Shortcuts: 21 JUMP STREET [2012]; COMMUNITY – Season 1; DAWN OF THE DEAD [2004]

21 Jump Street

21jumpstreet1_01Kino-Neuverfilmungen von Serien sind ja so eine Sache, die meistens nach hinten los geht. Viel mit der Serie haben sie meist nicht zu tun und so enttäuschen sie dann doch relativ häufig. Während der erste Teil von „Charlys Angels“ noch recht spaßig war, war der zweite Teil doch ziemlich Mist. Auch das „A-Team“ war nicht so der Überflieger. „21 Jump Street“ hat nun den Vorteil, dass ich die Serie so gut wie gar nicht kenne, von einzelnen Ausschnitten einmal abgesehen, so dass der Film für sich allein stand – was erstaunlich gut funktionierte, macht er doch keinesfalls den Fehler, sich selbst zu ernst zu nehmen, ganz im Gegenteil wird hier mit der Erwartungshaltung des Zuschauers gespielt, und sei es bei der Frage, wann denn endlich mal was explodiert. Auch die Einführung des Captains ist gelungen, wo er selber gesteht dass ihnen nichts besseres eingefallen ist als eine Neuauflage. Herrlich albern und abgedreht, aber nicht zu platt: „21 Jump Street“ habe ich bestimmt nicht zum letzten Mal gesehen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
kritik

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DIE BOURNE-REIHE: IDENTITÄT / VERSCHWÖRUNG / ULTIMATUM / VERMÄCHTNIS [2002-2012]

„Wer ist Jason Bourne?“

Diese Frage musste sich Matt Damon 2002 in dem Film Die Bourne Identität nicht als erster stellen, denn bereits 1988 war Richard Chamberlain auf der Suche nach seiner Vergangenheit. Da die Sichtung dieses Zweiteilers jedoch schon zu lange her ist und die Erinnerung erst noch wieder aufgefrischt werden muss, beschäftigen wir uns vorab schon mal mit den Bournes neueren Baujahres.

Die Bourne Identität [2002]

diebourneidentitat_012002 war es soweit: Matt Damon durfte sein Gedächtnis verlieren und seine Version eines ahnungslosen Jason Bourne abgeben. Herausgekommen ist ein bodenständiger Agententhriller, der versucht halbwegs realistisch zu wirken – was größtenteils auch funktioniert. Wenn es einem zunächst auch schwer fällt, Matt Damon den knallharten Spezialagenten abzukaufen, fällt einem das im Laufe des Filmes immer leichter. Viel schlimmer finde ich da allerdings die Besetzung von Franka Potente, welche wohl hauptsächlich die deutschen bzw. europäischen Zuschauer ins Kino locken sollte (der einzige Grund, warum ja auch hin und wieder Til Schweiger in Hollywoodfilmen auftaucht). Bis auf die Treppenhausszene also ein spannender, glaubwürdiger Film, bei dem man auch in actionreicheren Momenten nie die Übersicht verliert oder den Kopf auf die Tischkante schlagen müsste.
kritik

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SUPER SIZE ME [2004]

supersizeme_01Da muss man erst mal drauf kommen: Es gibt essbare Schokoladenzigaretten für Kinder, damit diese geprägt werden und als Erwachsene leichter zum Rauchen verführt werden können, weil es zum einen zum Teil gewohnt ist und zum anderen, weil man dadurch das Rauchen mit etwas Positivem – und im Idealfall ist das ja die Kindheit – verbindet. Das klingt für mich genausoweit hergeholt wie plausibel. Und wenn man das akzeptiert, dann wirkt die Tatsache, dass Fast-Food-Ketten und insbesondere McDonalds vermehrt Kinder ansprechen wollen ganz schön durchtrieben. Aber sollen sie doch machen, was ist schon dabei, das ist doch gesund oder? Ist auf so nem Burger nicht immer auch Salat? Und man kann doch auch nur Salat essen?

