Kurzkritik: DER FLUCH DER 2 SCHWESTERN [2009]

Ob The Ring, The Grudge, Dark Water oder eben A Tale Of Two Sisters: Remakes von japanischen Horrorfilmen waren eine Zeitlang durchaus modern in Hollywood. Für jemanden, der sich aus welchen Gründen auch immer nicht an das japanische Kino heranwagt, mag dies von Vorteil sein, sollen die amerikanischen Neuinterpretationen doch an westliche Sehgewohnheiten angepasst sein (Konjunktiv – ich weiß es nicht, da noch keines der Originale gesehen). Insbesondere bei der Geschichte der zwei Schwestern soll dies der Fall sein. Aber wie gesagt: Wer das Original nicht kennt, der ist da ja unvoreingenommen.

Anna kommt nach einem Jahr Nervenheilanstalt wieder nach Hause. Damals ist ihre Mutter bei einem Brand ums Leben gekommen, dies hat Anna nicht verkraftet. Wieder daheim muss sie feststellen, dass die Pflegerin ihrer Mutter, Rachel Summers, mittlerweile mit ihrem Vater zusammen ist. Gemeinsam mit ihrer Schwester Alexa kommt Anna der Verdacht, dass Rachel am Tod ihrer Mutter nicht ganz unschuldig war – unheimliche Visionen von ihrer toten Mutter bestärken sie in dem Verdacht…

Wieder so ein Film, bei dem man nicht zu viel verraten sollte, denn wenn man nicht von alleine darauf kommt (wie auch immer), dann bietet der Schluss des Films doch so einige Überraschungen. Ich hatte zwar recht bald eine Theorie entwickelt, die bewahrheitete sich jedoch eher nur zu 20% – ein Aha-Effekt ist also durchaus vorhanden. Der Weg zum Ziel ist dabei durchaus spannend gestaltet und nett anzusehen. Die Schockmomente bringen zwar, objektiv betrachtet, keine Neuerungen ins Genre, funktionieren aber durchaus und Elisabeth Banks als Annas Mutter glaubt man wohl, das sie zu dem Mord fähig wäre, dies aber geschickt verschleiert. Den Hauptteil des Films müssen jedoch Anna und Alexa tragen, und während Alexas Aufgabe hauptsächlich darin besteht, im Bikini herumzulaufen und dabei gut auszusehen (was ihr auch ganz gut gelingt), muss Anna langsam aber sicher an ihrem Verstand zweifeln – bzw. sich einreden, dass dieser klar ist – schließlich war sie ja schon ein Jahr in der geschlossenen, und da möchte sie eher ungern wieder hin. Als unbeteiliger Zuschauer glaubt man allerdings schon, dass zumindest ein Kurzurlaub beim Onkel Doktor wieder angebracht wäre – es sei denn, es handelt sich doch nicht nur um Visionen…

Wie gesagt: Ein neuer Meilenstein des Horror-Genres offenbart sich hier nicht. Der Fluch der 2 Schwestern bietet solide Kost knapp über dem Durchschnitt und weiß durchaus zu gefallen. Langeweile kommt zu keinem Moment auf, erst recht da die Geschichte durch den ein oder anderen Schockmoment „aufgelockert“ wird. Wer das Original kennt, sollte sich jedoch wahrscheinlich zwei Mal überlegen, auch diese Variante zu sehen; ich könnte mir durchaus vorstellen, dass dabei einiges an Reiz verloren geht. Andererseits werde ich mir das Original jetzt auch mal zu Gemüte führen, damit ich auch weiß, wovon ich rede.

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