Das YPS-Comeback – Mal wieder

Urzeitkrebse, eine Auflage von 120.000 Exemplaren und wenn man Facebook und Twitter glauben schenken darf, gleich am ersten Verkaufstag direkt ausverkauft. Das ist das neueste Comeback von „Yps“, DER Zeitschrift aus Kindertagen. Und jetzt will sie genauso erwachsen sein, wie wir es eigentlich nicht sind. Während man früher dachte, man ist tatsächlich Agent (weil man ja das Agentenhandbuch hatte), beschäftigt sich jetzt ein Artikel damit, wie man „jetzt noch“ Agent wird. Und bei Twitter hat jemand geschrieben, dass den Urzeitkrebsen diesmal nur eine Lupe beiliegt, um der neuen Zielgruppe gerecht zu werden.


Und nun? Tag eins nach YPS. Wie ist das Heft wirklich? Ernüchternd. Schön sind sie ja, die Artikel, die sich mit der Vergangenheit des Heftes beschäftigen. Und obwohl ich noch gefühlte Millionen an Artemia-Eiern zu Hause habe (aus dem Zoohandel, als Fischfutter), ist es doch gleich ein anderes Gefühl, die originalen „Yps-Urzeitkrebse“ ins Wasser zu setzen. Nur: Mal sehen, wie lange das anhält. Denn zwischen den Anzeigen und der redaktionellen Werbung (ganz schlimm: PS Vita) findet sich zwar viel Retro und Rückblicke auf alte Hefte, aber wenig, was ein eigenständiges Magazin rechtfertigt. FHM ohne Titten, dafür mit viel Nostalgie. Und, ganz furchtbar: Eine Modestrecke mit den Zeichentrickfiguren von damals. Da muss schon sehr viel Kind im Mann stecken, um das heute toll zu finden. Und: Die Gimmicks von damals müssen nicht zwangsläufig alle noch einmal aufgelegt werden. Nein, ich möchte kein Blasrohr mehr, das um die Ecke schießen kann. Oder Edelsteinsand. Den Zeppelin, ok, den kann man noch mal bringen. Ansonsten sollte das schon in die Richtung „USB-Tassenwärmer“ oder so gehen. Technik-Gadgets für den Nerd von heute, der vielleicht nur einer wurde, weil es früher die YPS gab.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass der Ausflug in Kindheitstage ein zwar schöner war, aber keiner mit außerordentlich viel Mehrwert und Eigenständigkeit. Aber das war schon immer so. Das schöne an YPS war und ist, das es eigentlich keiner braucht (um mal jmd. von Facebook zu zitieren). Aber die Idee vom Nilz, die hätte auch was.

8 Kommentare

  1. bullion · Oktober 12, 2012

    Ich belasse es da lieber bei den Erinnerungen. Habe das Heft auch damals nur wegen dem Gimmick gekauft, den Inhalt selber fand ich immer schon mau. Habe mich da lieber an Micky Maus und Co. gehalten.

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    • Xander · Oktober 12, 2012

      Das sahen glaube ich die meisten so…

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    • Sebastian · Oktober 12, 2012

      Dem kann ich mich nur anschließen.

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    • Xander · Oktober 12, 2012

      Schön also, dass es das neue Heft gibt, schade, weil es mehr hätte sein können…

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    • Sebastian · Oktober 15, 2012

      Genau das. Aber vielleicht bin ich mittlerweile auch zu alt für sowas… mit 25…Oo

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    • Xander · Oktober 15, 2012

      Mit 25 zu alt… was soll ich denn sagen…

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  2. Dominik Höcht · Oktober 12, 2012

    Hab sie am 10.10. bereits am Bahnhof mitgenommen, auch irgendwie aus Nostalgiegründen. Gestern habe ich dann mal so halbwegs komplett durchgeblättert. Mir geht es da ganz ähnlich wie dir. Insgesamt war es ganz nett, aber weiter verfolgen werde ich das nicht.

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    • Xander · Oktober 12, 2012

      Ich bin schon gespannt, welche Richtung in der nächsten Ausgabe eingeschlagen wird. Auf Dauer nur Retro wird nicht funktionieren.

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