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Shortcuts: DRIVE ANGRY [2011]; ENTOURAGE – SEASON 1-3 [2004-2007]; MR. POPPERS PINGUINE [2011]; PROMETHEUS 3D [2012]

Drive Angry

Oha. Ich befürchte, wir bewegen uns hier auf „Ghost Rider“-Terrain. Nicht nur, weil der Film völlig sinnfrei ist und einen Nicolas Cage zeigt, der völlig von der Rolle ist (diesmal in blond, für die Frisur-Chronisten), sondern auch, weil ich den Film trotzdem irgendwie mochte, trotz all seiner Defizite. Und das liegt jetzt nicht zwingend nur an der Szene, in der Cage gleichzeitig (!): die Bedienung der Bar vögelt, Zigarre raucht, Whiskey trinkt und gefühlte 20 Leute abknallt. Multitasking quasi, und wenn das „Drive Angry“ nicht zu DEM Männerfilm schlechthin macht, weiß ich auch nicht.


(bester YouTube-Kommentar übrigens: „Daumen Hoch für Amber Heard die geile Sau!!!“)

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Kurzkritiken: SPIDER-MAN 1-3 [2002 – 2007]; THE AMAZING SPIDER-MAN [2012]

„Du bist größer als du aussiehst!“ – „Ich geh geduckt.“

Bedeutungsschwangere Reden, Pathos, Kitsch und Teenie-Probleme: Der erste „Spider Man“ von Raimie war so ein typischer, klischeebeladener Superheldenfilm, das ist mir jetzt erst aufgefallen. Beispielhaft sei hier zu erwähnen, dass es wohl kaum einen klassischen Superheldenfilm gibt, bei dem unser Held nicht in regnerischer Nacht einen im Auto davonjagenden Gangster verfolgt, dem schon die Polizei auf den Fersen ist. Vorgeschichte, Kräfteerlangung, Motivation (persönliches Drama), Antagonist: Alles ist hier schön vom Reißbrett skizziert und Parkers persönliches Drama kommt auch nicht zu kurz. Es geht um unerfüllte Liebe von jemandem, der Opfer bringen muss, für die Sache, für die er kämpft. Aber gleichzeitig auch um die Rivalität mit seinem besten Freund um eben jenes Mädchen, was sich aber (natürlich) schon längst in den kostümierten Kämpfer für das Gute verliebt hat. Fast alles, was gesagt wird, ist von tiefer Bedeutung, für den Helden („Aus großer Kraft entsteht große Verantwortung“) als auch für die, die er liebt („Ich werde immer dein Freund sein“ – „Nur mein Freund?“). Konflikte werden vorbereitet („Eines Tages wird Spider-Man dafür bezahlen!“) und aufgelöst („Ich hatte einen Vater. Sein Name war Ben!“). Und doch: All das ist Raimi durchaus bewusst, so dass sein „Spider-Man“ einfach nur unterhalten und keine realistische Charakterstudie sein will. Nur so ist schließlich auch zu erklären, dass Spider-Man in den animierten Sequenzen wie ein Gummiball auf Crack ohne Einfluss jeglicher Schwerkraft durch die Stadt hüpft. Und noch eines wird deutlich: Raimie erfüllt seinen „Spider-Man“ mit Liebe. So kitschig sich das anhört: Man fühlt mit den Charakteren, man lacht mit ihnen, und was noch wichtiger: Man bangt um sie.

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Shortcuts: VOLL AUF DIE NÜSSE (Dodgeball) [2004]; ALICE IM WUNDERLAND [2010]; 30 DAYS OF NIGHT [2007]

Voll auf die Nüsse (Dodgeball) [2004]

Alleine schon aufgrund des deutschen Titels habe ich mit dem Schlimmsten gerechnet, auch weil Ben Stiller nicht unbedingt für anspruchsvolle Arthaus-Filme bekannt ist. Im Nachhinein ist der Film jedoch durchaus unterhaltsam, was aber nur an der Situationskomik und den skurillen Charakteren liegt, denn sobald es mal etwas ruhiger wird und sich die handelnden Personen versuchen zu unterhalten, kehrt gepflegte Langeweile ein und man erkennt, wie belanglos das doch alles ist. Die Story über eine Verlierertruppe, die ein Dodgeball-Turnier (eine Art Völkerball) gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner gewinnen muss, um ihr Fitnessstudio zu erhalten hat mit Sicherheit auch keinen Innovationspreis gewonnen, so dass hier nicht mit Überraschungen zu rechnen ist. Als leichte Unterhaltung zwischendurch ist der Film also durchaus zu gebrauchen, zu mehr reicht es jedoch nicht.

