Shortcuts: PLEASANTVILLE [1998]; SUPER 8 [2011]; THE BROTHERS GRIMM [2005]; THE TOURNAMENT [2009]

Eine kleine Auswahl an Filmen, deren Sichtung kürzlich und aber auch schon vor längerer Zeit stattfand.

PLEASANTVILLE

Tobey Maguire und Reese Witherspoon als Geschwisterpaar, welches durch eine magische Fernbedienung in die schwarz-weiße Welt der 50er-Jahre TV-Serie „Pleasantville“ gerät. Während er sich sofort wohl fühlt in seiner Lieblingssendung, stellt sie die heile Welt sofort gehörig auf den Kopf und verdreht den Männern selbigen. Schließlich ist in dieser heilen Welt soetwas wie Sex zum Beispiel gänzlich unbekannt… Sehr launiges Märchen, welches durch den Kontrast der 50er mit der Neuzeit sehr zu unterhalten weiß. Das ist genau die Sorte Film, die man auch als Mann ruhigen Gewissens als „schön“ bezeichnen kann, und damit wären wir auch schon wieder bei Reese Witherspoon.


SUPER 8

Sowohl eine Huldigung des Kinos der 70er/80er-Jahre und gleichzeitig ein moderner effektgeladener Blockbuster. Das sich das nur bis zu einem gewissen Grad vereinbaren lässt, zeigte schon der letzte Indiana Jones, der auch nur annehmbar war, solange diese komischen Wesen aus der Parallelwelt nicht zum Thema wurden, womit ich mich natürlich vor allem und insbesondere auf den Schluss beziehe. Wenn man hier zwischen den Lensflares was erkennst, dann fühlt man sich schon an Klassiker wie „Stand By Me“ erinnert, was grundsätzlich ganz großartig ist und auch dank der gut besetzten Jungdarsteller sehr gut funktioniert. Was nur ein wenig stört, ist letztendlich das Monster, wobei die Einführung wiederum ganz gut gelungen ist. Nur, auch hier, das Ende macht vieles kaputt. Hier mussten die Effekt-Spezialisten wieder Überstunden machen um die Geschichte für mich völlig überzogen zu einem Abschluss zu bringen. Sehr schade das, aber trotz allem natürlich ein sehr guter Film.


THE BROTHERS GRIMM

Hänsels Gretel, das Rotkäppchen und neun weitere Mädchen sind in dem kleinen Dorf Marbaden verschwunden. Die Hochstapler Gebrüder Grimm werden gezwungen, den Fall aufzuklären, um der Todesstrafe wegen Betrugs zu entgehen. Dabei treffen sie den bösen Wolf, den Lebkuchenmann, Schneewittchen, die Prinzessin auf der Erbse, Dornröschen und viele viele mehr, gerne auch in Personalunion. Das ist alles etwas krude und verwirrend, unnötig klamaukig und wenig nachvollziehbar. Matt Damon und Heath Ledger machen vor dem oftmals offensichtlichen Greenscreen auch nicht mehr als Dienst nach Vorschrift und überhaupt will der Funke mal so gar nicht überspringen. Die beiden Slapstick-Piraten aus „Fluch der Karibik“ als Helfer der Gebrüder Grimm zu besetzen, ist auch nicht viel mehr als eine nette Idee. Es wird viel Blödsinn gelabert, und wenn dann mal was passiert, auch nur in Begleitung alberner Sprüche. Ne, das ist nichts, zumindest nicht so wirklich.

THE TOURNAMENT

30 Auftragskiller treffen sich in einer Kleinstadt zu einem Turnier – wer überlebt, gewinnt. Die Reichen und Mächtigen, die das Turnier organisieren, wetten parallel auf dessen Ausgang. Die Ausgangssituation hört sich an und für sich nach einem extrem „spaßigen“ Actionkracher an, das Endergebnis ist es leider weniger. Irgendwie will der Funke nicht so ganz überspringen, was auch mit an dem belanglosen Score liegt, der einfach mal so nebenher dudelt. Auch sind die Charaktere durch die Bank unsympathisch und belanglos, man weiß direkt, für wen man mitfiebern soll, aber bis auf „Léon“ hat es bei mir noch kein Auftragskiller geschafft, so etwas wie Mitgefühl zu erzeugen. Dabei hat die weibliche Hauptrolle genau die beiden Anlagen, die sie dafür benötigt, und auch den schicksalhaften Hintergrund. Das dann auch noch ausgerechnet ein reumütiger Priester (!) in die Schusslinie gerät, macht gleich klar, wer einem hier gefälligst sympathisch sein soll. Und so plätschert das Ganze so vor sich hin, will auf Teufel komm raus cool sein und möglichst kultige Szenen bieten (wobei – die „Bus Vs. LKW“-Szene ist schon recht gelungen, wenn man auch nicht nach Logik fragen darf), aber wie schon gesagt – der Funke will nicht überspringen. „The Tournament“ nimmt sich zu ernst, ist zu wenig kompromisslos und will zwingend noch eine Story erzählen – weniger wäre hier mehr gewesen. Aber ich fand auch „Gamer“ nicht so toll, vielleicht liegt mir das Genre einfach nicht.

