IRON MAN 3 (3D) [2013]

ironman3_01Von allen Superhelden des filmischen Marvel-Universums gefällt mir „Iron Man“ noch am besten, wie meine letzten Kritiken zu den letzten Marvel-Filmen vermutlich deutlich gemacht haben. So habe ich selbstverständlich die ersten beiden Teile überbewertet und so gefiel es mir natürlich auch sehr gut, dass Iron Man in „The Avengers“ eine führende Rolle übernehmen durfte. Jetzt also Film 1 nach den Rächern und die bereits zweite Fortsetzung, von der ich inständig gehofft hatte, dass sie das Niveau der Vorgänger hält. Nicht so wie beispielsweise „Spider-Man„, der im dritten Teil doch stark nachgelassen hatte.


1999, das Jahr von Eiffel 65: Nachdem Tony Stark einen Wissenschaftler namens Aldrich Killian mehr oder weniger abwimmelte, trifft er sich mit Maya Hansen, welche mit Extremis ein Verfahren zur selbstständigen Zellheilung entwickelt. In der Gegenwart holt Stark diese Geschichte ein: Der schon damals bekannte Fehler der Explosion von mit Extremis behandelten Zellen scheint die Ursache von Terroranschlägen des sogenannten Mandarin zu sein. Für Tony kommen diese Ereignisse denkbar ungünstig, schlägt er sich doch immer noch mit Panikattacken in Folge der Geschehnisse in New York („The Avengers“) herum…

Tja, und nun kommt ja in der Regel der Teil, der sich kritisch mit dem Film auseinandersetzen sollte. Das Problem dabei: „Iron Man 3“ macht im Grunde nicht sehr viel anders als seine Vorgänger. Der Nemesis, den der Held quasi selber erschaffen hat, die große Liebe, die in Gefahr gerät und gerettet werden muss, die persönlichen Probleme des Superhelden, die überwunden werden müssen: Alles Zutaten des typischen Superhelden-Films, die in „Iron Man 3“ aber nicht negativ ins Gewicht fallen. Tony Starks Charakter gefällt mir einfach zu gut, so hat er auch in der größten Krise noch einen passenden Spruch auf Lager, bevor das ganze zu sehr in Kitsch & Klischee versinkt. Und so muss man sagen: Nein, „Iron Man 3“ bietet nicht all zu viel Neues. Aber auch: Das ist gar nicht schlimm. Für diesen dritten Teil ist das durchaus in Ordnung, lupenreines Popcorn-Kino, dass sich jedoch spätestens für einen vierten Teil Gedanken machen sollte. Nach diesem Finale, welches die Existenz des Iron Man ad absurdum führt, sollte einfach Ende sein. [SPOILER] Tony Stark findet zu sich, erkennt, dass er die Rüstung nicht braucht, dass Iron Man in ihm steckt und operiert sich sein Markenzeichen heraus, und überhaupt: Nach dieser Armee computergesteuerter MARKs ist ein einzelner Typ in Rüstung doch hinfällig.[/SPOILER]

Selten war ein Gegenspieler gefährlicher, selten eine Iron Man-Rüstung fehleranfälliger, selten war ein dritter Teil zugleich ein perfektes Finale einer Filmreihe, mit der es schön gewesen ist, die aber allem finanziellen Anreiz zum Trotz jetzt eine Pause braucht.
kritik

Ach und das 3D könnt Ihr Euch, wenn überhaupt möglich, schenken.

6 Kommentare

  1. Pingback: IRON MAN 3: Kritik zum Comic-Blockbuster mit Robert Downey Jr. | ChristiansFoyer
  2. Dominik Höcht · Mai 9, 2013

    Sehr schön, ich sehe schon, dass wir uns relativ einig sind.🙂 Guter Spoiler am Ende übrigens! Das bedeutet ja noch lange nicht das Ende.🙂

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    • Xander81 · Mai 9, 2013

      Bedeutet nicht das Ende – wäre aber ein schönes Ende!

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