letzter Zeit echt nicht leicht. Wie gern würde man doch wirklich mal wieder einen ernstzunehmenden Genre-Beitrag im Kino sehen! „Star Trek Into Darkness“ hat zwar Spaß gemacht – aber ernst nehmen kann man den wohl kaum, astreines Popcorm-Kino halt. Was war sonst noch? „Oblivion“ – naja. „After Earth“ habe ich mir nach Ansicht diverser Kritiken ganz gespart. „Total Recall“? Nett, nicht mehr. „In Time“? Dito. „District 9“ gefiel mir gut, weswegen ich dann letztendlich doch noch Hoffnung bezüglich „Elysium“ hatte, war dieser doch ebenfalls von Neill Blomkamp. Und: Leichte Spoiler sind zu erwarten, was bei dem Film aber nicht schlimm ist.

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