PACIFIC RIM [2013]

pacificrim1_01Zugegeben: Der Trailer hatte mich seinerzeit nicht überzeugt, diesen Film im Kino zu sehen. Enttäuscht von der infantilen „Transformers“-Reihe und zudem ein wenig an „Power Rangers“ erinnert, hakte ich diesen Film hier schnell ab. „Battleship“ – in eine ähnliche Richtung gehend – war ja schließlich auch nicht die hellste Leuchte im Lampengeschäft. Sogar der Name Guillermo del Toro war kein Grund, mir dieses Effektgedöns auf der Leinwand anzusehen. Schade eigentlich – denn wie schon mein katastrophales Ergebnis beim Bundesliga-Tippspiel 2013/2014 im Freundeskreis gezeigt hat: Auf meine Tipps und Vorahnungen sollte man nicht viel geben, auch wenn ich das gerne so hätte. Wir leben in schwierigen Zeiten.


Jedes Wort über die Story von „Pacific Rim“ wäre dabei jedes Wort zu viel. Aus einer Art „Dimensions-Portal“ auf dem Meeresgrund tauchen plötzlich riesige Monster auf, welche die Menschen angreifen. Diese bauen dementsprechend riesige Roboter, um die Monster zu bekämpfen. Im Großen und Ganzen: That’s it. Und die Hintergrund-Geschichte wird auch vor dem eigentlichen Filmbeginn schon schnell erklärt, so dass man sich während des Films auch gar nicht erst damit befassen muss. In der Regel ist das schon ein schlechtes Omen, wenn sich der Film dann nur noch fast ausschließlich um seine Action dreht – bei „Pacific Rim“ jedoch funktioniert das. Denn eines kann man sagen: Bei aller kindlichen Naivität und der sichtbaren Freude am reinen Zeigen von Riesenrobotern und Monstern hat man als Zuschauer anders als bei „Transformers“ eher das Gefühl, „ernst genommen“ zu werden. Hier gibt es keine Roboterklöten, an Beine rammelnden Miniroboter, bekiffte Mütter (weil das ja witzig ist) oder Nebenrollen, die nur ihre Brüste zeigen müssen. Es wird gezeigt was nötig ist, um die Action am Laufen zu halten. Meiner Meinung nach waren sogar schon die beiden Wissenschaftler in „Pacific Rim“ fast zu viel des Guten, aber ok.

Was man dem Film ankreiden muss: Es fehlt ihm der rechte Showdown. Eine Action-Sequenz jagt die nächste, und als ob plötzlich jemandem eingefallen ist, dass man ja mal zum Ende kommen muss, kommt es dann zum Endkampf, der jedoch auch nicht mehr zu bieten hat als alle anderen Schlachten zuvor. „Nicht mehr“ heißt zwar trotzdem nicht gleich „wenig“, aber trotzdem. Man hat das Gefühl der Film zeigt einen Krieg Roboter gegen Monster und ist irgendwann einfach zu Ende.

Man sollte natürlich die Kirche im Dorf lassen und von dem Film keine intellektuellen Meisterleistungen erwarten. „Pacific Rim“ ist ein lupenreiner Sommer-Blockbuster der vor allem eins will: Unterhalten, mit Robotern und Monstern. Und da ihm das auch recht gut gelingt, ist mir in dem Moment auch relativ egal, wer da auf dem Regiestuhl saß und was da dementsprechend vielleicht eventuell unter Umständen mehr möglich gewesen wäre. Man kann sich nur an den Bildern und dem Sound erfreuen (ein Lob hierbei an die Blu Ray) und muss den Leuten nicht mal beim Reden zuhören: das hat mir bei der Sichtung schon gereicht.
kritik

4 Kommentare

  1. bullion · September 16, 2014

    Freut mich, dass dir der Film auch gefallen hat. Ich sehe schon: Mit Actionkrachern („Guardians of the Galaxy“ und nun diesem hier) liegen wir wieder voll auf einer Wellenlinie…🙂

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    • Xander · September 16, 2014

      Ach, sonst ja auch häufig. Nur nicht immer, das erhöht ja auch die Spannung😉
      „Pacific Rim“ ist aber auch reinste Unterhaltung, ohne den Zuschauer zusätzlich zu verblöden. Kann man nur mögen…
      Behaupte ich jetzt mal.

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  2. Florian Lieb (@Flo_Lieb) · September 20, 2014

    Freut mich, dass dir der Film gefallen hat.
    Ich gehöre dennoch eher zur Minderheit, die sagen würde, der Film verblödet genauso wie die „Transformers“-Gurken. CGI-Schulhofklopperei – wem’s gefällt.

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    • Xander · September 22, 2014

      Ja, mir gefällt’s – und den Vergleich mit „Transformers“ – bzw. die auf eine Stufe zu stellen – kannst du nicht ernst meinen.

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