DIRK GENTLY – Season 1

„Ich fürchte heute ist einer dieser Tage, an dem selbst Mutter Theresa Säuglinge treten würde!“

DirkGently_01Es begab sich aber zu der Zeit, dass ich während eines Krankenhausaufenthaltes vor etlichen Jahren ein Buch zum Geburtstag bekam mit dem ungewöhnlichen Namen „Dirk Gentlys holistische Detektei – Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele“. Also quasi heute vor etlichen Jahren*. So ungewöhnlich der Titel des Buches, so sehr habe ich es verschlungen – dieser ominöse Douglas Adams hatte einen Humor, der voll meinen Nerv traf – weshalb ich dann in der Folge auch den ersten Band „Der elektrische Mönch“ las und auf der Suche nach noch mehr Stoff neben „Raumschiff Titanic“, „Die letzten Ihrer Art“ und „Lachs im Zweifel“ eine Reihe kennenlernte, die ebenfalls einen merkwürdigen Titel hatte: „Per Anhalter durch die Galaxis“.


Es mag Zufall sein, dass Dirk Gentlys Ermittlungsmethoden darin bestehen, die Verknüpfung von allem und jeden zu untersuchen – alles hängt irgendwie zusammen und führt zur Lösung des Falls, was insofern Zufälle ausschließt. Demzufolge ist es also kein Zufall, dass ich (wiederum) Jahre später Fan von „Doctor Who“ wurde, bei welchem Douglas Adams ebenfalls einige Drehbücher schrieb und Elemente aus einer nicht gesendeten Storyline („Shada“) für eine neue Krimireihe um einen ungewöhnlichen Ermittler verwendete – Dirk Gently. Klingt vielleicht albern, aber als ich das erfuhr, war ich erstmal baff – so schließt sich der Kreis. Soweit also die kleine Anekdote aus meinem Leben, jetzt also zur Serie über den ungewöhnlichen Detektiv, und wenn man den Bogen weiterspannen will ist es wohl auch kein Zufall, dass ich diese kurz vor meinem Geburtstag entdeckte. Die Antwort darauf muss 42 sein.

Ganze vier Folgen umfasst die erste Staffel, wovon nur die erste Folge bzw. der Pilot konkrete Handlungselemente aus dem ersten Buch übernimmt, wenn auch nicht 1:1. Wer Bücher von Douglas Adams kennt weiß, dass eine ganz genaue Umsetzung schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist, man denke da nur an den Film zu „Per Anhalter durch die Galaxis“ – man kann nur verlieren, wenn man nicht von vorneherein eigene Wege beschreitet, was die Serie durchaus tut. Das schöne dabei ist, dass die Geschichten trotz allem genau so durchgeknallt sind, wie man es erwartet: Eine verschwunde Katze führt zu einem verschwundenen Wissenschaftler und endet bei Zeitreisen, eine künstliche Intelligenz überträgt sich in den Körper einer hirntoten jungen Frau, mit der sich Gently unbewusst besonders gut versteht – die Serie ist besonders in den kleinen Dingen extrem lustig und nerdig, wenn auch teilweise sehr gewollt schräg, aber das ist ok.

Würde man die Serie mit irgendetwas vergleichen, man käme um die üblichen Verdächtigen kaum herum: ein ungleiches Ermittlerduo und ungewohnte Methoden mögen an „Sherlock“ erinnern, der Wahnsinn in Tüten an „Doctor Who„, vielleicht ist auch noch etwas „Dr. House“ enthalten. Auf jeden Fall very british – I’m amused!
kritik85_xb

* Für das genaue Datum müsste ich jetzt auf die Widmung ins Buch schauen, welches aber schon ganz unten im Umzugskarton auf den großen Tag wartet. Und da habe ich jetzt keine Lust zu.

2 Kommentare

  1. bullion · November 12, 2013

    Ich habe die Vorlage vor Urzeiten mal gelesen und fand sie toll. In die Serie wollte ich auch schon lange mal reinschauen. Hat wie so oft aber nicht geklappt. Mal sehen, ob ich es nach deiner tollen Kritik nun hinbekomme…

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    • Xander · November 12, 2013

      Mach das auf jeden Fall, ich find es lohnt sich. Sind ja auch nur 4 Folgen.

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