Meine heutige E-Mail an einen Telekommunikations-Anbieter

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit mittlerweile 3 Wochen versucht ein Mitarbeiter Ihres Callcenters, mich vormittags unter der Woche telefonisch zu erreichen. Obwohl ich um diese Zeit aus beruflichen Gründen NICHT zu Hause bin und ihm dies auch durch Familienmitglieder mehrmals mitgeteilt wurde (er aber auch nicht sagte, was er denn von mir möchte), versucht er (jeden Tag!) weiterhin sein Glück – zu diesem Durchhaltevermögen erst einmal meinen Glückwunsch.


Der Grund, weshalb ihm dies durch Familienmitglieder überhaupt erst mitgeteilt werden konnte: In unserem Haushalt leben auch Personen, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit hin und wieder auch mal abends oder nachts arbeiten müssen, weshalb es schon einmal vorkommen kann, dass diese vormittags schlafen. Weshalb ich nun also zum Grund meines Schreibens komme: Eigentlich könnte es mir ja egal sein, wenn Ihre Mitarbeiter nichts Besseres zu tun haben als bei uns ergebnislos anzurufen, Tag für Tag. Jedoch stört dieser Telefonterror sehr wohl den häuslichen Frieden und könnte womöglich in naher Zukunft meine Ehe gefährden, was ich momentan nicht wirklich gebrauchen kann. Meinen letzten, bis jetzt noch laufenden Vertrag habe ich vor ein paar Tagen (wenn auch nicht nur deswegen) bei Ihnen gekündigt mit der Hoffnung, dass dieses Treiben bald ein Ende hat. Im Übrigen konnte mir Ihr freundlicher Mitarbeiter am Telefon auch nicht sagen, warum ich ständig angerufen werde, was schade war, denn das Glück, bei Ihnen jemanden ans Telefon zu bekommen hat man ja auch nicht alle Tage.

Ich könnte Ihnen jetzt natürlich meine Mobilnummer nennen, aber da wir ja nach Ablauf des Vertrages nichts mehr miteinander zu tun haben werden und ich auch Angst haben muss, dann ständig auf dem Handy terrorisiert zu werden, lasse ich das mal. Schreiben Sie mir doch bitte eine E-Mail mit Ihrem Anliegen – bis ich das nächste Mal urlaubsbedingt zu Hause bin und ans Telefon gehen kann, wird es noch dauern. Sie sind ja sonst auch nicht sparsam mit Ihren Werbemails.

Mit freundlichen Grüßen,

Oder war das noch zu freundlich?

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14 Kommentare

  1. bullion · September 10, 2013

    Zu freundlich. Definitiv. Ich versuche inzwischen auch schon seit drei Wochen meinen Anbieter zu wechseln inkl. Rufnummernübernahme. Anscheinend ein Ding der Unmöglichkeit – sowohl vom neuen als auch vom alten Anbieter. Am besten ich schmeiß das Handy weg und verständige mich über Rauchzeichen. Kost‘ wenigstens nur Holz.

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    • Xander · September 10, 2013

      Das war bei mir seinerzeit kein Ding – von Vertragsauflösung hin zu Prepaid mit Rufnummernmitnahme, war sehr überrascht.

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  2. Sebastian · September 11, 2013

    Darf man fragen, um welchen Anbieter es geht?

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    • Xander · September 11, 2013

      Kennst du noch Marcell D’Avis?

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    • Sebastian · September 11, 2013

      Ouhhhh….Ganz böse… Mein herzlichstes Beileid!

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    • Xander · September 12, 2013

      Habe komischerweise auch noch keine Antwort bekommen.

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    • Sebastian · September 12, 2013

      Hahaha! Ich muss echt lachen 😀 Weisst du noch die Werbung im TV? 😄

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    • Xander · September 12, 2013

      Vielleicht sollte ich ihm mal persönlich eine Mail schreiben – schließlich hat er ja auch ständig seine Karte in die Kamera gehalten. Da man jedoch schon länger nichts mehr von ihm gehört hat, ist er bestimmt mittlerweile in einer anderern Position tätig. Vielleicht Reklamationsbearbeitung?
      Oder – noch viel schlimmer – vielleicht ruft ER uns ja ständig an??

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    • Sebastian · September 12, 2013

      Hahaha genau. ER ruft ständig an um dir zu helfen und seinen Service aufzudrücken 😀

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    • Xander · September 12, 2013

      Heute kam eine Antwort, und eine Steilvorlage von mir konnte der zuständige Mitarbeiter nicht ungenutzt lassen und hat treffsicher verwandelt: „PS: Wenn Sie Ihre Handynummer nicht herausgeben möchten, achten Sie darauf, dass diese auch nicht über die Signatur Ihres E-Mail-Programms eingesetzt wird (siehe unten).“
      D’Oh!

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    • Sebastian · September 12, 2013

      Eigentor

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    • Xander · September 12, 2013

      Das ärgert mich doch sehr.

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    • Sebastian · September 12, 2013

      Glaub ich gerne. Deswegen habe ich meine private Nummer nicht in meiner Signatur 😀

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    • Xander · September 12, 2013

      Diese Vorgehensweise werde ich auch noch mal in Erwägung ziehen. Wobei ich da sonst schon drauf achte, wem ich was schicke…

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