12 Kommentare

  1. bullion · Oktober 20, 2011

    Oh, „Pleasentville“ ist ein toller Film, wie wahr! Hatte ich damals sogar im Kino gesehen und sollte ich mir wohl mal wieder anschauen. Auch der Soundtrack ist grandios.

    Auf „Super 8“ freue ich mich schon sehr, da ja „The Goonies“ und „Stand by Me“ bekanntermaßen zu meinen Lieblingsfilmen zählen.

    „The Brothers Grimm“ hatte mir damals sehr gut gefallen. War aber auch ein besonderer Kinotag. Mal sehen, ob der Film auch jetzt noch wirkt.

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    • Xander · Oktober 20, 2011

      Bzgl. „Brothers Grimm“: Guck den mal noch mal. Würde mich ja interessieren wie du den jetzt findest – aber bitte ohne Nostalgie-Bonus wg. des „besonderen“ Tages😉

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  2. donpozuelo · Oktober 20, 2011

    Ja, Ja, Ja und Kann ich noch nicht sagen.😉

    Pleasantville mag ich sehr gerne, Super 8 war mein großer Sommer-Überraschungshit, Brothers Grimm fand ich auch totale Grütze und „The Tournament“ steht bei mir schon seit Monaten im Schrank – ungesehen.

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    • Xander · Oktober 20, 2011

      Bzgl. „The Tournament“: Wird seinen Grund haben😉

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  3. Dr. Borstel · Oktober 21, 2011

    Die Witherspoon wäre nicht meine Idealvorstellung von „schön“, der Film ist aber ein Volltreffer. Vom Rest hab ich nichts gesehen, mehrheitlich weil ich alle drei unbesehen für Müll halte.

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    • Xander · Oktober 21, 2011

      Vielleicht solltest du aber deine Meinung bzgl. „Super 8“ überdenken?

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  4. samploo · Oktober 30, 2011

    Ich weiß ja, dass „Brothers Grimm“ wirklich Geschmackssache ist und viele den auch verteufelt haben, aber ich hab mich wirklich herrlich amuesiert. Gilliam, einer meiner Lieblingsregisseure, hat hier fuer mich einen knallbuntes, mit Fantasie vollgepacktes Maerchen mit viel Witz abgeliefert, was ich mir besonders gen Winter immer wieder gerne anschauen kann. 8/10.🙂

    Was „Super 8“ angeht, so stimme ich weitesgehend mit deiner Meinung ueberein, außer eben, dass ich das Ende hier nicht wie beim letzten Indiana Jones als verhunzt bezeichnen wuerde. Bleibt aber auch bei mir bei einer 8/10.
    An „Stand by me“ musste ich uebrigens auch fortwaehrend denken – einer der besten Coming of Age Filme!

    Pleasantville ist bei mir schon eine ganze Weile her, aber ich fand den wohl ganz gut soweit ich mich erinnern kann.😉

    Tournament bis dato nicht gesehen, scheint aber als muesse man das auch gar nicht unbedingt.

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  5. lalia · Oktober 30, 2011

    Jop,
    jop, und
    jop.
    Den letzten kenn ich nicht😉

    Gell „Stand by me“ wird automatisch in erinnerung gerufen, wenn man den etwas pummligen Jungen sieht, oder?!

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    • Xander · Oktober 31, 2011

      Ich würd das jetzt nicht nur an dem dicken Jungen festmachen😉

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  6. Pingback: Review: SUPER 8 | ChristiansFoyer
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  8. Pingback: STRANGER THINGS – Season 1 | Xanders Blog

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