Kritik: WER IST HANNA? [2011]

Es war einmal ein kleines Mädchen namens Hanna, das mit seinem Vater im Wald lebte und nur das Nötigste zum Überleben hatte. Ihre Mutter wurde einst von der bösen Hexe Marissa getötet, und seit dem trainiert sie, um eines Tages im Kampf gegen diese bestehen zu können und Rache zu nehmen.Und es begab sich zu der Zeit, dass Hanna sich bereit fühlte und so zog sie aus in eine ihr unbekannte Welt, ihre Mutter zu rächen.

Ein actionreiches Märchen ist es, das Wright uns hier zeigt, ein Actionfilm, der nicht nur aufgrund des Settings, sondern auch aufgrund seiner Wirkung europäischer nicht sein könnte. Wer einen glattgebügelten, CGI-lastigen Mainstream-Actioner erwartet, ist hier sicherlich an der falschen Adresse, denn auch wenn der Film vorhersehbar ist, so ist der Weg zum Ziel, insbesondere auch audiovisuell, ein Erlebnis der besonderen Art. „Hanna“ ist definitiv ein Film, bei dem Style over substance geht, aber „Hanna“ darf das auch. Der Film ist Märchen, Actionfilm und Drama in einem, bietet zwar einerseits nicht viel Neues, ist aber auf der anderen Seite so viel anders. Es dürfte eigentlich keinen Pluspunkt wert sein, da es selbstverständlich sein sollte, doch da es das heutzutage nicht mehr ist, ist es um so mehr erwähnenswert: Zwischen all den Remakes, Reboots, Prequels, Fortsetzungen und 3D-Flicks ist „Hanna“ endlich wieder einmal lohnenswertes Kino, wie es sein sollte: Bodenständig, innovativ, anders, mitreißend. Ein realistisches Märchen, ein Roadmovie, ein verspielter Film, der alle Figuren abseits der Heldin zu Statisten degradiert, denn Märchen dürfen sowas und überhaupt: Es geht ja auch um Hanna. Kein auf Hochglanz polierter, durchkalkulierter Mainstream, der ja doch nur aufs Merchandise oder auf Fortsetzungen schielt – mit ziemlicher Sicherheit wird er schnell in Vergessenheit geraten, dies jedoch zu Unrecht. Es sind die kleinen Szenen, die zwar nicht viel zum Film oder der Geschichte beitragen, die einem aber ins Auge stechen – die wunderschön gefilmte Eingangssequenz mit dem Schwan oder die Szene am Hafen bei den Containern, wenn die Musik ausblendet und die Hunde doch tatsächlich die Melodie des Scores bellen. Hört sich jetzt merkwürdig an, ist aber in seiner Unscheinbarkeit und Beiläufigkeit genial.

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Transformers 3: Symphonies Of Mayhem!

So pull your head out of your ass, sit down, shut up, and eat your awesome.

Yes, pure spectacle can be amazing, and subtle character development isn’t necessary. Hell, Bay himself demonstrated this with „The Rock.“ But so many blockbusters‘ problem isn’t about their action. It’s about how goddamned dumb they are. Even the thinnest plot should be interesting and at least MOSTLY make sense. Those things make the action bits even more exciting when we give a shit about what/why/who is fighting.
(kurosawaguy on youtube)

Kurzkritik: CHATROOM [2010]

Das böse, böse Internet. Alles voll von Raubkopierern, Kinderschändern und Perversen. „Chatroom“, dessen Tagline (wohl aus marketingtechnischen Gründen) „Willkommen im Anti-Social Network“ lautet, nimmt sich dieser Prämisse an, ohne sie zu hinterfragen. Das muss man wissen, wenn man sich auf diesen Film einlassen will, denn viel Gutes bietet das filmische Netz nicht. Denn obwohl sich Jim, Emily, William, Mo und Eva einfach nur in einem Chatroom treffen, um zu reden, stellt sich schnell heraus, dass William ein falsches Spiel spielt, um damit die anderen zu manipulieren und Jim gar in den Selbstmord zu treiben. Denn er hat Gefallen daran gefunden anderen dabei zuzusehen wie sie tun, was er selber nicht geschafft hat.

