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Serienkritik: DOCTOR WHO – Season 6

„You have a time-machine, I have a gun. What the hell – let’s kill Hitler!“

Jahr 2 der Ära Steven Moffat, und das erste Jahr hat die Serie ja trotz aller Änderungen ganz gut überstanden. Demzufolge müsste die nächste Staffel ja schon fast ein Selbstläufer sein, insbesondere weil man sich ja mittlerweile an alles und alle gewöhnt hat – doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Denn auch wenn Moffat in der Vergangenheit für grandiose Episoden verantwortlich war, so scheint es, als wenn die Verantwortung für die ganze Show dann doch etwas zu viel ist. Das Schlimmste vorweg: Die Staffel ist zweigeteilt, mit einem ersten Showdown und ersten Auflösungen schon nach sieben Folgen, was zwar im Fernsehen mit einer anschließenden Pause eventuell spannend ist, aber im Grunde wirkt das alles nur sehr gehetzt, da ja schließlich zwei Spannungsbögen aufgebaut werden müssen, zusätzlich zu den „Monster of the week“-Folgen. Die dieses Mal zu den Highlights gehören.


Dabei fängt es eigentlich recht spannend an: „The impossible Astronaut“ hat mit den US of A mal einen anderen Schauplatz als England (und auch noch gedreht on location in Utah – wow!) und beginnt mit dem Tod des Doctors, der eine jüngere Version von sich selber zu eben diesem Schauspiel eingeladen hat, auch noch sehr verwirrend und spannend. Nach diesem Zweiteiler voller Mysterien wird der Zuschauer erstmal auf ein Piratenschiff und in eine sehr durchschnittliche Folge entlassen, anschließend in ein grandioses Staffelhighlight („The Doctors Wife“ von Neil Gaiman), bevor dann der Nervfaktor der Staffel losgelassen wird: River Song. Als ab und zu auftretende mysteriöse Frau, deren Zeitlinie umgekehrt zu der des Doktors verläuft war ihre Rolle eigentlich sehr ok, bis es dann in dieser Staffel zum Overkill kommt. . Zum Beispiel in „A Good Man Goes To War“, oder aber auch „Let’s Kill Hitler“, deren Titel dann doch mehr verspricht als die Folge halten kann.

Das Wechselspiel geht weiter: „Night Terrors“ mit eine der besten Episoden, „The Girl Who Waited“ die (mit Abstand) schlechteste, „The God Complex“ wieder ein Highlight (welches passenderweise eigentlich für Season 5 geschrieben wurde…)

Fazit: Season 6 ist insgesamt gesehen die bisher schwächste Staffel der New Series mit dem bisher lieblosesten Story Arc. Kritiken, die der Serie mit dieser Staffel unterstellen, sie entwickele sich Richtung „Soap Opera“ kann ich nicht bestätigen, denn selbst die Beziehungen zwischen dem Doctor, Amy und Rory werden nur nebenbei behandelt, oder nur für eine Folge, ohne Konsequenzen, mit Ausnahme von River Song. Und die „Stille“? Eigenlich egal, denn obwohl in der letzten Staffel so geheimnisvoll darauf vorbereitet wurde, war das alles halb so schlimm und kein ernstzunehmender Gegner. Zudem kamen beide Showdowns jeweils so „plötzlich“, dass man sich gar nicht darauf vorbereiten bzw. gar nicht richtig mitfiebern konnte. Schade.


(trotz 6,69/10)

3 Kommentare

  1. Florian Lieb (@Flo_Lieb) · April 23, 2012

    Bei „.69“ runter zu stufen ist schon…hart. Das hab ich zuletzt bei der mdl. Benotung eines Schulkameraden in der 11. Klasse erlebt😀

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    • Xander · April 24, 2012

      Das sollte halt deutlich machen das ich insbesondere nach Staffel 5 (8/10) sehr enttäuscht war. Trotz einiger guter Folgen.

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  2. Pingback: DOCTOR WHO – Season 7 | Xanders Blog - Filme.TV.Sowas.

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