HDR: Der Himmel über uns

Auch für Android-Smartphones gibt es die Möglichkeit, ohne Vorkenntnisse mittels einer App HDR-Bilder zu erzeugen. Die einzige Bedingung ist, dass das Telefon über eine Kamera verfügt – sonst wäre es relativ sinnlos. Wichtig bei der Bildaufnahme ist weiterhin, dass Handy absolut ruhig gehalten wird – so das es bei der Aufnahme der Belichtungsreihe zu keiner Verwacklung kommt. Klappt natürlich nicht immer, aber manche Ergebnisse können sich trotz dessen sehen lassen, finde ich:

Bei diesem Bild habe ich die Original-Bilder der Belichtungsreihe als Ausgangsbasis genommen und am Rechner ein Graustufen-HDR-Bild erzeugt:

Alleine schon aufgrund der geringeren Auflösung und dem schlechterem Rauschverhalten als bei einer „richtigen“ Kamera ist so eine Smartphone-App natürlich nur eine nette Spielerei. Aber manchmal will man ja auch nicht mehr…

Serienkritik: SHERLOCK – Season 1 [2010]

Was wir in Deutschland unter „öffentlich rechtlichem“ Programm verstehen, unterscheidet sich massiv von dem Fernsehprogramm von der Insel, als Beispiele seien hier mal „Dr. Who“ oder „Life On Mars“ genannt. Immerhin hat es „Sherlock“ bis in die ARD geschafft, denn wenn dort außer „Verbotene Liebe“ oder dem „Herbstfest der Volksmusik“ sonst schon keine sehenswerten Eigenproduktionen laufen, dann kauft man das eben von den Kollegen. Was dann aber auch wieder egal ist, weil ich mir die Zeit für solche Serien, wenn auch wie in diesem Fall „Miniserien“, lieber selber einteile. Wenn man bei einem Dreiteiler aus welchen Gründen auch immer mal eine Folge verpasst, dann hat man irgendwie schon 33% verpasst, was sich nicht nur viel anhört, sondern es auch ist. Aber ich schweife ab.

Wie dem auch sei, „Sherlock“ wurde gesehen, und kurz gesagt: Für gut befunden. Die Fälle orientieren sich grob an den Originalfällen, geschrieben von Sir Arthur Conan Doyle, versetzt in die Neuzeit. Sherlock Holmes arbeitet als Berater für die Polizei, nach eigenen Angaben ist er der einzige seiner Sorte weltweit. Immer wenn diese nicht weiter weiß, rufen sie ihn. Je schwieriger die Fälle, desto besser. Holmes, mit einem ausgezeichnetem Verstand gesegnet, prädestiniert für Gastauftritte in „The Big Bang Theory“, gibt sich dabei nicht mit „normalen“ Fällen ab, da ihn diese langweilen. Aufgrund dessen hält er auch nicht viel von Freundschaften oder Beziehungen, da auch diese in seinen Augen langweilig sind, da alle anderen Menschen (seiner Meinung nach) zu kleine Gehirne haben.

Dr. Watson, als Kriegsveteran mit Alpträumen von der Schlacht in die Serie eingeführt, verkommt zwar schon im Laufe der ersten Folge zum Sidekick, dem man gegen Ende den Kriegseinsatz nur bedingt abkauft, das tut der Serie aber keinen Abbruch, im Gegenteil: Vielleicht braucht man diese Art „normaler Mensch“ neben Sherlock, sowie es einen Dr. Wilson neben House braucht. Sowohl für den Zuschauer, als auch für die Hauptperson selber.

Doch auch wenn der Vergleich ein wenig hinkt, da „House“ vom originalen Sherlock Holmes zitiert, aber „Sherlock“ ist genau die Mischung aus“Dr. House“, „Monk“ und „Dr. Who“, die es noch gebraucht hat. Witz, Tempo und eine unglaubliche Kombinationsgabe machen die Serie zu einem kurzweiligen Vergnügen. Nach Sichtung der ersten Staffel wird man das Gefühl nicht los, das niemand anders als Moffat geeigneter war, den Stoff auf diese Weise auf den Bildschirm zu bringen, war er doch auch für viele der gelungeneren „Dr. Who“-Episoden verantwortlich, und das merkt man. Dieser Sherlock Holmes würde sich auch gut in der Tardis machen.

Shortcuts: PLEASANTVILLE [1998]; SUPER 8 [2011]; THE BROTHERS GRIMM [2005]; THE TOURNAMENT [2009]

Eine kleine Auswahl an Filmen, deren Sichtung kürzlich und aber auch schon vor längerer Zeit stattfand.

PLEASANTVILLE

Tobey Maguire und Reese Witherspoon als Geschwisterpaar, welches durch eine magische Fernbedienung in die schwarz-weiße Welt der 50er-Jahre TV-Serie „Pleasantville“ gerät. Während er sich sofort wohl fühlt in seiner Lieblingssendung, stellt sie die heile Welt sofort gehörig auf den Kopf und verdreht den Männern selbigen. Schließlich ist in dieser heilen Welt soetwas wie Sex zum Beispiel gänzlich unbekannt… Sehr launiges Märchen, welches durch den Kontrast der 50er mit der Neuzeit sehr zu unterhalten weiß. Das ist genau die Sorte Film, die man auch als Mann ruhigen Gewissens als „schön“ bezeichnen kann, und damit wären wir auch schon wieder bei Reese Witherspoon.

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