Shortcuts: AUFTRAG RACHE [2010]; ASPHALTRENNEN – TWO LANE BLACKTOP [1971]

Auftrag Rache

Auftragrache1_01„Auftrag Rache“ – Wow, das klingt ja mal knallhart. Gut, auch saudämlich, aber schon nach knallharter Action im Stile eines „96 Hours„. Dabei ist Mel Gibsons Rachefilm eher als Verschwörungs-Thriller einzuordnen, so sehr er auch auf Rache aus ist, so sehr ist er eigentlich hauptsächlich damit beschäftigt genau so eine aufzudecken. Natürlich passiert hin und wieder auch was, hin und wieder stirbt auch mal jemand keines natürlichen Todes, aber das ist weit von einem temporeichen Actionfilm entfernt, im Gegenteil. Stellenweise zieht sich das Ganze doch sehr, wird bewusst entschleunigt und die Story manövriert an der Grenze zur Unglaubwürdigkeit. Mel Gibson selber braucht dabei nicht viel mehr zu machen als erschöpft zu gucken und das Finale ist doch sehr unspektakulär. Die finale Szene fand ich jedoch durchaus gelungen, wenn diese auch vielerorts kritisiert wird.
kritik65_xb


Asphaltrennen – Two-Lane Blacktop

twolane1_01Der Fahrer, der Mechaniker, das Mädchen, „GTO“ und ein Rennen durch die Staaten. So wenig wie die Charaktere hier namentlich benannt werden, so wenig wird auch gesprochen in diesem Film. Ein Roadmovie, in dem der Weg das Ziel ist, fast schon kann man „Two-Lane Blacktop“ als Episodenfilm bezeichnen: Es wird gefahren, Rast gemacht, hier mal ein Viertelmeilenrennen zwischengeschoben, da mal ein Anhalter mitgenommen. Mehr ist nicht, und viel erfährt man auch nicht über die Protagonisten. Allein „GTO“ erzählt ein wenig über sich, doch variiert seine Geschichte, je öfter er sie erzählt, und so darf man das also auch nicht alles glauben.

G.T.O.: „Everything fell apart on me. My job, my family, everything. I had this job as a television producer and I walked into the office and I…“
The Driver: „I don’t wanna hear about it.“
G.T.O.: „What do you mean, you don’t wanna hear about it?“
The Driver: „It’s not my problem.“

Und dann ist der Film auch irgendwann zu Ende. Eigentlich passiert hier nichts. Andererseits ist dies wohl das Roadmovie per Definition: Fahren um des Fahrens Willen, und nicht mehr. Es geht um Autorennen, aber die sind dem Film egal. Der Fahrer und der Mechaniker scheinen das Leben durchschaut zu haben: Sie sind nur auf der Durchreise, und diese Reise hat kein definiertes Ende, keinen Sinn. „GTO“, fast in jeder Szene einen anderen bunten Strickpulli über seinem Hemd tragend scheint mit sich selber zu hadern, er sucht noch den Sinn und definiert sich in der Zwischenzeit über sein Auto. Stolz ist er auf den GTO und kann sämtliche Leistungswerte aus dem Handbuch aufzählen, kann jedoch mit allem unter der Motorhaube nichts anfangen. Und dann steigt das Mädchen irgendwann bei einem fremden jungen Mann auf’s Motorrad und verschwindet kommentarlos.
kritik75_xb

2 Kommentare

  1. bullion · Februar 16, 2015

    Sagen mir beide nichts – und das Interesse hält sich bei beiden auch in Grenzen.

    Gefällt mir

    • Xander · Februar 16, 2015

      „Asphaltrennen“ war ein Geschenk und hat ein cooles Cover, der Rest hat mich positiv überrascht.
      Wenn man den anderen nicht gesehen hat, hat man nichts verpasst.

      Gefällt 1 Person

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