Kurzkritiken: LESBIAN VAMPIRE KILLERS [2009]; SCHWARZER BLITZ [2009]

LESBIAN VAMPIRE KILLERS [2009]

Mal ehrlich: Viel falsch machen kann ein Film mit diesem Titel eigentlich nicht mehr. Und ich denke mal, der Film wird von vielen auch nur aufgrund dieses Titels wahrgenommen werden. Wie hieß es im Teaser noch: „Der Film hat Killer, Vampire und Lesben. Und er heißt – Lesbian Vampire Killers!“. Damit ist im Grunde alles gesagt, der grobe Plot ist festgelegt. Was einem mehr geboten wird ist eine uneingeforderte Zugabe. Wenn einem trotz allem noch etwas zum Glück fehlt, ist das schon sehr enttäuschend.

Es geht also im Grunde um lesbische Vampire, in die sich alle jungen Frauen des englischen Dorfes Cragwich verwandeln, sobald sie ihren 18. Geburtstag feiern. In eben dieses Dorf fahren Jimmy und sein Kumpel Fletch, und wie es der Zufall (oder das Schicksal) so will, ist Jimmy ein Nachfahre eines Barons, der einst die mächtige Vampirkönigin Carmilla besiegen konnte. Und nun liegt es also an ihm, das Dorf mit Hilfe seines Kumpels und ein paar heißen Studentinnen von dem Fluch zu befreien…

Das wars von der Seite schon, und darum geht es eigentlich auch nicht, denn was hier zählt, ist mehr die Optik. Auf Hochglanz polierte Vampirbrüste (also, auf die Filmoptik bezogen, klar), in Zeitlupe vor der Kamera posierende Ärsche, sich gegenseitig ableckende Untote. Auch in Zeitlupe, versteht sich. Hier werden Träume eines jeden 16-jährigen wahr, aber eben leider auch nur die. Denn wer hier einen, wenn auch hirnlosen, Horrorspaß im Stile eines Shaun Of The Dead erwartet, der wird bitterlich enttäuscht werden. Klar, der Film will Trash sein, alberner, sexistischer Trash, aber nicht mal dafür hat es gereicht. Obwohl – das „albern“, das klappt wunderbar. Davon einmal abgesehen, ist der Film einfach viel zu harmlos. Nicht einmal für Blut hat es gereicht (womöglich wegen der Freigabe?), nein, die getöteten Untoten (Untotinnen?) lösen sich in Sperma auf. So sieht es jedenfalls aus. Soll es wohl auch. Und soll wohl auch lustig sein. Ein Test: Müsst Ihr kichern, wenn sich in Zeitlupe bewegende, lesbische Vampire in Sperma auflösen? Wenn ja, der Film ist was für euch.


SCHWARZER BLITZ [2009]
Enthält Spoiler

Russischer Superheldenfilm nach Schema F, Vergleiche mit Spider-Man lassen sich leider nicht vermeiden. Ich sag mal so: Student entdeckt Superkräfte (hier: am Auto), Held nutzt Superkräfte um schnell Geld zu verdienen (Spider-Man Pizza, hier: Blumen), persönlicher, von ihm selbst vermeidbarer Verlust lässt ihn für das Gute kämpfen (Spider-Man: Onkel, hier: Vater). Eigentlich ist er nicht so angesagt bei Frauen, hat sich aber in eine verliebt, die er so nie kriegen würde. Vorbild verwandelt sich in Nemesis. Insofern also Business as usual, aber: Macht Spaß! Die Darsteller sind durchaus sympathisch, die Effekte sind mehr als in Ordnung und man hat das Gefühl als würde einem der Film sagen wollen: „Ja, ich bin Spiderman mit Führerschein. Das ist mir aber scheißegal.“

Mehr als kurzweilige Unterhaltung sollte man sich zwar nicht erhoffen, aber wer Superheldenfilme mag, Spider-Man 3 scheiße fand und einfach mal etwas Spaß für einen verregneten Sonntagnachmittag sucht, der ist beim schwarzen Blitz genau richtig.

2 Kommentare

  1. maloney8032 · März 8, 2011

    Kann es sein dass die Musik bei Black Lighnig am Schluss die gleiche ist wie im Pirates 3 Trailer http://www.youtube.com/watch?v=EcszLyaKFjg ab 1:41?

    Gefällt mir

  2. Pingback: Kritik: THE GREEN HORNET [2011] « at the movies 2

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