Shortcuts: DRIVE ANGRY [2011]; ENTOURAGE – SEASON 1-3 [2004-2007]; MR. POPPERS PINGUINE [2011]; PROMETHEUS 3D [2012]

Drive Angry

Oha. Ich befürchte, wir bewegen uns hier auf „Ghost Rider“-Terrain. Nicht nur, weil der Film völlig sinnfrei ist und einen Nicolas Cage zeigt, der völlig von der Rolle ist (diesmal in blond, für die Frisur-Chronisten), sondern auch, weil ich den Film trotzdem irgendwie mochte, trotz all seiner Defizite. Und das liegt jetzt nicht zwingend nur an der Szene, in der Cage gleichzeitig (!): die Bedienung der Bar vögelt, Zigarre raucht, Whiskey trinkt und gefühlte 20 Leute abknallt. Multitasking quasi, und wenn das „Drive Angry“ nicht zu DEM Männerfilm schlechthin macht, weiß ich auch nicht.


(bester YouTube-Kommentar übrigens: „Daumen Hoch für Amber Heard die geile Sau!!!“)

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Shortcuts: HOP [2011]; LARS UND DIE FRAUEN [2007]; MEGA-SHARK VS. GIANT-OCTOPUS [2009]; ZEITEN ÄNDERN DICH [2010]

Hop – Osterhase oder Superstar?

Es ist unglaublich, wie beliebig und langweilig man einen Film gestalten kann, so dass höchstwahrscheinlich sogar die Zielgruppe der unter 9-Jährigen angeödet sein wird. Storytechnisch dachte man sich wohl, dass die Weihnachtsfilme bereits abgegrast sind und man jetzt auch mal mit Ostern Kasse machen will, und so ist es halt der Osterhase Junior (kreative Namensgebung: „E.B.“, für Easter-Bunny…), der das Leben von James Marsden schwer macht, und zwar leider genau so, wie man sich das vorstellt. Das die beste Szene die ist, in der Marsden den Hasen mit einem Stein erschlagen will, sagt erschreckend viel über den Film aus. Belangloser „Santa Clause“-Abklatsch vom Reißbrett, der außer ganz netten Animationen und Penny aus „The Big Bang Theory“ nicht viel zu bieten hat.

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Shortcuts: STARSHIP TROOPERS [1997]; BATTLE OF LOS ANGELES [2011]; DIE SCHLÜMPFE [2011]

Starship Troopers

Verhoevens Science-Fiction-Film, der einen Haufen Schönlinge aus ihre „OC California“ Glitzerwelt direkt in den Krieg gegen außerirdische Bugs wirft. Zum Film selber braucht man vermutlich gar nichts zu sagen, aber was für mich neu war: Der Film selber zwar ungeschnitten, die deutsche Synchro ist jedoch enorm sinnverfälschend zensiert. Während im Original nur Soldaten als vollwertige Bürger gelten und z.B. Wahlrecht haben, wird dies in der deutschen Fassung vorsichtshalber umgangen, in dem immer nur von Soldaten geredet wird und Kinder beschützen und so. Das an einer Stelle davon die Rede ist, dass die Demokratie nichts taugt und pure Gewalt die Lösung ist – davon wollte man in Deutschland lieber nichts hören. Futter für alle OT-Verfechter, was schade ist, da die deutsche Synchro ansonsten als gelungen bezeichnet werden kann. Bei aktuellen Sichtungen übrigen sehr witzig: Neil Patrick Harris als Nachrichten-Offizier im Gestapo-Look. Suit up!

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Kritik: OBEN [2009]

Es gibt nicht nur Pixar. Das wollen wir doch mal klarstellen. In der Zeit zwischen den Pixar-Titeln kommen so viele Animationsfilme in die Kinos, die um die Zuschauer buhlen, doch wenn man Leute nach ihren Animationslieblingen fragt, werden doch erstaunlich oft Filme aus John Lassiters Firma genannt. Zufall? Wohl nicht. Insbesondere mit „Toy Story“ revolutionierte Pixar das Genre, und das nicht nur aufgrund technischer Perfektion. Es waren auch die erzählten Geschichten, die es manchmal in der Form noch nicht gab, und selbst wenn, wurden sie so hintergründig und humorvoll erzählt, das man oft das Gefühl hatte, vor Pixar gab es das nicht. Sprechende Autos, verliebte Roboter, eine Familie voller Superhelden und kochende Ratten – es gibt nichts, was es nicht gibt. Und genau deswegen kann auch ein alter Mann mit Hilfe hunderter Luftballons mit seinem Haus wegfliegen.

