Shortcuts: COLOMBIANA [2011]; DICK TRACY [1990]

Colombiana

Colombiana _01Luc Besson und seine starken, aber verletzlichen Frauen: Nikita, Mathilda, das 5. Element, Jeanne D’Arc, Cataleya. Wenn auch sein Werk viel mehr Filme mit unterschiedlichen Handlungen umfasst, so sind es doch diese Frauen, zu denen er immer wieder zurückkehrt – sie aber auch immer anders verortet: Die Gegenwart, die Zukunft, die Vergangenheit, Weltraum, Frankreich, Kolumbien: Sich diesen Frauen in den Weg zu stellen, sei niemandem geraten, egal wann oder wo. Bei „Colombiana“ hat er, auch wenn es ein harter Rachethriller sein soll, das Menschliche übersehen, insbesondere für Cataleya entwickelt der Zuschauer keinerlei Mitgefühl, scheint sie doch selber auch nichts zu fühlen und schon als Kind ein eiskalter Racheengel zu sein, dem keinerlei Fehler unterlaufen. Schade, ein zweiter „Léon“ ist dieser Film bei weitem nicht, dafür sind auch die Actionszenen viel zu hektisch geschnitten, so dass diese eher lächerlich wirken.
Ein Film der stark beginnt aber ebenso stark abbaut.
kritik

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Kurzkritik: TOTAL RECALL – DIE TOTALE ERINNERUNG [1990]

totalrecall_01Was hat uns Philip K. Dick nicht schon alles für Filme geschenkt – bzw. für Geschichten, aus denen dann mehr oder weniger gute Filme entstanden. „Blade Runner„, „Minority Report“, „Next“, „Der Plan„, unter anderen. Allein an dieser Aufstellung erkennt man, dass die Qualität der Umsetzungen Höhen und Tiefen unterliegen, wobei man „Blade Runner“ als Highlight nennen muss und „Next“ in dieser Aufzählung als Negativ-Beispiel dient. „Total Recall“ widerum hatte ich eigentlich gar nicht auf meiner Liste, bis das Remake in die Kinos kam, dass die Mehrheit zwar doof fand, wo aber auch überall zu lesen war „dann lieber das Original“, was mich letztendlich doch ein wenig neugierig machte. Und das war die kurze Geschichte, wie es zur Sichtung von „Die totale Erinnerung“ kam.

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Shortcuts: THE FOG – NEBEL DES GRAUENS, INSOMNIA – SCHLAFLOS, MISERY, SOMMER VORM BALKON

John Carpenters THE FOG – NEBEL DES GRAUENS [1980]

Wohl ein Klassiker des Genres, der scheinbar besser geredet wird, je älter er wird. Ich konnte dem Film insofern nicht viel abgewinnen, als das die Schauspieler trotz sehenswerter Effekte und gewohnt simpler, aber effektiver Musik es schaffen, die Atmosphäre kaputt zu machen, wobei man von Schauspiel nicht immer reden mag. Wogegen in dem Film viel geredet wird, für einen Horrorfilm dieser Machart beinahe zu viel. In meinen Augen nervte das Gesabbel der Radiomoderatorin ungemein, besonders in der Szene, in der der Nebel endgültig die Stadt in Beschlag nimmt. Hier erinnert sie an die freundliche Stimme aus dem Navigationsgerät, in etwa „In 200m: Nebel voraus. Bitte sofort links abbiegen“. Im Gegensatz dazu kurz vorher hysterisches Gekreische ins Mikrofon als würde sie tatsächlich eine Antwort erwarten. Also, eigentlich schon gut der Film, aber andere Carpenter-Werke dürften besser sein. Ja, auch „Sie leben!„.

INSOMNIA – SCHLAFLOS [2002]

Robin Williams als Psychopath und Al Pacino hat was dagegen. Packender Psycho-Thriller, der durch sein ungewöhnliches Setting und die starke Besetzung punktet, dabei aber auch noch sehr spannend ist. Wenn auch Williams als „Böser“ nicht jedem gefällt, so macht besonders der Gegensatz zu seinen vorherigen Rollen den Reiz des Films aus. Ein düsterer Film, der seine Spannung zwar langsam aufbaut, diese dann aber auch aufrecht erhalten kann, wenn das Ende auch etwas gewöhnlich ist. Immer mal wieder sehenswert.

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