Fuck you, you fucking fuck!


Vor kurzem habe ich „Brügge sehen… und sterben?“ gesehen (dazu später mal mehr). Das an sich ist ja nichts besonderes, jedoch war dies einer der seltenen Fälle, in denen ich einen Film im O-Ton gesehen habe. Aufgefallen ist mir der doch relativ häufige Gebrauch des kleinen Wörtchens „fuck“ – laut IMDB fällt dieses genau 126 mal in 107 Minuten, so dass pro Minute 1,18x gefucked wird. Das ist jedoch nicht viel – auch wenn man das denkt.

Hier nun die zehn Filme mit dem häufigsten Gebrauch des Wortes „fuck“!

10:
Goodfellas

Jahr: 1990
Häufigkeit: 300
Lauzeit: 145
Fucks per minute: 2.06

09:
Menace II Society

Jahr: 1993
Häufigkeit: 300
Laufzeit: 97
Fucks per minute: 3.09

08:
Martin Lawrence Live: Runteldat

Jahr: 2002
Häufigkeit: 311
Laufzeit: 113
Fucks per minute: 2.75

07:
Running Scared

Jahr: 2006
Häufigkeit: 315
Laufzeit: 122
Fucks per minute: 2.58

06:
Twin Town

Jahr: 1997
Häufigkeit: 318
Laufzeit: 99
Fucks per minute: 3.21

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Kleinanzeigen in der Bucht.

Da keine Antwort mehr kommt, kann ich folgenden Schriftverkehr als abgeschlossenes Werk ruhigen Gewissens veröffentlichen. Eine gewisse Komik kann ich dem Ganzen zwar abgewinnen, aber im Grunde ist es nur lächerlich. Also, wer ne Wii haben will, einfach mal melden 😉

Ich so:

„Konsole inkl. HD-Kabel (YUV-Component Cable), WLAN,
1 Wiimote Plus & Nunchuck, 1x Wiimote & Nunchuck, 1x Ladestation mit 2 Akkus, 2 Silikon-Hüllen (transparent & pink) für Controller
2x Gitarren,
1x Wii Zapper,
16 Spiele (u.a.: 4 versch. Guitar Hero, Die Simpsons, Excite Truck, Wii Sports Resort, Baphomets Fluch, Spongebob, Sam & Max, Zelda Links Crossbow Training…),
Spiele auf Festplatte aus dem Nintendo Shop Kanal (u.a. Monkey Island, Kirby, Super Mario…)“

eBucht so:

„Lieber Nutzer!

Ihre Anzeige wurde gelöscht, da das Anbieten von modifizierten Spielekonsolen sowie Chips zur Modifikation auf unserer Plattform verboten ist.
Wir würden uns freuen, wenn Sie erneut eine Anzeige auf eBucht Kleinanzeigen schalten, bitten Sie jedoch, zukünftig die Nutzungsbedingungen unserer Plattform zu beachten.
Wenn Sie nicht mit der Löschung Ihrer Kleinanzeige einverstanden sind, können Sie sich hier beschweren. Wir überprüfen unsere Entscheidung dann noch einmal.

Ihr eBucht Kleinanzeigen-Team“

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Kritik: DER KLEINE NICK [2010]

Was gab es für ein großes Hallo als es damals hieß, „Der Herr der Ringe“ wird verfilmt. Als unverfilmbar galt das Werk. Der Großteil der Fans jedoch konnte von Peter Jackson zufriedengestellt werden. Viel schwieriger als die detailierten Abenteuer Frodos in Mittelerde war für mich jedoch die Vorstellung, dass „Der kleine Nick“ verfilmt werden sollte. Nicht nur, dass Nick in all seinen Abenteuern als Ich-Erzähler auftritt, mit all seinen teilweisen naiven Sichtweisen und kindlicher Logik, die Geschichten sind für mich auch untrennbar mit den Zeichnungen Sempés verbunden. Ich war gespannt, wie das als Real-Verfilmung funktionieren sollte, vor allem die „Massen-Szenen“, in denen sich alle Jungs gegenseitig eins auf die Nase geben (außer Adalbert, weil der eine Brille trägt). Der Trailer wirkte damals ganz ok, ins Kino hab ichs nicht geschafft, nun also die Sichtung im Heimkino, und bei solchen Komödien ist das ja auch völlig ok.

