DIE ZWÖLF GESCHWORENEN [1957]; DIE BLECHPIRATEN – GONE IN 60 SECONDS (EXTENDED) [1974]

Die zwölf Geschworenen

12angrymen1_01Nur weil ein Film ein „Klassiker“ ist, muss ich ihn noch lange nicht gut finden. Und mit Gerichtsfilmen hab ich es ja eh nicht so. Zwei Gründe, weshalb ich die Sichtung immer weiter verschoben habe, aber letztendlich hat die Neugier dann doch gesiegt. Zwölf Geschworene müssen das Urteil über einen angeklagten vermeintlichen Mörder fällen, die Lage scheint eindeutig, bis jemand Zweifel anmeldet. Im Vorfeld klang es nicht so aufregend: Man beobachtet ca. 90 Minuten 12 Männer, die sich über die Schuldfrage streiten, dabei spielt der Film auch zu 99% in dem Raum der Jury.
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WIR SIND DIE MILLERS [2013]

„Fick dich, realer Flanders!“

millers1_01Die durchschnittliche amerikanische Komödie scheint nicht so mein Fall zu sein. Entweder traut man sich nicht richtig das jeweilige Thema voll auszukosten, oder die amerikanischen Werte stehen zu sehr im Vordergrund, das ganze ist zu kindisch oder setzt nur auf vulgäre „Witze“. Vielleicht habe ich da auch zu sehr Adam Sandler im Hinterkopf, über den ich auch nur in den seltensten Fällen lachen kann. Selbst „Ted“ blieb weit hinter seinen Möglichkeiten, „Das ist das Ende“ diente nur als Aufhänger für Peniswitze. Trotz dessen versuche ich es ja schon hin und wieder mal mit solchen Filmen, denn während eines Filmes zu lachen ist ja auch mal ganz nett.
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TRANCE – GEFÄHRLICHE ERINNERUNG [2013]

trance_01Bei Danny Boyle konnte ich mich bisher immer darauf verlassen, dass seine Filme meinen Erwartungen gerecht würden. Ob „Trainspotting“, „28 Days Later“, „Sunshine“, „Slumdog Millionär“ oder „127 Hours“: Find ich alle gut bis sehr gut. Konnte also – in der Theorie – bei „Trance“ wenig schiefgehen, dämlicher deutscher Tagline zum Trotz. Das ich über den Inhalt im Vorfeld wenig wusste hat sich im Nachhinein als Vorteil erwiesen, ist dies doch einer dieser Filme die einen überraschen (wollen). Ob sich meine hohen Erwartungen erfüllt haben oder ob sich „Trance“ als die erste Enttäuschung in der mir bekannten Filmographie Boyles erweist, lest Ihr im Folgenden.

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Shortcuts: ONLY GOD FORGIVES [2013]; THE PLACE BEYOND THE PINES [2012]; DAS IST DAS ENDE [2013]

ONLY GOD FORGIVES [2013]
ogf_01Nicolas Winding Refn war mir vor „Drive“ – wie könnte es anders sein – kein Begriff. Ich hatte keine Ahnung, welche Art von Film mich bei ihm in der Regel erwartet, ich wusste im Anschluss nur: „Drive“ war super, keine Frage also, dass ich auch „Only God Forgives“ früher oder später gucken muss. Und dann auch wieder mit Ryan Gosling, kann ja so viel auch nicht schiefgehen, denkt man sich dann ja. Ja, denkste: „Only God Forgives“ will mit jeder Szene Kunst sein, jede Einstellung ein Postermotiv, die Bilder sollen mehr aussagen als die Dialoge – von denen es auch nicht so viele gibt. Bedeutungsschwangere Blicke, Karaoke singende Thailänder und wieder stoische Blicke. Geredet wird nicht viel, bewegt wird sich auch nicht viel, alles spielt sich exakt in der Bildmitte ab. Das soll viel aussagen, tut es aber nicht, da es zu gewollt ist. Man kann da viel reininterpretieren, muss man aber nicht. „Only God Forgives“ ist der ambitionierteste und gleichzeitig bedeutungsloseste Film den ich in der letzten Zeit gesehen habe. Schicke Bilder, gute Schauspieler, die aber über die gesamte Laufzeit nur gelangweilt in der Gegend rumgucken: Ne.
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KICK-ASS 2 [2013]

