Shortcuts: HOP [2011]; LARS UND DIE FRAUEN [2007]; MEGA-SHARK VS. GIANT-OCTOPUS [2009]; ZEITEN ÄNDERN DICH [2010]

Hop – Osterhase oder Superstar?

Es ist unglaublich, wie beliebig und langweilig man einen Film gestalten kann, so dass höchstwahrscheinlich sogar die Zielgruppe der unter 9-Jährigen angeödet sein wird. Storytechnisch dachte man sich wohl, dass die Weihnachtsfilme bereits abgegrast sind und man jetzt auch mal mit Ostern Kasse machen will, und so ist es halt der Osterhase Junior (kreative Namensgebung: „E.B.“, für Easter-Bunny…), der das Leben von James Marsden schwer macht, und zwar leider genau so, wie man sich das vorstellt. Das die beste Szene die ist, in der Marsden den Hasen mit einem Stein erschlagen will, sagt erschreckend viel über den Film aus. Belangloser „Santa Clause“-Abklatsch vom Reißbrett, der außer ganz netten Animationen und Penny aus „The Big Bang Theory“ nicht viel zu bieten hat.

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Twitik: BITCH SLAP [2009]

Das Prinzip ist bekannt: „Twitik“ ist nichts anderes als meine gesammelten Tweets, die ich während der Sichtung eines Films auf meine Follower loslasse. Gestern bzw. heute habe ich dann bemerkt, dass man sich bei einem bei „Twitik“ sicher sein kann: Der Film wird keine Granate sein, wenn ich schon zwischendurch Zeit finde, sinnlose Kurztexte zu verfassen. Im Fall von „Bitch Slap“ hatte ich kurzzeitig überlegt, nur noch zu tweeten und den Film abzuschalten, aber die Chronistenpflicht zwang mich dann doch dazu, den „Film“ zu Ende zu schauen. Unten das Ergebnis. Ach so, für Twitterneulinge: Ist ähnlich wie bei Mangas: Unten anfangen zu lesen und dann nach oben zum Fazit.

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Serienkritik: DAS PHANTOM 1+2 [2009]

Früher, da waren die Helden noch bunt, die Gegner noch simpel gestrickt und einfach nur böse und der „Score“ bestand aus fröhlichen Melodien, wenn der Held triumphierte. Da war selbst „Das Phantom“ von 1996 keine Ausnahme, der ja im Grunde nur ein lila kostümierter Indiana Jones-Verschnitt war. Das machte ihn zwar nicht zum besten Film aller Zeiten, aber durchaus zu einem Guilty Pleasure, denn auch bei einer kürzlichen, erneuten Sichtung (die wievielte weiß ich schon gar nicht mehr) machte der Film eindeutig Spaß. Als Charaktereinführung dienten fünf Minuten zu Filmbeginn („For those who came in late“), dann war alles gesagt und das Abenteuer konnte beginnen – heutzutage undenkbar. Der Superheld von heute ist bodenständig, realistisch und hat einen tragischen Hintergrund – so auch bei diesem Zweiteiler, ursprünglich als Vierteiler geplant, als Pilot für eine Fernsehserie, die nie produziert wurde: Das 22. Phantom, also (scheinbar) der direkte Nachfahre des Phantoms aus dem Kinofilm.

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Shortcuts: SUCKER PUNCH [2011]; ZWEIOHRKÜKEN [2009]; MARVEL’S MAN-THING [2005]

Sucker Punch

Zack Snyder ist ein Genie. Jeder sollte denken, er könnte nur bekannte Vorlagen visuell eindrucksvoll abfilmen, ohnen ihnen einen neuen Sinn oder gar etwas wie eine Seele mit auf den Weg zu geben, und dann kommt ein Film wie „Sucker Punch“ und belehrt uns allen eines Besseren. Noch nie hat uns Männern ein Autorenfilmer so schonungslos den Spiegel vorgehalten, sich so imposant für die Frauen eingesetzt und dafür sämtliches Nerdtum instrumentalisiert. Ach, Bullshit. Der Film ist krank, langweilig und völlig belanglos. Die Feminismus-Ansätze enden direkt in einer Fleischbeschau, die Videospielsequenzen mit ihren Bosskämpfen wirken genau so und entbehren jeglicher Relevanz. Wenn Fans des Films von Tiefgang sprechen, meinen sie mit Sicherheit was anderes und kichern verschämt.

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Kritik: OBEN [2009]

Es gibt nicht nur Pixar. Das wollen wir doch mal klarstellen. In der Zeit zwischen den Pixar-Titeln kommen so viele Animationsfilme in die Kinos, die um die Zuschauer buhlen, doch wenn man Leute nach ihren Animationslieblingen fragt, werden doch erstaunlich oft Filme aus John Lassiters Firma genannt. Zufall? Wohl nicht. Insbesondere mit „Toy Story“ revolutionierte Pixar das Genre, und das nicht nur aufgrund technischer Perfektion. Es waren auch die erzählten Geschichten, die es manchmal in der Form noch nicht gab, und selbst wenn, wurden sie so hintergründig und humorvoll erzählt, das man oft das Gefühl hatte, vor Pixar gab es das nicht. Sprechende Autos, verliebte Roboter, eine Familie voller Superhelden und kochende Ratten – es gibt nichts, was es nicht gibt. Und genau deswegen kann auch ein alter Mann mit Hilfe hunderter Luftballons mit seinem Haus wegfliegen.

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Kritik: DEFENDOR [2009]

„Do you remember when you saved Jack’s life? I’ll never forget what you did that day. You were just a regular guy doing something remarkable. You don’t need a costume. Ordinary people, they do extraordinary things all the time. You’re always going to be that hero, Arthur, just by being yourself.“

Früher, da hatten die Superhelden in Filmen noch richtige Superkräfte. Sie konnten fliegen, hatten Spinnenkräfte, besonders schnell laufen oder wurden zumindest genetisch aufgefrischt. Und dann ging alles den Bach runter, die Filmemachern ließen die notwendige Ernsthaftigkeit, die dieses Thema benötigt missen und schickten Helden ins Rennen, die gar keine sind. „Kick Ass“, „Watchmen“ oder „Super“: Superhelden ohne Superkräfte, teilweise angelegt als Komödie: Unfassbar! Und mit „Defendor“ wird der nächste Held ins Rennen geschickt, doch im Unterschied zu den erstgenannten ist er ein tragischer Held. Aus großer Kraft erwächst große Verantwortung? „Defendor“ stellt sich die Frage, ob man nicht auch Verantwortung trägt, wenn man keine große Macht hat. Ist Gewalt ok, wenn dadurch andere gerettet werden?

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Kurzkritik: SO GUT WIE TOT – DER FILM (Dead Like Me – Life After Death) [2009]

Bryan Fullers Serie „Dead Like Me“, die er frühzeitig verließ und der er nur noch als Berater zur Verfügung stand, war kein langes Leben vergönnt: Schon nach zwei Staffeln war sie tot wie ihre Hauptpersonen. Aber, wie wir es ja in der Serie gelernt haben, nicht immer stirbt man so ganz, und so gab es 2009 ein kleines Lebenszeichen von Geogia Lass, in der Direct-to-DVD-Produktion „Dead Like Me – Life After Death“. Drei Jahre lagen zwischen Serienende und dem Film, aber da die Show ja recht abrupt endete, hatte ich dennoch die Hoffnung auf einen würdigen Abschluss der Geschichte. Mandy Patinkin (Rube) hatte keine Lust mehr und Laura Harris (Daisy) war nicht verfügbar – aber ok, mit einem guten Drehbuch sollte sich alles erklären lassen…

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