Joachim ist entsetzt: Er hat ein kleines Brüderchen bekommen und fühlt sich nun völlig vernachlässigt. Als er dann eines Tages nicht in die Schule kommt, ist für Nick und die anderen Jungs die Sache klar: Joachim wurde im Wald ausgesetzt, da für ihn kein Platz mehr ist. Dann macht Nick eine schreckliche Entdeckung: Seine Eltern zeigen scheinbar die gleichen Symptome wie Joachims Eltern, kurz bevor sein Brüderchen da war. Er bekommt es mit der Angst zu tun: Was, wenn er nun auch ein Brüderchen bekommt und ebenfalls im Wald ausgesetzt wird? Das gilt es zu verhindern, und so heckt er mit seinen Kumpels einen Plan aus…

„Der kleine Nick“ spielt in einer steril überzeichneten Welt der 50er-60er-Jahre. Damals war die Welt noch in Ordnung und eines der größten Probleme ist da noch, wenn Nick für einen Schulaufsatz nicht weiß, was er später einmal werden will. Das Setting passt schon mal, denn zu der Zeit kamen ja auch die ersten Geschichten Nicks heraus. Wo es anfängt schwierig zu werden, sind die Charaktere. In den Büchern kennt man sie nur aus den Erzählungen von Nick. Ob das alles wirklich so ist, wie er es beschreibt weiß man nicht, denn Kinder sehen manche Dinge ja nun mal etwas anders, als sie tatsächlich sind, und dass macht ja auch mit den Charme aus. Für den Film jedoch muss man sich festlegen, denn obwohl Nick hier als Off-Sprecher agiert, entspringen die Bilder, die der Zuschauer zu sehen bekommt, nicht alleine seiner Sichtweise. Schließlich ist er nicht mal in allen Szenen anwesend, kann diese also auch nicht erzählen. Die überzeichneten Charaktere entsprechen jedoch trotzdem exakt denen aus den Büchern. Der dicke Otto, der immer am Essen ist, Chlodwig, der immer in der Ecke stehen muss oder Adalbert, der Klassenbeste – so kennt man sie, und so sieht man sie auch im Film. Und so hat jeder Charakter seine Momente (auch Nicks Eltern, die ganz andere Sorgen als die Kinder haben), und durch die Einbindung diverser Buch-Abenteuer fühlt man sich auch beständig an diese erinnert. Und doch fehlt irgendetwas, denn an den Charme der wuseligen Zeichnungen kommt leider keine der Kameraeinstellungen heran.

Man sollte Buchverfilmungen nicht immer an ihrer Vorlage messen. Wenn man diese jedoch kennt, ist es fast unmöglich, den Film fortwährend mit dieser zu vergleichen. Natürlich hat es ein Film schwer, sich mit den Büchern vom kleinen Nick zu messen, sind diese doch auf ihre eigene Art schwer umsetzbar. Doch kann man den Film auch als etwas Eigenständiges sehen, denn „Le Petit Nicolas“ dürfte auch all diejenigen unterhalten, die die Bücher nicht kennen. Im Grunde ist es ein Kinderfilm, an dem auch jung gebliebene Erwachsene ihren Spaß haben werden. Er besteht zwar nicht aus einer Ansammlung von Schenkelklopfern, doch beim Abspann sollte jeder ein Lächeln im Gesicht haben, denn man weiß, warum Nick anfangs keine Ahnung hat, was er werden soll: Eigentlich soll sich gar nichts verändern, denn es ist ja prima so, wie es jetzt ist. Auch wenn er am Ende einsieht, dass nicht jede Veränderung automatisch schlecht ist.

