Shortcuts: RED RIDING HOOD [2011]; DER PLAN [2011]; PAUL [2011]

Red Riding Hood – Unter dem Wolfsmond

„Twilight“ meets „Rotkäppchen“. 2012 wird ja eh das Jahr der Märchen, warum sich also nicht schon mal in Stimmung bringen. Das das mit diesem Film allerdings nicht funktioniert, sei euch an dieser Stelle schon mal verraten. Untalentierte „Schauspieler“ stolpern durch billige Kulissen und schmachten sich gegenseitig an. Warum sie das tun, wird dem Zuschauer nie ganz klar sondern einfach vorausgesetzt. Schon nach den ersten Minuten ist klar: Sie liebt ihn, muss aber den anderen heiraten und die beiden lieben sie. Schade, dass sich Gary Oldman ans Set verirrt hat und zum Mitspielen gezwungen wurde, aber wenigstens rettet das den Film ein wenig. Ansonsten ist das alles dummes Zeug für kleine Mädchen, die vom „Twilight“-Kitsch nicht genug bekommen können.


Der Plan

Gäbe es das Planungsbüro nicht, die Erde würde es schon längst nicht mehr geben. Wenn der Mensch seinem freien Willen nachgehen dürfte, würde er alles ins Chaos stürzen. Aber Matt Damons Charakter hat einen freien Willen: Entgegen seines Plans möchte er mit seiner Traumfrau zusammen sein. Hm, ja. Ok. Als Science-Fiction-Thriller angekündigt, ist „Der Plan“ eher eine Romanze, bedenkt man, was das „Planungsbüro“ darstellt, mehr Fantasy als Science-Fition. Natürlich geht es in dem Film um den freien Willen, aber vordergründig möchte David mit Elise spielen aber die bösen Männer wollen das nicht. Ich hatte wirklich auf ein großartiges, mindblowing Finale gehofft, die große Enthüllung, was soll das Ganze überhaupt, da muss es doch einen tieferen Sinn geben – gibt es nicht, was schade ist. „Der Plan“ ist ein seichtes Thrillerchen für Verliebte.

Paul – Ein Alien auf der Flucht

„Zeichnest du mich so wie deine französischen Mädchen, Jack?

Paul ist ein Alien auf der Flucht vor der amerikanischen Regierung. Unterstützung erhält er dabei von Simon Pegg und Nick Frost. Das hört sich natürlich erst mal super an, hat man hier doch gleich „Shawn Of The Dead“ und „Hot Fuzz“ im Hinterkopf, ist aber im Endeffekt nicht ganz so toll. „Paul“ ist leider harm- und belangloser als man sich wünscht, vertraut ganz auf die unfassbare Komik ständigen Fluchens und von Fäkalhumor. Ganz nett die Anspielungen auf das Science-Fiction Genre, denen aber nicht immer 100% vertraut wird und sie demzufolge teilweise noch erklärt werden (siehe zu Beginn die Nachstellung aus „Star Trek“). Irgendwie ist Paul als Außerirdischer schon fast zu menschlich, im Grunde wirkt er wie ein ganz normaler Typ, der halt nur etwas anders aussieht. Seine besonderen Fähigkeiten sind nicht wirklich relevant, besonders in Hinblick auf die Übermittlung seines Wissens hätte man mehr daraus machen können. Genrezitate sind nicht alles – ein wenig mehr Biss oder tiefgründiger Humor hätten dem Film mehr als gutgetan.

14 Kommentare

  1. maloney · Februar 22, 2012

    Dasi st doch ein ganz billiger Twilight-Klon!

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  2. bullion · Februar 22, 2012

    „The Plan“ fand ich dann doch etwas besser, allerdings hat mir gerade der Aspekt der Romanze imponiert. „Paul“ dagegen hat mich richtig gut unterhalten, ich hatte meine Erwartungen aber auch schon runtergeschraubt.

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    • Xander · Februar 22, 2012

      Dagegen hatte ich allerdings hohe Erwartungen bei Paul…

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  3. samploo · Februar 22, 2012

    Davon sah ich bisher auch nur „Paul“, wobei „Der Plan“ sicher noch nachgeholt wird.

    Paul fand ich allerdings auch etwas besser, hat mich ziemlich gut unterhalten, auch wenn man an manchen Punkten wirklich mehr haette rausholen koennen. Allerdings gehoert „Paul“ fuer mich auch in die Sparte Filme, die man gerne so richtig, richtig gut finden will, aber es geht einfach nicht. Hier gabs dann sicher noch Sympathiepunkte meinerseits.😉

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    • Xander · Februar 22, 2012

      Sympathiepunkte für etwas, das der Film nicht einhält?

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  4. samploo · Februar 23, 2012

    So klingt das etwas zu harsch. ^^
    Es sind eher die Sympathie- bzw Bonuspunkte, die durch Schauspieler und der Praemisse eingeheimst werden. Dazu traegt maßgeblich Seth Rogen, den ich irgendwie nicht schlecht finden kann, als Synchronstimme Pauls bei. Bela B. ist zwar „okay“, kommt aber laengst nicht an Rogen ran.

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  5. Dominik · Februar 26, 2012

    „Der Plan“ ist trotz (oder gerade wegen) der Romanze (die nicht zu rosarot ist) in meinen Augen ein extremst unterhaltsamer Film. Als „seichtes Filmchen für Verliebte“ könnte ich ihn nicht abstempeln. Irgendwo regt der Film doch zum Denken an, auch wenn – wie du schon sagst – das Ende eher so „naja“ ist.

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    • Xander · Februar 27, 2012

      Vielleicht war es auch das Problem, dass ich etwas völlig anderes erwartet hatte. So hat mich der Film jedoch ein wenig ratlos zurückgelassen…

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