KickAss2_01Ganz normale Menschen verkleiden sich als Superhelden und bekämpfen Verbrechen? Klingt nach einem guten Stoff für eine Komödie und wurde auch gut umgesetzt, damals, mit „Kick-Ass“. Das war lustig, brutal, anarchisch, kurz gesagt: Super. Eine Fortsetzung war dabei nur eine Frage der Zeit, wo es ja dank der Comic-Vorlage auch noch Stoff genug gibt. Endlich feierte also auch ich ein Wiedersehen mit Kick-Ass und Hit-Girl, doch dabei sollte es nicht bleiben: Ganz wie bei den Superhelden-Vorbildern von Marvel oder DC wird auch hier eine Vereinigung von Helden gegründet, „Justice Forever“ und somit lernen wir noch einige Helden des Alltags mehr kennen, inklusive ihres bösen Gegenspielers, dem „Motherfucker“ – der aber auch ein alter Bekannter ist.

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FUTUREWORLD – DIE WELT VON ÜBERMORGEN [1976]

futureworld_01Schon lange haben mich die beiden Filme „Westworld“ und „Futureworld“ thematisch sehr interessiert, eine Anschaffung war mir jedoch auch immer etwas zu heikel. Jetzt habe ich die TV-Ausstrahlung von „Futureworld“ zum Anlass genommen, einen Blick in den Freizeitpark Delos zu werfen – auf die Gefahr hin, aufgrund der Unkenntnis des Vorgängers nichts zu verstehen. Doch das ging gut: Was man wissen muss, das wird zu Beginn kurz wiederholt, die restliche Geschichte funktioniert auch, ohne dass man „Westworld“ zwingend kennen muss.

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ALL BEAUTY MUST DIE [2010]

allbeautymustdie_01Als ich den Film anstellte und in diesem der Satz fiel, wie schön der von Kirsten Dunst gespielte Charakter doch wäre, wurde ich direkt gefragt ob ich das auch so sehe, sie wäre doch schließlich der Grund, warum ich den Film angestellt habe. Haltlose Unterstellung, natürlich, war es doch in diesem Fall Ryan Gosling, wenn auch aus anderen Gründen als dies bei Frau Dunst der Fall gewesen wäre. Tatsächlich aber halte ich Herrn Gosling für einen talentierten jungen Mann wegen dem es sich schon mal lohnen kann, einen Film anzustellen. Ob es sich hier auch gelohnt hat? Andere Kritiken verneinen dies mehr oder weniger, aber vielleicht seh ich das ja anders.

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Xander zieht um! (5) – Spezial: MEINE TEUFLISCHEN NACHBARN [1989]

meineteuflischennachbarn_01Weiter geht’s mit den filmischen Umzugsvorbereitungen, wobei dies ja eher ein Film ist, den sich unsere zukünftigen Nachbarn anschauen müssten, da wir dann ja die Neuen sind. Nichts desto trotz kann man das noch durchgehen lassen, denn anders herum betrachtet kann es ja auch sein, das wir genau solche Nachbarn bekommen, wie sie unter anderem von Tom Hanks und Prinzessin Leia gespielt werden. Ob man das will? Sicherlich nur, wenn man sich mit denen versteht. Aber wehe wenn nicht, dann kann es schon mal sein, dass man mit Fackeln und Heugabeln aus dem Dorf getrieben wird. Bestenfalls. Nach der Hausrenovierung nun als eine Nachbarschaftsstudie: Wir sind gewappnet, komme was wolle.

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