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Shortcuts: CAPTAIN AMERICA – THE FIRST AVENGER [2011], TIM & STRUPPI UND DAS GEHEIMNIS DER EINHORN [2011], IRON MAN (DS) [2008]

Captain America

Amerikas Vorzeigeheld ist ein schwieriger Fall. Der handlungsbedingte Patriotismus ist mit Sicherheit nicht jedermans Sache, sein doch eher lächerliches Outfit lädt auch nicht grade zu einer näheren Betrachtung ein. Mein letzter Kontakt zu Steve Rogers liegt nun auch schon mindestens 20 Jahre zurück, als ich als Kind auf dem Flohmarkt ein Comicheft mit ihm erstanden habe, mehr wusste ich davon leider auch nicht, bis jetzt. Denn jetzt also der Film als Vorbereitung für die „Avengers“. Und das ganze beginnt recht vielversprechend als actionreiches B-Movie, fällt dann aber mit fortlaufender Spielzeit immer weiter ab. Mehr und mehr driftet der Film ins Lächerliche ab, wenn der Typ in seinem blauen Strampler gegen die rote Skelettfresse antritt – so richtig Spannung will dabei auch gar nicht aufkommen, denn wirklich Gefahr strahlt die Hydra gar nicht aus. Was genau an Captain America so gefährlich sein soll, dass Red Skull direkt seinen ganzen Stützpunkt in die Luft jagt, nur weil er auftaucht, wird auch nicht so ganz deutlich. Bis jetzt („Thor“ noch nicht gesehen) mit dem „Hulk“ der schwächste von Marvels Filmen.

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Kritik: STAR WARS – THE CLONE WARS [2008]

George Lucas tut mir ja ganz ehrlich leid. Da hatte er mit Episode IV-VI Meilensteine des Unterhaltungskinos geschaffen, den ultimativen Kampf zwischen Gut und Böse in einem bis dahin unbeliebtem Genre mit seinerzeit bahnbrechenden Effekten, und dann reicht das nicht mal für den Lebensabend. Gut, je nach Lebensstil ist das ja verständlich, und somit sind Episode II-III auch entschuldbar (Episode I niemals), denn irgendwovon muss der gute Mann ja auch leben. Nun hat es sich aber zugetragen, dass im Zuge der Einführung des Euro auch in Amerika alles immer teurer wird (ganz bestimmt liegt es daran), und somit reichte das Geld dann trotzdem nicht sehr lange. Eine neue Merchandise-Quelle musste her, ein neuer Kinofilm, mit dessen Umsatz die ganzen Rechnungen bezahlt werden konnten. Die Idee zum Film „The Clone Wars“ war geboren. Ok, Spaß beiseite: Natürlich erzählt „The Clone Wars“ eine Geschichte, die George Lucas von Anfang an erzählen wollte und unerlässlich für das Verständnis der Saga ist. Oder so.

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Kurzkritik: HUGO CABRET 3D [2012]

„Taxi Driver“, „Good Fellas“, „Gangs Of New York“, „Departed“, „Shutter Island“ – fünf Beispiele, ein Regisseur. Kinderfilme sind das nicht. Jetzt hat sich Martin Scorsese dazu entschlossen, eben das jetzt nachzuholen, und entstanden ist mit „Hugo Cabret“ nicht nur sein erster Familienfilm, sondern auch sein erster Film in 3D. Vorlage war die Graphic Novell „The Invention of Hugo Cabret“ von Brian Selznick, und da in diesem die Geschichte auch teilweise durch Bilder weitererzählt wird und nicht nur durch Text, kann man „Hugo Cabret“ schon fast als Comicverfilmung zählen.

Paris, 30er Jahre: Der Junge Hugo Cabret lebt versteckt im Bahnhof und zieht dort täglich die Uhren auf. Ständig auf der Hut vor dem Bahnhofsvorsteher, klaut er dem Spielzeugverkäufer Papa George hin und wieder aufziehbare Spielzeuge, um aus ihrem Innenleben Ersatzteile für einen Automaten zu erhalten, welchen er reparieren will. Dieser ist das einzige, was ihm von seinem Vater bleibt, der ihn einst im Museum gefunden hatte. Nach und nach findet Hugo heraus, was es damit auf sich hat…

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