DEXTER – Season 2

dexter2_01Da ist er wieder, der freundliche Serienkiller aus der Nachbarschaft. Die letzte Serie, bei der die Sichtung der einzelnen Staffeln gar nicht schnell genug gehen konnte, war „Battlestar Galacticta“, und da häng ich jetzt mitten in Staffel 4 fest und es fehlt die Motivation, weiter zu schauen. Auch schon länger. Obwohl die Serie super ist. Aber manchmal ist das halt so. Und jetzt ist Dexter erst mal dran, was ja nicht schlimm ist, weil: Das ist auch super. Und dieses Mal gerät Dexter in echte Bedrängnis, denn dieses Mal ist er auf der Fahndungsliste, sowohl bei der Polizei, als auch beim FBI. Und: Ich weiß endlich, wer Lundy ist. Leichte (keine entscheidenden) Spoiler sind zu erwarten.


Taucher entdecken Dexters Leichenabladestelle im Meer und plötzlich steht der nun als „Metzger“ betitelte Blutspurenanalyst im Fokus der Ermittlungen – ohne das seine Kollegen eben dies ahnen. Rita findet heraus, dass Dexter etwas mit Pauls erneuter Inhaftierung zu tun hat und schickt ihn zur Drogenselbsthilfe-Gruppe, wo er dann Lila kennenlernt – und das Unheil seinen Lauf nimmt. Währenddessen verliebt sich Deborah in Agent Lundy vom FBI, der die Polizei bei der Suche nach dem Bay-Harbor-Metzger unterstützt – und Doakes ist mehr und mehr besessen von der Idee, dass mit Dexter etwas nicht stimmt…

Viel Klärungsbedarf für Dexter Morgan, der sich mit immer mehr Problemen konfrontiert sieht, als ihm lieb ist. Mehr als einmal steht er kurz davor, enttarnt zu werden, mehr als einmal will er einfach aufgeben, nur um dann festzustellen, dass er das Rita, den Kindern und Deborah nicht antun kann. Einblicke in Dexters Seelenleben gibt es genug, und dafür, dass er nach eigener Aussage über keine Gefühle verfügt, ist so manch Handlung seinerseits nicht anders zu erklären. Das macht die Geschichte allerdings nicht nur spannender, denn wo Licht ist, ist bekannterweise auch Schatten. Meine Abneigung gegenüber Deborah wandelt sich langsam in Hass um, so eine irrationale Haltung gegenüber einer Serienfigur hatte ich glaub ich noch nie. Wie sehr habe ich mir in dieser Staffel gewünscht, dass sie am Ende wieder leidet, dass mit Lundy auch irgendetwas nicht stimmt, dass er sie nur benutzt und nach Strich und Faden verarscht. Aber das sich so ein hochdekorierter FBI-Agent mit einer „Dorfpolizistin“ einlässt, die nicht einen Satz ohne „Scheiße“, „Ficken“, „Vögeln“ oder „Flachlegen“ sagen kann, ist schon sehr verwunderlich.

Bezüglich Dexter und seine Gefühle: Mit Lila hielt die zweite Frauenrolle in die Serie Einzug, die ich nicht leiden konnte. War die Rolle zwar auch daraufhin ausgelegt, so konnte ich mit dem ganzen Handlungsfaden nicht viel anfangen. Ein emotionsloser Serienkiller, der auf so eine Schlampe hereinfällt und sich an ihren Busen gekuschelt in den Schlaf weint? Naja. Hier hätte mir eine Beschränkung auf die Doakes-Story völlig gereicht, die von Folge zu Folge spannender wurde und bedingt durch Lila (wie konnte es anders sein) allerdings ein unwürdiges Ende fand und die letzte Folge durch den vorgezogenen „Showdown“ dementsprechend relativ belanglos wurde.

Aber das hört sich alles negativer an als es tatsächlich ist. „Dexter“ ist auch noch in seiner zweiten Staffel ganz großes Kino, wenn auch mit leichten Schwächen. Staffel 3, ich bin dabei.
kritik

Siehe auch:
Dexter – Season 1
Des Todes dunkler Bruder – die Romanvorlage

11 Kommentare

  1. bullion · März 14, 2013

    Hey, die Staffel kam jetzt ja ganz schön schnell. Im Grunde sehe ich es auch so ähnlich wie du: Etwas schwächer als die erste Staffel, aber immer noch sehr gelungen. So langsam bekomm ich auch mal wieder Lust auf die Serie…

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    • Xander · März 14, 2013

      Ganz schön schnell? Die Review war schon einige Zeit unter „Geplante Beiträge“ abgelegt😉

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  2. Florian Lieb (@Flo_Lieb) · März 14, 2013

    Deborah FTW!
    😀

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  3. Wulf | Medienjournal · März 18, 2013

    Wie kann man denn Deborah nicht mögen? Mir völlig unverständlich aber gut. Und zum Thema Lundy und Deborah: man bedenke den Altersunterschied – da lässt sich so manches „Fuck“ verzeihen…

    Lila hingegen, ja, die erregt Antipathie und ist auch darauf ausgelegt, manches erschien mir da auch zu sehr an den Haaren herbeigezogen und Doakes‘ unwürdiges Ende – wie du es betitelst – ist in den Büchern gar noch haarsträubender und unwürdiger, ob man es glauben mag oder nicht.

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    • Xander · März 18, 2013

      Bei den Büchern bin ich ja noch bei Band 2, also nichts verraten. Mache mir nur Gedanken, weil Band drei scheinbar nicht mehr erhältlich ist…

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    • Wulf | Medienjournal · März 18, 2013

      Ohje, das sieht wirklich so aus, als dass Band 3 nicht mehr so einfach bzw. billig zu bekommen ist. Ich halt mal für dich die Augen offen wenn hier in der Nähe mal wieder Taschenbuch-Remittenden abgestoßen werden, ich meine, ich hätte das dort schon öfter mal erspäht. Ist aber auch der schwächste Teil der Reihe bis dato, glaube aber nicht, dass dich das jetzt wirklich tröstet, oder?!

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    • Xander · März 19, 2013

      Nicht wirklich. Wäre super wenn du die Augen aufhalten könntest, ansonsten halt das Hörbuch…

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