Adam Elliot: HARVIE KRUMPET

Der Oscar prämierte Kurzfilm (Best Animated Short Film) von Adam Elliot, der quasi die Vorlage zu „Mary & Max“ bildet. Kein Feel-Good-Movie, dass sei zu Beginn gesagt. Aber sehenswert auf alle Fälle, nicht nur trotzdem, sondern vielleicht auch genau deswegen. Und die Idee mit der Bushaltestelle ist weniger Fiktion, als manche von Euch vielleicht glauben.

Kurzkritik: MARY & MAX – oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet? [2009]

Mary Daisy Dinkle, acht Jahre alt, lebt in Australien und ist todunglücklich. Ihre Mutter ist Alkoholikerin, ihr Vater zieht sich immer in seinen Schuppen zurück und präpariert tote Tiere und sie hat keine Freunde, unter anderem weil sie auch ein merkwürdiges Muttermal mitten auf der Stirn hat.
Max Jerry Horrowitz, 44 Jahre alt, lebt einsam in New York und hat ebenfalls keine Freunde, weil er unter dem Asperger-Syndrom leidet. Soziale Interaktion mit anderen Menschen fällt ihm schwer, alles Fremde löst Panikattacken in ihm aus.
Mary glaubt, dass Babys in Australien in Biergläsern gefunden werden. Um festzustellen, ob dies woanders auch so ist, sucht sie sich nach dem Zufallsprinzip Max‘ Adresse aus dem Telefonbuch von New York und schreibt ihm einen Brief, woraufhin sich eine wunderbare, tragikomische Freundschaft entwickelt…

Nicht alle Filme, die animierte und/oder geknetete Hauptdarsteller beinhalten, sind automatisch für Kinder. Trotz des doch eher lustigen deutschen Titels gehört „Mary & Max – oder: Schrumpfen Schafe wenn es regnet?“ definitiv nicht in Kinderhände, oder zumindest nicht in all zu kleine. Davon abgesehen, dass die Kleinen den Film bestenfalls langweilig finden, gehört die Thematik doch eher nicht so in das Interessengebiet kleiner Kinder. Behinderungen, Isolation, Suizid: Es sind schwere Geschütze, die Sam Elliot in seinem ersten Spielfilm auffährt. Dabei fängt ja alles recht harmlos an. Mary und Max werden einzeln vorgestellt, man lernt sie kennen, und noch achtet man auf die Kleinigkeiten – wie gut die Animation gelungen ist, ob man Fingerabdrücke auf den Figuren sieht (ich meine einen entdeckt zu haben) – doch mehr und mehr zieht einen der Film in seinen Bann. Es sind die lustigen Stellen, etwa wenn Max von seinem imaginären Freund erzählt: Als ihm sein Psychiater sagte, er brauche ihn nicht mehr, sehen wir diesen imaginären Freund „Mr. Ravioli“, wie er in einer Ecke sitzt und Selbsthilfebücher liest. Und es sind die tragischen Momente, etwa wenn der Tod Marys Mutter gezeigt wird (der allerdings auch eine gewisse Komik innehat). Und während sich Mary allem Anschein nach weiterentwickelt, bleibt bei Max alles beim Alten, abgesehen von der Tatsache, das Mary ein wichtiger Teil seines Lebens geworden ist, für welches er sich drei Ziele gesetzt hat: Ein Lebensvorrat an Schokolade, alle Figuren der Noblets besitzen, einen Freund finden.

„Mary & Max“ ist einer dieser besonderen Filme, die einen zum Lachen bringen, die aber auch das Gegenteil bewirken (können). Direkt nach dem Film weiß man eigentlich gar nicht, wie man sich fühlen soll, auf keinen Fall denkt man weiter über die Herstellung des Films nach, sondern über Mary und Max, die beiden einsamen MENSCHEN, die sich gefunden, zwischendurch verloren, und am Ende wieder – gefunden? – haben. Eine Geschichte über Freundschaft, die Liebe, das Leben und den Tod. Und darüber, ob Babys von Prostituierten in Eiern gelegt werden, wenn man Atheist ist. Oder ob Schafe im Regen schrumpfen.