Alice im Wunderland [2010]

Alice hat mich irgendwie ratlos zurückgelassen. Ich hatte mir im Vorfeld wirklich vorgenommen, den Film zu mögen, von wegen Tim Burton und Johnny Depp und so, aber zu 100% hat das leider nicht funktioniert. Das Wunder- bzw. Unterland sieht zwar herrlich skurril aus und ist stellenweise genau so düster wie auch farbenfroh, aber das scheint nur oberflächlich zu sein, der Rest wirkt irgendwie… glattgebügelt, ohne Ecken und Kanten, ohne Überraschungen. Zudem brauchte ich so meine Zeit, mich an die Kombination „reale“ Schauspieler in digitaler Welt zu gewöhnen, denn man sieht sehr wohl einen Unterschied, die CGI überzeugt hier nicht vollends (wobei die Frösche jedoch grandios sind). Vielleicht ist das im Kino in 3D nicht so zur Geltung gekommen, im Heimkino in 2D, dafür aber HD, um so mehr. Unter diesem Gesichtspunkt kann man den Film wohl kurz mit Avatar vergleichen, und hier zieht er den Kürzeren. Zusammen mit den oberflächlichen Charakteren, der spannungsbefreiten Story und einer Hauptperson, die einem ziemlich egal ist, muss man zu dem Schluss kommen, dass Tim Burton schon bessere Filme gemacht hat, und so schiebe ich das einfach mal auf Disney.

30 Days Of Night [2007]

Vampir-Film der etwas anderen Art. Während sich anderswo von Vampiren bedrohte Menschen damit trösten können, dass die Bedrohung am nächsten Morgen beim ersten Sonnenstrahl vorbei ist, haben die Leute hier wirklich die Arschkarte gezogen: So weit oben in Alaska ist es schon mal 30 Tage dunkel, ein idealer Ort für die Blutsauger, um ihr Winterquartier aufzuschlagen, bei gesicherter Nahrungsversorgung. In der ersten Hälfte durchaus spannend konstruiert, kippt der Film meiner Meinung nach in dem Moment, in dem der Chefvampir den Mund aufmacht. Nicht nur, dass es drehbuchtechnisch scheinbar nicht mehr so viel zu erzählen gibt (wer sich nicht versteckt wird ausgesaugt, bestenfalls), sondern irgendwie passt diese merkwürde Art der Kommunikation nicht wirklich zu diesen zombieähnlichen Vampiren und erinnert etwas an den Omega-Mann, was nicht gut ist. Und an die (sehr gute) Folge „Hush“ von Buffy wurde ich auch erinnert, da das Creature-Design nicht ganz unähnlich ist. Wobei die Buffy-Folge besser ist als dieser Film.

Shortcuts: XIII, 27 DRESSES, FAR CRY, THE DAY AFTER TOMORROW

XIII – Die Verschwörung (2008)

Die Geschichte kennen wir in ähnlicher Form schon: Ein Mann ohne Gedächtnis wird gefunden. Obwohl er sich an nichts erinnern kann, scheint er extrem gute Kampfkunst-Kenntnisse zu besitzen und nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass er von der Regierung gejagd wird. Kein Wunder, dass man hier an die Bourne-Trilogie erinnert wird: Die Bourne-Romane, die als Grundlage für die Filme dienten, ähneln schon in Elementen dem Comic XIII von William Vance, welches auch schon als Basis für ein Videospiel verwendet wurde. Bei XIII erwartet den Zuschauer nun eine amerikanische TV-Verfilmung des Stoffes, die aber dafür sehr gut gemacht ist. Ein hektischer Schnitt versucht zwar, das geringere Budget etwas zu vertuschen, so ganz gelingen vermag es ihm allerdings nicht. Trotz dessen ist XIII spannend, mit Val Kilmer und Stephen Dorff zudem gut besetzt und hat mit seiner Aufteilung in zwei Teile auch die richtige Länge für den Stoff. Durchaus guckbar:

27 Dresses (2008)

Eine junge Frau war zwar schon auf 27 Hochzeiten, den richtigen für ihre eigene Hochzeit hat sie allerdings noch nicht gefunden. Romantisch wie sie ist, liest sie aber immer gerne die Hochzeitskolumne in der Zeitung. Eines Tages trifft sie nun den Verfasser dieser Kolumne, der sich aber nicht als solcher zu erkennen gibt. Dieser vermutet hinter der „ewigen Brautjungfer“ eine neue Story. Dumm nur, das sich beide ineinander verlieben, sie aber hinter seine Story kommt. Es kommt, wie es kommen muss: Verwicklungen, Streit, Trennung, Versöhnung, Hochzeit, das übliche Schema einer solchen RomCom. Und genau so lässt sich die Handlung auch vorhersagen. Zu Beginn des Films sehen wir Jane als Brautjungfer auf einer Hochzeit, wie sie von dem Mann beobachtet wird und zack – wir wissen, die beiden heiraten. Und spätestens, wenn wir dann 1-2 Szenen weiter erfahren, das er die Hochzeitskolumne schreibt, ist der weitere Verlauf des Films klar. Es gibt keine Überraschungen, keinen Witz, nur Zucker. Für kleine romantische Mädchen vielleicht ok, aber ansonsten ganz übel.

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Shortcuts: JURASSIC PARK 2 (VERGESSENE WELT) +3, DER SPONGEBOB SCHWAMMKOPF FILM, ENZO FERRARI

Das Wichtigste in Kürze:

VERGESSENE WELT – JURASSIC PARK 2 [1997]

Nach dem Erfolg von Jurassic Park war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die Fortsetzung in den Kinos anlaufen sollte. Im Gegensatz zum ersten Teil, in dem die Spannung sogar langsam aufgebaut wurde und Wert auf eine funktionierende Story gelegt wurde, dient die Handlung hier nur als Mittel zum Zweck: Irgendwie kommen halt wieder Leute auf die Insel (ok, die Nachbarinsel, aber wen kümmerts?) und kämpfen wieder ums Überleben. Oder, um es mit Jeff Goldblums Charakter zu sagen: „Ja, ‚Wow!‘. Das sagt jeder am Anfang! Aber dann, dann rennen alle um ihr Leben und schreien Zeter und Mordio.“. So natürlich auch hier, und um der Fortsetzung auch ihre Daseinsberechtigung zu geben, muss natürlich alles lauter, gefährlicher, größer und brutaler sein. So haben es unsere Hauptprotagonisten eben nicht nur mit einem, sondern mit zwei Tyrannosaurus zu tun und ganz nebenbei noch mit einem Jagdtrupp von InGen. Das funktioniert in diesem Fall auch alles noch recht gut und ist ganz nett anzusehen. Für eine Fortsetzung also ein guter Film, wenn er auch bei weitem nicht an den ersten Teil heranreicht.

JURASSIK PARK 3 [2001]

Anders im dritten Teil: So langsam begann sich das Franchise abzunutzen. Um Fans des ersten Teils erneut in die Kinos zu locken, wurde Sam Neill als Alan Grant reaktiviert, der zwar nur für einen Rundflug über der Insel „gebucht“ wird, von dem man aber von Anfang an weiß: Die bleiben nicht über der Insel, sondern da geht’s wohl auch AUF die Insel. Schneller noch als im zweiten Teil geht hier die Post ab und neue Dinosaurier erobern die Leinwand. Jetzt geht es auch in die Luft, denn neben neuen Raubsauriern begeben sich unsere Helden auch in ein Gehege mit Flugsauriern. Wobei Helden schon zuviel gesagt ist: Denn im Grunde ist hier niemand heldenhaft, denn alle rennen ja die ganze Zeit weg. Der weibliche Part des Ehepaars, welches Grant auf die Insel gelockt hat, ist die ganze Zeit nur am Rumschreien, ihr Mann ist die Ahnungslosigkeit in Person und Grant hat gar keinen Bock da zu sein, wo er ist. Als reiner Actionfilm für zwischendurch zwar irgendwie geeignet, mehr ist aus Jurassic Park 3 aber eben nicht herauszuholen.

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Kritik: FREEZE FRAME [2004]


„Dinge, die man sich merken muss:
1.: Wer paranoid ist, hat die Fähigkeit zu denken verloren. Ich kann noch denken, also bin ich nicht paranoid!“

Vor etlichen Jahren wurde Sean Veil eines Verbrechens angeklagt, das er nie begangen hat. Obwohl die Verhandlungen abgebrochen wurden und er nicht verurteilt wurde, erleidet er dem Wahn, sich ständig und überall mit der Kamera zu filmen – um in Zukunft das perfekte Alibi zu haben. Eines Tages jedoch wird er wieder eines Mordes beschuldigt – und die Aufnahmen aus der Zeit des Verbrechens sind scheinbar die einzigen der letzten zehn Jahre, die fehlen und seine Unschuld beweisen können…

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