Der Inhalt ist also schnell erzählt, aber als Umsetzung eines Theaterstücks geht es bei „Chatroom“ weniger um eine möglichst komplexe Handlung mit wechselnden Schauplätzen oder effektreicher Action, sondern mehr um die Beziehungen der fünf Freunde untereinander. Im Chatroom wird halt viel geredet, aber Gott sei Dank sieht man den Fünfen nicht 90 min dabei zu, wie sie vor ihrem Computer hocken. Das Internet ist wie ein Hotel mit langen Fluren, und jede Tür führt in einen anderen Chatroom. Diese werden von ihren Admins nach Belieben gestaltet und können auch mit Passwörtern gesichert werden – eine geniale und visuell gute Idee, HTML-Code filmisch umzusetzen. Wenn sich die fünf in Williams Chatroom treffen, sitzen sie auf fünf Stühlen in einem ansonsten leeren Raum, wohingegen Evas Raum trendy geschmückt ist, mit riesigen Plakaten an der Wand. Jeder Chatraum drückt auf diese Weise die Gefühle seines Besitzers aus. Jim beispielsweise hat erst gar keinen. Depressiv, weil als Kind vom Vater verlassen, lässt er niemanden an sich heran, weder im richtigen Leben, noch im Internet. Mehr durch Zufall scheint er in Williams Chatroom „Chelsea Teens!“ zu kommen und wird gleich von Williams Art eingenommen.

Die Grundidee sowie die technische Umsetzung, als auch die musikalische Untermalung, all das ist gut gelöst, und doch, mit fortschreitender Laufzeit enthält der Film immer mehr Längen. Wenn die Figuren vorgestellt sind, die Konstellationen klar sind und auch die Hintergründe der handelnden Personen, ab dem Zeitpunkt gibt es etwas Leerlauf. Es geht nur noch um Jim und William und die Dynamik ist ein wenig raus. Und wie schon zu Beginn gesagt: Entweder, die Macher haben wirklich Angst vor dem sogenannten Internet mit all den bösen Menschen die es füllen, oder es ist Absicht, es so darzustellen – doch „Anti-Social Network“ macht hier wirklich Sinn. Wenn man Chats zum Social Network dazuzählen will: sozial ist hier niemand. Man kann es also nur so sehen, dass die positiven Aspekte bewusst ausgeblendet werden, um die Intention deutlicher werden zu lassen. Im Endeffekt allerdings doch zu oberflächlich und dabei noch nicht mal konsequent.

„Chatroom“ ist seit dem 24.06.2011 auf DVD und Blu Ray erhältlich.

Kritik: THE GREEN HORNET [2011]

Mittlerweile ist es ja schon fast so, dass man bei Filmen, will man diese vernünftig sehen, am besten auf die Heimkino-Version wartet, da hier (noch) der ganze 3D-Quatsch entfällt. Bis auf „Avatar“ war die Umsetzung ja bei fast allen anderen Filmen ziemlich Unsinn und nicht mehr als ein Gimmik mit nerviger Brille. Ich glaube, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich jetzt nach der Sichtung von „The Green Hornet“ behaupte: 3D wäre auch bei diesem Film keine Bereicherung. Mir fällt jetzt spontan keine Szene ein, bei der 3D ein wirklicher Mehrwert wäre, außer vielleicht beim Abspann. Ansonsten lässt sich auf die Schnelle festhalten: Mal wieder ein Superheldenfilm, und auch: Mal wieder einer, der sich nicht ernst nimmt und das Genre ein wenig auf die Schippe nimmt. Um es aber vorweg zu sagen: So weit wie „Kick-Ass“ geht die Hornisse nicht, im Vergleich dazu, wenn man beide Filme denn vergleichen will, ist „The Green Hornet“ ein harmloser Spaß, um nicht zu sagen: Ein Witz. Aber: Wirklich vergleichen lassen sich die Filme eigentlich nicht.

Britt Reid übernimmt nach dem Tod seines Vaters nicht nur seinen Zeitungsverlag, sondern auch sein Vermögen und seinen Automechaniker Kato, der sein bester Kumpel wird. Um seinem Leben einen Sinn zu geben, beschließt er, gemeinsam mit dem erfinderischen Kato das Verbrechen in der Stadt zu kämpfen. Hilfreich sind dabei die technischen Spielereien, die Kato in Britts Auto installiert sowie Katos herausragende Kampfkünste. Dem Unterweltboss Chudnofsky ist die Hornisse jedoch mehr und mehr ein Dorn im Auge…

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Die 100 beliebtesten Filme


Owley sucht die 100 beliebtesten Filme und deshalb möchte er, dass man ihm 15 nennt. Klingt logisch, und darum mach ich das. Wenn auch etwas verspätet.

Die folgenden Filme sind in keinster Weise nach Beliebtheit sortiert, sondern eher nach Beliebigkeit, mit einer Ausnahme, mit der ich anfange, denn das ist immer noch der beste Film von allen:

1. Léon – Der Profi (Directors Cut)

Und ab hier dann der Rest. Alles super Filme, die ich der Welt hiermit empfehle.
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