TITANIC 2 – DIE RÜCKKEHR [2010]

Ich könnte mir vorstellen, Kritiken über Asylum-Filme zu schreiben, ist genau überflüssig wie über Uwe Boll -Filme zu schreiben. Irgendwie erinnern mich diese Filme an kleine Kinder, die mit ihren bescheidenen Mitteln Szenen nachspielen, beispielsweise als Cowboy und Indianer und davon total begeistert sind. In ihren Augen SIND sie dann ja auch Cowboy und Indianer, selbst wenn das Gewehr aus Holz geschnitzt ist. Die Erwachsenen belächeln sowas dann gerne mal – oder haben nie damit aufgehört und spielen vor der Kamera weiter. Dabei kommen dann Filme wie „Titanic 2 – Die Rückkehr“ heraus. Für die Produzenten vielleicht der beste Film aller Zeiten, und das auch noch selbst gemacht (!), für alle anderen schlimmer als so mancher Fan-Film.

Es gehört schon was dazu, von einer realen Katastrophe eine Fortsetzung zu machen, diese dann tatsächlich mit „Die Rückkehr“ zu untertiteln und die Story auch noch ähnlich ablaufen zu lassen. Natürlich ein Eisberg, natürlich gibt die „Titanic 2“ Vollgas, und wenn dann noch der Satz fällt „Es scheint, als wenn sich die Geschichte wiederholen würde!“ denkt man sich: Ja, das Gefühl habe ich auch. Der einzig nennenswerte Unterschied ist wohl noch der Versuch, ein wenig Umweltbotschaft von wegen Erderwärmung und schmelzende Pole mit einzubringen, aber das Thema ist dann nach 20 Minuten auch vom Tisch.

So wie ich das sehe, hat man zwei Möglichkeiten. Entweder, man ist schon besoffen, wenn man den Film anschaut.
Oder man verbindet die Sichtung mit einem Trinkspiel. Beispielsweise muss man immer einen trinken, wenn die gleiche Szene kommt, wie die Titanic vorbei schippert. Jedesmal einen trinken, wenn es zu dunkel ist, um überhaupt etwas (die schlechten Effekte nämlich) zu erkennen. Oder jedesmal einen trinken, wenn der Held der Geschichte (zumindest in der deutschen Synchro) „Ok!“ sagt oder fragt „Bist du ok?“. Obwohl das dann schon für Fortgeschrittene ist, ansonsten würde eine Alkoholvergiftung anstehen.

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