Kurzkritik: STORM [2005]

„Ist es ein Game – oder die Wirklichkeit?“ fragt das DVD-Cover, und, ehrlich gesagt: Ich habe keine Ahnung. Weiter heißt es: „Ein düsterer Mix aus Action, Comic und Video-Game à la Matrix“. Das soll die Zeitschrift Variete geschrieben haben. Nun ja, wild gemixt ist es auf jeden Fall, zumindest optisch erinnert der Film sehr an Matrix, zum Teil an Sin City, wie ich finde besonders zu Beginn die Story auch an Das 5. Element – wenn dieser Eindruck auch schnell nachlässt. Denn bei letztgenanntem Film kann man zumindest den Inhalt wiedergeben. Das ist bei Storm schon schwieriger.

Im Grunde geht es aber um Donny „DD“ Davidsson, der als Kind wohl ziemlich auf die Kacke gehauen hat und diese teilweise traumatischen Erinnerungen schlichtweg verdrängt hat. Eines Tages trifft er auf die mysteriöse Lova (schwedisch für ‚Versprechen‘), durch die er über Umwege in den Besitz eines geheimnisvollen Würfeln gelangt. Dieser Würfel, so sagt sie, enthielte die Antwort auf seine Fragen. Das er jedoch gar keine Frage gestellt hat, scheint bis auf den Zuschauer niemanden zu stören. Das jedoch noch jemand anders hinter dem Würfel her ist, dem jedes Mittel recht ist, das zumindest stört DD um so mehr.

Was alles ganz aufregend, actionreich und selbstironisch inkl. Kommentare von Donny aus dem Off beginnt, wechselt im Laufe des Films fast von Szene zu Szene die Tonart. Zu Beginn Action, dann etwas Komödie, dann mal das ganz große Drama und ein Eimer voll Mystery – mir kommt es vor, als sollten möglichst alle Zutaten für einen möglichen Kultfilm zusammengepackt werden. Das wirkt im Endeffekt allerdings wie nichts Halbes und nichts Ganzes, und am meisten muss die Story sowie das Verständnis und die Geduld des Zuschauers darunter leiden. Die Frage nach dem „Warum“ hat sich mir immer wieder gestellt, eine innere Logik sucht man vergebens, eine befriedigende Auflösung ebenso. Vielleicht geht es um den Kampf von Gut gegen Böse um eine Menschenseele (vergl. auch „Constantin„)? Schließlich heißt die vermeintlich Gute in der Geschichte ja „Lova“, und sie verspricht Donny ja auch alles Mögliche, wenn er denn nur den Würfel öffnet. Doch wäre so eine „Auflösung“ der Geschichte nicht doch etwas banal, dafür dass sich der Film so komplex gibt und den Zuschauer mit vielen Fragen zurück lässt? Wobei die größte Frage bleibt: „Warum? Was soll das Ganze?“ Und beides wird ja auch im Trailer gefragt.

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